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Aktion SOS LEBEN
für eine Kultur des Lebens

Ein Kind ändert alles

Die Erwartungen werdender Eltern entsprechen oft nicht der Realität

Goldegg Verlag GmbH
Wien (pts/19.11.2009/15:20) - Herausforderung Kind ...
Heutzutage denken Paare immer genauer darüber nach, ob sie überhaupt Kinder bekommen möchten. Oft will auch nur ein Partner Kinder und steht vor dem Problem, wie der andere vom Familienglück überzeugt werden kann. Gibt es schließlich eine Entscheidung für die Familie, stellen sich weitere Fragen für das Paar: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Welchen Einfluss wird ein Kind auf die Karriere der Eltern haben? Ist ein Kind finanziell überhaupt leistbar? Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise sind diese Fragen nicht immer leicht zu beantworten.

Mütter bekommen ihre Kinder immer später

In den 1980iger Jahren lag das Alter jener Frauen, die ihr erstes Kind bekamen, noch bei ca. 25 Jahren, jetzt liegt es bei knapp 30 Jahren. Tendenz steigend. Ist die Entscheidung für eine Familie erst einmal gefallen, so laufen gerade jene Paare, die sich erst relativ spät für ein Kind entscheiden, Gefahr, die bevorstehende Familiengründung ausschließlich durch die rosarote Brille zu sehen.

Dabei übersehen sie oft, dass nicht nur die Fragen nach Geld und Karriere rechtzeitig geklärt werden sollten, sondern auch andere Themen an Bedeutung gewinnen, beispielsweise: Wie ändert sich das soziale Umfeld durch ein Kind? Wie geht frau damit um, nicht mehr ausschließlich über die eigene Person und die eigenen Leistungen definiert zu werden, sondern oft nur noch als Mama eines Kindergartenkindes oder Schulkindes? Wie ändert sich das Verhalten von Freunden, Großeltern und des eigenen Partners, sobald das Kind auf der Welt ist?

Fallen vermeiden
Michaela Sauer, selbst Mutter von zwei Kindern und beruflich als Beziehungs- und Erziehungsberaterin jahrelang in Expertenteams verschiedener Tageszeitungen tätig, kennt die Probleme, die auf junge Eltern zukommen können, nur zu gut: "Mittlerweile gehört für so gut wie jedes Paar ein Geburtsvorbereitungskurs in der Zeit der Schwangerschaft selbstverständlich dazu. Auch über die Entwicklungsschritte, die das Kind in den ersten Jahren durchmachen wird, sind die werdenden Eltern bestens informiert - aber über das Leben danach, das Leben zu dritt, wird meist nur am Rande gesprochen."

In ihrem Buch "Ein Kind ändert alles" (erschienen im Goldegg Verlag) bespricht sie ganz offen die möglichen Konfliktfelder der neuen Dreisamkeit und gibt Tipps, wie diese Konflikte entweder vermieden oder zumindest leichter bewältigt werden können. Aus ihrer beruflichen Erfahrung zeigt sie auf, woran das Familienglück der Neo-Eltern oft scheitert und scheut sich nicht, auch einen sehr persönlichen Einblick in Dinge, die schiefgehen können zu präsentieren. Viele ganz typische Fallen des Elterndaseins sind leicht vermeidbar, wenn man sie nur früh genug erkennt.

Neues Rollenbild
Bereits während der Schwangerschaft wird eine Frau oft von der erfolgreichen Karrierefrau zur "Schwangeren", später wird über sie ohnedies zumeist nur noch als von der Mutter ihres Kindes gesprochen und ihr eigener Name dabei kaum noch erwähnt. Michaela Sauer rät Frauen nach der Geburt unbedingt darauf zu achten, sich nicht komplett von der Mutterrolle vereinnahmen zu lassen.

Auch andere soziale Beziehungen ändern sich. Das Familienglück kann eine Belastung für viele Freundschaften darstellen. Besonders dann, wenn die Freunde keine Kinder haben und daher oft nicht verstehen, dass zum Beispiel spontane Treffen mit der frischgebackenen Mama nicht mehr so leicht möglich sind. Doch nicht nur die Freundschaften ändern sich, auch die Beziehung zu den Großeltern des Kindes wird eine andere. Die gut gemeinte Einmischung der Großeltern kann manchmal sogar eine veritable Ehekrise auslösen.

Wie bleibt die Paarbeziehung lebendig?
Vor der Geburt eines Kindes haben die werdenden Eltern an alles gedacht, vom Wickeltisch über den Kinderwagen und das Kinderbett. "Eines können sie allerdings am wenigsten vorbereiten: sich selbst", weiß die Beziehungsberaterin aus Erfahrung. Bald schon wird das Paar feststellen, dass gemeinsame Abende ohne Kind eine Seltenheit sind. Sobald das Kind auf der Welt ist, sind sie hauptsächlich Eltern und kaum noch ein Liebespaar. Alles dreht sich ausschließlich nur noch um das Kind. "In vielen Beziehungen leidet die Qualität der Gespräche sehr. Die Themen über die gesprochen wird, verändern sich - weg von der Beschäftigung mit dem anderen hin zu organisatorischen Gesprächen", weiß die Expertin. Sie rät, sich trotzdem immer wieder bewusst Zeit füreinander zu nehmen und Konflikte, die durch die neue Situation entstehen, unbedingt anzusprechen.

Konflikte und Tabuthemen nehmen um 30% zu
Gerade jene Paare, die sich das Leben zu dritt in den schönsten Farben ausgemalt haben, müssen oft feststellen, dass ihre Erwartungen nicht eintreten und sind dann enttäuscht. Doch oft wird über diese Gefühle nicht geredet und nach außen hin eine heile Welt demonstriert, Probleme werden tot geschwiegen.

Häufig werden die Gründe über das schwindende Liebesglück auch beim Partner gesucht, Schuldzuweisungen und Überreaktionen sind die Folge. Die Konflikte zwischen den Eltern steigen in der ersten Phase nach der Geburt des Kindes um 20 bis 30%.

Uns auch die Streitigkeiten des Paares selbst sind wieder mit anderen Sorgen verbunden: Darf das Kind etwas von den elterlichen Konflikten mitbekommen? Sollten diese aus Rücksicht auf das Kind einfach hinuntergeschluckt werden?
Die Autorin gibt in ihrem Buch Antworten auf alle heiklen Fragen.

Nein zum Perfektionsmus
Das Familienleben kann stressig sein. Um diesen Stress zu reduzieren, ist es wichtig, sich von dem Gedanken zu lösen, immer alles richtig machen zu müssen. Gleich, wie die Aufgabenaufteilung im Haushalt oder in der Kinderbetreuung aussieht, Gespräche helfen auch hier.

Vom reinen Liebesglück zu einem harmonischen Familienglück ist es ein weiter Weg - doch auf vieles kann ein Paar sich gut gemeinsam vorbereiten.


Details zum Buch:
Ein Kind ändert alles

Vom Liebesglück zum Familienglück
Michaela Sauer
Broschiert, 230 Seiten
Maße: 16,5x23,5cm
ISBN: 978-3-901880-11-7
Preis: 19,30 EUR [D] | 19,80 EUR [A]

Informationen, Rezensionsexemplare und Interviewanfragen:

Goldegg Verlag GmbH
Mommsengasse 4/2, A-1010 Wien
Tel: +43/1/505 43 76-30
Email: verlag@goldegg-verlag.de
http://www.goldegg-verlag.com (Ende)


Sazburger Ärzteforum gegen Freigabe von "Pille danach"


Im Namen von über 340 Salzburger Ärztinnen und Ärzten wollen wir in der aktuellen öffentlichen Diskussion dem Ansinnen verschiedener PolitikerInnen, die sogenannte „Pille danach" rezeptfrei in Apotheken abgeben zu lassen, mit folgender Argumentation ganz klar begegnen:
1.. Bei dem Präparat (Wirkstoff Levonorgestrel) handelt es sich um ein potentes synthetisches Gelbkörperhormon, das - so wie jegliches andere Medikament - auch Nebenwirkungen, insbesondere bei falschem oder zu häufigem Gebrauch, hervorrufen kann. Eine Abgabe ohne ärztliche Verordnung würde die Gefahr von schwerwiegenden Nebenwirkungen für die einnehmende Frau durchaus erhöhen. Insbesondere könnte bei rezeptfreier Abgabe in keiner Weise die Häufigkeit der Einnahme (v.a. bei jugendlichen Patientinnen) hinterfragt werden, wobei gerade durch zu häufige Einnahme schwere hormonell bedingte Nebenwirkungen zu befürchten wären.
2.. Von ethischer Seite betrachtet ist die Darstellung der Wirkweise des Präparates ein unvorstellbarer Euphemisimus: Neben der ovulationshemmenden (also Eisprung verhindernden) Wirkung ist ebenfalls eine nidationshemmende Wirkweise für die hohe „Erfolgsrate“ der „Notfallverhütung“ verantwortlich: In Wahrheit handelt es sich jedoch bei der Verhinderung der Einnistung der befruchteten Eizelle nicht um eine Verhütung - d.h. Verhinderung der Befruchtung: Diese findet ja bereits im Eileiter statt, womit das menschliche Leben zum Zeitpunkt der Einnistung bereits längst begonnen hat.
Die durch Zellteilung entstandene sogenannte Blastozyste ist ein Mensch in seinem frühesten Stadium! Erst die Einnistung (Nidation) als Beginn des menschliche Lebens zu definieren, ist rein willkürlich, nicht den biologischen Tatsachen entsprechend und eine argumentative Ausflucht, um nicht der ethischen Problematik ins Auge blicken zu müssen, dass es sich bei jeglichem nidationshemmenden Medikament - eben auch bei der „Pille danach" um eine Frühabtreibung handelt.
Angesichts dieser Tatsache muss man aus medizinethischer Sicht die nidationshemmende Auswirkung und Zielsetzung von der „Pille danach" gleich setzen mit der Abtreibungspille RU-486 (Mifegyne®): Nach Einnahme beider Präparate wird bereits gezeugtes menschliches Leben im Mutterleib abgetötet und ein Abort induziert - lediglich in einem unterschiedlichen Entwicklungsstadium.
Wir sehen es als Ärzte, die sich für den umfassenden Schutz des menschlichen Lebens von seinem Beginn - worunter nur die Zeugung verstanden werden kann! - bis zu seinem natürlichen Ende einsetzen, mit großer Sorge, wenn oben genannte Tatsachen offensichtlich aus ideologischen Gründen bewusst verschwiegen werden. Die Wirkweise und potentiellen Gefahren von Präparaten zu verharmlosen und vehement einen barrierefreien Zugang für Frühabortiva unter dem Deckmantel des „niederschwelligen Zuganges zu Verhütungsmitteln" zu fordern, ist ethisch und gesundheitspolitisch unverantwortlich.
Ausdrücklich fordert das Salzburger Ärzteforum für das Leben Herrn Gesundheitsminister A.Stöger und Frau Frauenministerin G.Heinisch-Hosek auf, ihrer Verantwortung gegenüber Patienten und Frauen gerecht zu werden, für eine den Tatsachen entsprechende öffentliche Darstellung des Sachverhaltes und die Beibehaltung der Rezeptpflicht für die „Pille danach“ zu sorgen!
Für das „Salzburger Ärzteforum für das Leben“
Dr. Florian Baumgartner


Protest gegen Vergabe des Friedensnobelpreises an Barack Obama

In einem Brief an die Norwegische Nobel Kommission beanstandet der Leiter der Aktion SOS LEBEN,
Benno Hofschulte, die Verleihung des Friedensnobelpreises 2009 an den US-Präsidente Barack Obama im Hinblick  auf  dessen  sehr  liberalen Haltung in Sachen Lebensrecht der Ungeborenen. Die Tötung ungeborener Kinder gleiche einem internen Krieg in den USA. Jedes Jahr „fallen“ dort mehr als eine Million Ungeborene  Menschen durch Tötung im Mutterleib. Hofschulte ist der Meinung,  dass dem amerikanischen Präsidenten diese höchste Auszeichnug  für  den  Frieden  nicht  zusteht.
Im  Folgenden der Brief an das Nobel Komitee im Wortlaut.

An
The Norwegian Nobel Committee
Henrik Ibsens gate 51
NO-0255 OSLO
NORWEGEN
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großer Verwunderung haben viele Menschen auf der ganzen Welt die Entscheidung des Norwegischen Nobelpreis-Komitees vernommen, den diesjährigen Friedensnobelpreis an den US-Präsidenten Barack Obama zu verleihen. Diese Verwunderung ist durchaus nachvollziehbar, denn der neue Präsident der Vereinigten Staaten hat vehement eine Pro-Abtreibungspolitik vorangetrieben – trotz heftiger Proteste in seinem eigenen Land. Das Komitee hat nicht nur jemanden für den Friedensnobelpreis ausgesucht, der bislang nichts für den Frieden auf der Welt unternommen hat, sondern außerdem noch sein eigenes Land aufgrund seiner Haltung zum Lebensschutz der Ungeborenen gespalten hat.
Besonders umstritten ist seine Unterstützung für den „Freedom of Choice Act“ (FOCA), der vorsieht, fast jeglichen Schutz der ungeborenen Kinder vor Abtreibungen auf Bundes- und Länderebene aufzuheben.
Das Sekretariat für Lebensrechtsfragen (Secretariat for Pro-Life Activities) der katholischen Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten betitelte FOCA in einem Positionspapier vom 30. August 2009 (einsehbar unter
http://www.usccb.org/prolife/issues/FOCA/FOCA_ FactSheet08.pdf),  als die „radikalste Abtreibungsgesetzgebung in der Geschichte der Vereinigten Staaten“ (The „Freedom of Choice Act“: Most Radical Abortion Legislation in U.S. History). In diesem Dokument werden die Gefahren von FOCA für den Lebensschutz aufgezählt. Doch ebenso soll anhand FOCA die Gewissensfreiheit der Ärzte durch einen Zwang, Abtreibungen durchzuführen, aufgehoben werden (Punkt 5).
Barack Obama unterstützt nicht nur in seinem eigenen Land die Pro-Abtreibungspolitik, sondern weltweit. Am 23. Januar 2009 hat Barack Obama ein Verbot, Abtreibungsfördernde Maßnahmen außerhalb der USA staatlich zu finanzieren, aufgehoben. Gleichzeitig hat sich der US-Präsident für die finanzielle Förderung der Familienplanungsprogramme der Vereinten Nationen, die die Erleichterung von Abtreibungen vorsehen, genehmigt. Die Nominierung von Susan Rice als Botschafterin der Vereinigten Staaten gegenüber der UN ist Teil dieser Pro-Abtreibungspolitik, denn sie setzt sich für die Ratifizierung des „Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau“ (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women - CEDAW) ein, die die Legalisierung der Abtreibung vorsieht.
Hinsichtlich der Bioethik ist die Einstellung von Barack Obama kaum besser. Anfang März 2009 sorgte er mit einem Erlaß dafür, dass die Einschränkungen für die Forschung mit embryonalen Stammzellen aufgehoben wurden, die sein Vorgänger, Präsident George W. Bush, hinsichtlich der staatlichen Finanzierung der Forschung eingeführt hatte. Präsident Obama hat ebenfalls das von Präsident Bush 2003 eingeführte und richterlich bestätigte Verbot der grausamen „Teilgeburts-Abtreibung“ („partial- birth“ abortion) wieder genehmigt.
Die Journalistin und Historikerin Lucetta Scaraffia  erinnerte in einem Artike in der italienischen Dienstagsausgabe der halb-offiziellen Vatikanzeitung L’Osservatore Romanol daran, es gebe nicht nur Kriege im Iran oder Afghanistan, sondern „auch einen Krieg gegen Ungeborene“. Und gerade in den USA mit seinen jährlich über eine Million im Mutterleib getöteten Kindern findet ein solcher Krieg statt.
Mutter Teresa von Kalkuta, Ordensfrau und Friedensnobelpreisträgerin von 1979, hatte schon immer Abtreibungen mit Kriegen verglichen, weil in beiden Fällen eine hohe Zahl von „Gefallenen“ zu beklagen seien. Abtreibung bezeichnete Mutter Teresa als „den größten Friedenszerstörer heute, [...] denn Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder“, und fügte hinzu: „Abtreibung tötet zwei: das Kind und das Gewissen der Mutter.“
Die oben erwähnten Punkte sind nur eine kleine Auswahl aus den vielen politischen Maßnahmen, die Präsident Barack Obama zu diesem Thema schon durchgeführt hat und noch plant. Eine umfassende Auflistung aller Maßnahmen, die den Schutz der ungeborenen Kinder vor Abtreibungen so gut wie vollständig abschaffen sollen, kann unter dem Link
http://www.lifesitenews.com/ldn/2009/may/ 09050808.html gelesen werden.
Kaum ein Präsident der Vereinigten Staaten hat es geschafft, in so kurzer Zeit so viele Menschen in seinem eigenen Land gegen sich aufzubringen. Und der wesentliche Grund dafür ist seine markante Pro-Abtreibungspolitik. Das Gewissen vieler Menschen in den Vereinigten Staaten wurde wachgerüttelt und seitdem hören die Proteste gegen Präsident Obamas Politik nicht mehr auf. Mitnichten ist er für die Menschen dort ein Zeichen der Hoffnung, wie das Komitee zur Vergabe des Friedensnobelpreises als Entscheidungsgrund angegeben hat. Deshalb äußere ich hiermit nicht nur meinen Protest gegen die Vergabe des Friedensnobelpreises 2009 an US-Präsident Barack Obama, sondern plädiere für die Rücknahme dieser Entscheidung des Nobel-Komitees. Präsident Obama hat diesen Preis wirklich nicht verdient!
Mit freundlichen Grüßen
Benno Hofschulte - Leiter der Aktion SOS LEBEN
Frankfurt am Main

 


Vatikan: Künstliche Embryos „moralisch inakzeptabel“

Die künstliche Herstellung von Embryos sei inakzeptabel. Das sagt der vatikanische Bioethik-Experte Bischof Elio Sgreccia. Er kritisiert die Ankündigung einiger Wissenschaftler der US-Universität Stanford, denen es gelungen sei, aus Stammzellen Spermien und Eizellen herzustellen. Die katholische Kirche lehne Reproduktionstechniken ab, die eine Fortpflanzung ohne die Mitwirkung von Eheleuten ermöglichten, sagt Sgreccia gegenüber Radio Vatikan.

„Das liegt mir besonders am Herzen. Denn ich glaube nicht, dass die Vaterschaft oder Mutterschaft ein Zufall ist. Eltern sein bedeutet, dass ein Mann und eine Frau ein gemeinsames Lebensprojekt in Angriff nehmen und das sollten sie im Interesse des Kindes tun, das sie erzeugen. Die Wissenschaft möchte das umgehen und das ist gefährlich, denn damit überschreitet die Menschheit jegliche ethischen Grenzen. Diese Grenzen bestehen darin, dass das menschliche Leben als solches respektiert wird.“

Die Forscher machten Menschen Hoffnung, die Kinder wollen, aber keine bekommen könnten. Doch das sei ein Vorwand, erläutert der frühere Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben. Wissenschaftler und die Pharmaindustrie hegten andere Ziele.

„Ich glaube nicht, dass wir mittlerweile in der Lage sind, die wissenschaftliche Forschung zu stoppen. Das sehen wir beispielsweise hier in Europa bei der Stammzellforschung. Es gibt europäische Länder, wo die Stammzellforschung möglich ist. Dahinter stecken wirtschaftliche Interessen. Es gibt Firmen, die großen Druck auf die Wissenschaftler ausüben.“

Anlass der Kritik ist ein Artikel in der britischen Zeitschrift „Nature“. US-Forscher behaupten, dass sie erstmals Spermien und Eizellen künstlich hergestellt haben. Die Wissenschaftler kündigten an, binnen fünf Jahren auf diese Weise menschliche Embryonen erzeugen zu können. (rv) 31.10.09


„Pille danach“-Diskussion in Österreich

Ein Ende der „Schönrednerei“ über die offensichtlich geplante Rezeptfreistellung der „Pille danach“: Das forderte die Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien, Stephanie Merckens, an diesem Sonntag. Es sei völlig irreführend, ohne Unterschied zu behaupten, die „Pille danach“ verhindere ungewollte Schwangerschaften. Das sei nur dann der Fall, wenn diese Pille vor dem Eisprung eingenommen wird: „Zwischen Befruchtung und Einnistung wird nicht mehr verhindert, da wird beendet“, betonte Merckens. „Wer sagt, die ,Pille danach’ habe keine abtreibende Wirkung, gehe davon aus, „dass eine Schwangerschaft erst mit der Einnistung des Embryos beginnt“, so die Lebensschutzbeauftragte. Wissenschaftlich sei aber klar, „dass bereits ab Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein neuer Mensch entstanden ist“. Wer verhindere, dass sich dieses neue menschliche Wesen in der Gebärmutter einnisten kann, beende dessen Leben, so Merckens. Die Kirche stehe konsequent „auf der Seite des Lebens". „Statt uns ständig zu überlegen, wie man Abtreibung noch leichter machen kann, sollten wir uns für einen menschenwürdigeren Umgang mit Sexualität stark machen“, forderte die Lebensschutzbeauftragte. - Die „Pille danach“ ist in Österreich seit neun Jahren zugelassen, allerdings gegen ärztliche Verschreibung. Das Gesundheitsministerium in Wien erwägt eine Freigabe. (kap) 01.11.09

Ungeborene haben Priorität

Die internationale Staatengemeinschaft sollte in erster Linie die schwächsten Glieder der Gesellschaft schützen. Das fordert der Ständige Beobachter bei den Vereinten Nationen in New York, Erzbischof Celestino Migliore. Das schwächste Glied der Gesellschaft sei das ungeborene Kind. Die Politik müsse deshalb alles daran setzen, es zu schützen, so der Vatikanvertreter. Er hielt am Montag eine Rede zum 15jährigen Jubiläum der so genannten „Internationalen Konferenz über Bevölkerung und Entwicklung“. Die Resultate jener Konferenz hätten gezeigt, dass die Staaten vor allem die traditionelle Familie fördern sollten, so Migliore. Wo dies nicht geschehen sei, gebe es heute Probleme und Unterentwicklung. (rv) 14.10.09

Impfung nicht für Schwangere

Impfstoff gegen Schweinegrippe nicht für alle Menschen empfehlenswert

(MEDRUM) Die massenhafte Impfung gegen die Schweinegrippe ist für schwangere Frauen nicht unbedenklich. Darauf haben Experten mehrfach hingewiesen.

Der Impfstoff ist mit einem neuartigen Verstärker versehen, dessen Nebenwirkungen für Schwangere und ihre Leibesfrucht ein erhöhtes Risiko darstellen. Deswegen sollten schwangere Frauen sich nicht mit dem in den nächsten Tagen bereitstehenden Impfstoff vor der Schweinegrippe impfen lassen.

Auszug aus dem im Anhang beigefügten Impfreport:

"Die Pandemie-Impfstoffe stimulieren neben der Antikörperbildung auch die sogenannte "zelluläre Immunität". Diese wird jedoch normalerweise während einer Schwangerschaft vom Immunsystem heruntergefahren, um das ungeborene Leben nicht zu gefährden. Den Stimulierungs-Effekt machen sich deshalb z. B. Impfstoffe zur Geburtenkontrolle bei Hunden zunutze. Außerdem zieht - ohne echte Notwendigkeit - wieder Quecksilber (das stärkste nichtradioaktive Gift, das wir kennen), in deutsche Impfstoffe ein. Dazu kommen weitere hochbedenkliche Substanzen wie z. B. Squalen oder Polysorbat 80. Sicherheitsstudien zu diesen und anderen giftigen Zusatzstoffen liegen nicht vor."

Wie in den Medien berichtet wird, soll ein für Schwangere besser geeigneter Impfstoff zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein (Ende November). Zu weiteren Information ist im Anhang ein Impfreport des "Netzwerks für unabhängige Impfaufklärung"  beigefügt, der als kostenlose Leseprobe bereitgestellt wird.

Weitere Information: www.impf-report.de

Welt-Artikel: -> Neuer Impfstoff für Schwangere

MEDRUM: -> Massenimpfung trotz mildem Verlauf?

Ergänzung vom 15.10.09, 22.15 Uhr

Der Redaktion ist die Kritik am Bericht zu dieser Thematik zugegangen. Der Absender verwies darauf, dass zur Impfung von Schwangeren auch andere Auffassungen publiziert worden seien.

Deshalb wird ergänzend auf den Sendebeitrag des ZDF im Heute-Journal vom 14.10.09 hingewiesen. Dort nahm der Arzt und Virologe Prof. Dr. Alexander Kekolé von der Uni-Klinik Halle zur Impfung Stellung. Er befürwortete zwar grundsätzlich die Impfung für die Mehrzahl der Menschen, wies aber ebenfalls besonders auf Einschränkungen für Schwangere und Kinder hin. Wörtlich stellte er fest:"

"Es gibt zwei Gruppen, wo ich meine, wo die Bedenken durchaus ernst genommen werden müssen, und wo wir einen anderen Impfstoff brauchen, in dem einen Fall ist es auch bestätigt worden jetzt gerade von der Ständigen Impfkommission, das sind die Schwangeren. Da wird ganz klar empfohlen, ohne diesen Verstärker zu impfen, und leider hat man das bisher ja noch nicht bestellt, diesen Impfstoff ohne Verstärker. Und die zweite Gruppe, wo ich meine, wo man drüber reden muß, das sind die kleinen Kinder. Da glaube ich auch, dass es sinnvoll ist, einen Impfstoff zu haben, ohne diesen Verstärker drinnen. Im Moment ist es aber so, dass die offzielle Impfempfehlung ja hauptsächlich ausgesprochen ist für Pflegepersonal, Krankenhauspersonal, also erwachsene Menschen, die auch durchaus Mal kleinere Nebenwirkungen wegstecken können. Und da kann ich nur sagen, die sollten sich auf jeden Fall impfen lassen. Das ist auf jeden Fall sinnvoll."

Wir sehen deshalb keine Veranlassung, uns von der Berichterstattung über Warnhinweise für Schwangere zu distanzieren.


Neuerscheinung: „Geschäft Abtreibung“ von Alexandra Maria Linder

Ein Enthüllungsbuch über die Profiteure der jährlich mehr als zweihunderttausend Abtreibungen in Deutschland erscheint dieser Tage im Sankt-Ulrich-Verlag des katholischen Bistums Augsburg. Unter dem Titel "Geschäft Abtreibung" deckt die Journalistin und Fernsehmoderatorin Alexandra Maria Linder auf, wer an Abtreibungen verdient und wie abgetriebene Kinder kommerziell genutzt werden.
So weiß die Autorin zu berichten, wie mit Hilfe von Zellen, die aus abgetriebenen Föten gewonnen wurden, Anti-Aging-Cremes hergestellt werden. Abgetriebene Föten werden nach Recherche der Autorin als Ersatzteillager für Zelltherapien, Gewebe- und Organtransplantationen benutzt. Viele Kosmetik- und Arzneimittelfirmen brüsteten sich mittlerweile damit, dass für ihre Tests keine unschuldigen Tiere mehr sterben müssten, verschwiegen aber, dass dafür nun abgetriebene Kinder zum Einsatz kommen. Schließlich zeigt die Autorin auf, wie der Bevölkerungsfonds der UNO bei seinen Maßnahmen zur Bevölkerungskontrolle in den Ländern der „Dritten Welt“ ganz gezielt auch auf Abtreibungen setzt.
Der Sankt-Ulrichs-Verlag bezeichnet „Geschäft Abtreibung“ als „echtes Enthüllungsbuch“. Es bringe „beklemmende und erschreckende“ Fakten ans Tageslicht, „die aufgrund geschickter Verschleierungstaktiken bislang nur Insidern bekannt“ gewesen seien.


Abgetrieben, totgeschwiegen

Gudrun Trausmuth* 

Zur Fortführung der gestern an dieser Stelle doumentierten Kontroverse um Schwangerschaft und Frauenrecht anlässlich des Bestandsjubiläums einer Abtreibungsklinik: Was einer Mutter zu denken gibt

"Wir trauern um hunderttausende Kinder, die in den vergangenen 30 Jahren abgetrieben wurden" - eigentlich müsste man jetzt solche Todesanzeigen in den österreichischen Tageszeitungen schalten. Feiern? Ein Empfang? Wenn der "runde Geburtstag" einer Abtreibungsklinik offiziell geehrt wird, ist das entweder Zynismus oder aber symptomatisch für die Verdrängungsmentalität in Bezug auf alles, was mit Abtreibung zu tun hat. Und selbstbewusst wird auch damit der Weg weiterverfolgt, das, was laut österreichischer Gesetzgebung nur im Ausnahmefall als straffrei gilt, zum "Frauenrecht" zu stilisieren. Die zum Empfang einladende Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely spricht in Zusammenhang mit der Abtreibung vom "Selbstbestimmungsrecht der Frau", andere SPÖ Politikerinnen und Grüne legen noch eins drauf und fordern wieder einmal Abtreibung auf Krankenschein. Dem Wiener Kardinal, der in einem Brief an den Bürgermeister das merkwürdige Jubiläum kritisierte, wird von der Frauensprecherin der Sozialistischen Union brutal und feindselig Kompetenzüberschreitung vorgeworfen, dabei zitiert Schönborn sogar Bruno Kreisky, der 1974 gesagt habe, dass "nur sehr arme und sehr ungebildete Gesellschaften" Abtreibung als Mittel der Geburtenkontrolle einsetzten. Positiv zu vermerken ist, dass immerhin von seiten der ÖVP endlich wieder einmal die 1974 versprochenen flankierenden Maßnahmen zur Fristenlösung (Trennung von beratendem und abtreibenden Arzt, Bedenkzeit ...) eingefordert werden. Danke, Familienpartei, dass du dich manchmal doch auch was traust!

Das Schreien und die Aufgeregtheit, die regelmäßig herrschen, wenn das Tabu Abtreibung angetastet wird, täuscht über das tiefe Schweigen hinweg, das realiter über dem Thema lastet. Es ist ein verstümmelter und verdrängungsschwangerer Diskurs, der rund um den "Schwangerschaftsabbruch" geführt wird: Uminterpretiert wird im medialen und gesellschaftspolitischen Kontext nicht nur der Gesetzestext (vgl. oben), sondern das Problem. Denn wer redet im öffentlichen Kontext vom Kind? Es ist - und dies sei gesagt bei allem Verständnis - fast ausschließlich die Frau, von der gesprochen wird. Dass das eigentliche "Problem" das Kind darstellt, bei dem es schließlich um Leben und Tod geht, wird wohlweislich totgeschwiegen.

Kommt das öffentliche Gespräch doch einmal auf die Leibesfrucht, so wird oft jeglicher grundsätzliche Einwand mit der Behauptung, das sei noch kein Mensch, vom Tisch gewischt. Ja, es ist noch kein lebensfähiger Mensch in der achten oder zwölften Woche, aber das, was (imÜbrigen nur sehr kurz) wie der vielzitierte "Zellhaufen" aussieht, wird - so es zur Welt kommen darf - kein Vogel, keine Katze und kein Hund sein! Es hat in Potenz, das heißt als sich entwickelnde Anlagen, all das, was unser Menschsein als Geborene ausmacht.

Der Diskurs ist auch verstümmelt, weil er mit der Abtreibung aufhört. Nach der Abtreibung, das ist kein öffentliches Thema, hier hört sich das "Frauenrecht" sehr schnell auf. Wie viel Leid und Schmerz wird hier zensuriert, ins Schweigen befohlen, mit Sanktionen in die verbale Nicht-Existenz geknüppelt? - Vielleicht erinnert sich noch die/der eine oder andere an die 2006 verstorbene deutsche Schriftstellerin Karin Struck. Paradelinke der 70er-Jahre, machte sie die Erfahrung einer Abtreibung durch und thematisierte dieses Trauma auch in ihren Texten, ja publizierte mit "Ich sehe mein Kind im Traum" ein beachtliches Sachbuch zum Thema Abtreibung. Nun, mit dem Erfolg war es schnell vorbei, im Fernsehen gelegentlich als fanatisches Muttertier vorgeführt, wurde Struck jede ernstzunehmende Äußerung als Frau und Autorin abgesprochen.

Übrigens war das öffentliche Gespräch in Bezug auf Abtreibung von Anfang an korrumpiert: 1971 gab es im Stern eine aufsehenerregende Kampagne gegen den Paragraphen 218, der in Deutschland Abtreibung unter Strafe stellte; bei der Kampagne "Ich habe abgetrieben", bekannten 374 Frauen öffentlich, abgetrieben zu haben, etwa auch Romy Schneider oder Senta Berger. Mittlerweile gaben eine Reihe der damaligen Unterzeichnerinnen an, in Wirklichkeit gar nicht abgetrieben zu haben, aber ihr "Bekenntnis" im Sinne einer Abtreibungslobby getätigt zu haben. - Vielleicht sollte man heute eine Fortsetzung der damals von Alice Schwarzer initiierten Kampagne starten? Diesmal aber ehrlich: "Ich habe abgetrieben ... und leide darunter".

Wenn übrigens im internationalen Diskurs neuerdings von "reproductive health" die Rede ist, bedeutet dies hauptsächlich die Forderung nach einem Zugang zur Abtreibung. Spezifisch für das österreichische Dickicht in Bezug auf die Fristenlösung ist aber, dass man beim statistischen Zentralamt zwar Auskunft einholen kann über die Anzahl der Zwetschkenbäume, die hierzulande jährlich eingepflanzt werden, nicht aber über die Anzahl von Kindern, die jährlich nicht zur Welt kommen darf. Die Sprachlosigkeit erstreckt sich sogar auf die Nüchternheit der Zahl. Wahrscheinlich, weil sie so erschreckend hoch wäre.

Nennt aber doch einmal jemand die Dinge beim Namen, versucht, das, was bei einer Abtreibung geschieht, in die Sprache und damit in seiner Dramatik ins Bewusstsein zu bringen, dann wehe! Da wird die verbale Keule geschwungen, Grausamkeit, Unterdrückung von Frauen, Fanatismus, militante Abtreibungsgegner ... weil nicht gesagt werden darf, dass Abtreibung eben das tut, was sie tut. Denn sie tut etwas Ungeheuerliches. - "Wir trauern um hunderttausende Kinder, die in den vergangenen 30 Jahren abgetrieben wurden."

 *Gudrun Trausmuth, Germanistin und Mutter zweier Kinder, lebt in Wien

DER STANDARD/Printausgabe 5.9./6.9.2009


Menschwerdung

Von Anni Mursula

Seit dem Zweiten Weltkrieg ist in Deutschland wohl kaum etwas so heilig wie die Menschenwürde. Sie ist der unantastbare Kern des Grundgesetzes und steht niemals zur Diskussion.

Doch in der Realität gilt der Schutz der Menschenwürde nicht für das ungeborene Leben. Um die Argumentation für die Abtreibung dennoch ethisch und gutmenschlich akzeptabel zu machen, wird immer suggeriert, daß ein Embryo erst Mensch werden muß, um die Menschenrechte zu erhalten.

Wo dieses Menschsein anfängt, wird beliebig verschoben: Mal ist es nach der Einnistung des Embryos, mal nach der zwölften Schwangerschaftswoche, mal ist eine vermutete Behinderung des Ungeborenen Grund genug, ihm das Lebensrecht abzusprechen. Wird eine Behinderung diagnostiziert, kann das Kind bis zum Einsetzen der Wehen abgetrieben werden. (Vorausgesetzt die Mutter sagt, sie komme damit psychisch nicht zurecht.)

Jahrelanger Druck von Ärztekammern und Kirchen

Nach jahrelangem Druck von Ärztekammern und Kirchen hat die Bundesregierung im Mai dieses Jahres eine Verschärfung des Spätabtreibungsgesetzes beschlossen. Dennoch würden wohl nur die wenigsten Politiker zuzugeben, daß sich die hiesigen Abtreibungs- und Spätabtreibungspraxis wohl kaum mit dem Schutz der Menschenrechte vereinbaren läßt.

Doch so radikal gegen das Leben, wie Asja Huberty, Mitglied des Landesvorstandes der Linkspartei in Schleswig-Holstein, hat in Deutschland bislang kaum jemand argumentiert.

Anläßlich des neuen Spätabtreibungsgesetzes veröffentlichte sie Mitte Juni einen Beitrag auf der Netzseite der Linkspartei Schleswig-Holstein.

„Zustand der Dämmerung“

Darin spricht sie einem Ungeborenen jegliches Menschsein ab. Dieses befände sich in einem „Zustand der Dämmerung“, etwa vergleichbar mit dem „unbewußten Gefühlsleben einer Pflanze“. Sie geht aber noch weiter: „Der Fötus ist kein Individuum und befindet sich im besten Falle auf der evolutionären Stufe mit einer Kaulquappe, aber ganz sicher nicht mit einem Menschen, auch wenn er – rein ontologisch betrachtet – aufgrund seines potentiellen Menschseins der Kategorie ‚Mensch’ zugeordnet werden muß.“

Laut Huberty würde die Menschwerdung erst zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr eines Kindes stattfinden, denn erst dann bilde sich das „Sich-selbst-erkennen-können“. Dies geschehe „indem sich das Kind aus den rein auf räumlich-zeitliche Explikationen begrenzten Wahrnehmungsmöglichkeiten des Tieres befreit.“

Demzufolge könne ein Schwangerschaftsabbruch niemals als Mord bezeichnet werden, „da schlicht niemand ermordet wird“, schreibt Huberty. Fragt sich nur, ob sie auch das Töten von Säuglinge und Kleinkinder billigt, da diese ihrer Theorie nach ebenfalls noch keine wirklichen Menschen sind.

Daß Linke im Namen sogenannter Frauenrechte schon immer versucht haben, die Grenze „des Menschwerdens“ zu verschieben, ist keine Neuigkeit. Denn je enger die Definition des Menschseins begrenzt und weiter nach hinten verschoben wird, desto kürzer greifen die Menschenrechte und um so länger kann ungestört abgetrieben werden.

Samstag, 29.08.2009

Lebenschützer rufen zum Protest auf

Johann Ferdinand Graf v. Kuefstein
Wien 10.08.09 - Am. 3. September 2009 soll die „pro.woman“ Organisation im Wiener Rathaus geehrt werden. Hinter diesem Namen versteckt sich die erste Abtreibungsklinik Wiens, mit Sitz am Fleischmarkt im Stadtzentrum. Diese Klinik feiert nun ihr 30-jähriges Bestehen. Doch worin besteht ihr Verdienst? Heute leben wir in einer merkwürdigen Zeit. Linke Aktivisten fordern mehr Toleranz, internationale Organisationen – von den Vereinten Nationen bis hin zu Amnesty International - die rigorose Durchsetzung der Menschenrechte.
Doch wo bleibt der Aufschrei wenn eine Institution, eine politische Führungspersönlichkeit hier etwas ehrt was so grausam, so absolut unverständlich für jeden aufrechten Menschen sein muss, wie die Abtreibung? Ständig höre ich in den Medien Kommentare in Bezug auf eine zivilisierte Gesellschaft. Als aufrechter Katholik frage ich mich, wie zivilisiert eine Gesellschaft sein kann, wenn deren politischen Verantwortungsträger vom Rang eines Bürgermeisters und Landeshauptmannes etwas ehren, was das hilfloseste aller Geschöpfe bekämpft.
Wie zivilisiert ist es wenn es für uns normal ist, dass Mütter Ihre eigenen Kinder dort angreifen können, wo sich diese am sichersten und am geborgensten fühlen? Ist eine Gesellschaft zivilisiert, die das vermeidliche Recht der Frau über das Lebensrecht des Kindes stellt? Wie tief sind wir gesunken, dass es innerhalb von 30 Jahren soweit kommen konnte?
Heute haben sich viele mit dem Status quo abgefunden, doch mit dieser Ehrung wird eine weitere Schwelle übertreten.
Mangelnde Zivilcourage wird immer wieder in den Medien kritisiert. Das Wegschauen und die Meinung, dass es mich ja nichts angehe, weil es mich ja nicht direkt trifft, scheinen heute schon zum allgemein gültigen Grundkonsens zu werden. Das ist gefährlich und falsch. Als aufrechte Katholiken können wir bei solchen Themen nicht schweigen. Wir müssen uns hier wohl die Frage stellen und uns das auch so gefallen lassen: Was haben wir getan, aber noch viel wichtiger ist die Frage: Was haben wir nicht getan?
Die Frage stellt sich nun was tun? Was kann man hier tun? Die Antwort: Schreiben Sie dem Wiener Bürgermeister, auch wenn Sie kein Wiener sind, auch wenn Sie kein Österreicher sind! Je mehr Menschen Ihm schreiben desto mehr Gewicht hat die Botschaft, die Sie alle vermitteln wollen! Schätzungen zufolge wurden in Österreich in den letzten 30 Jahren etwa 2,5 Millionen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt! Das sind mehr Leben als Wien heute Einwohner hat! Das Ziel der Medizin muss es sein Leben zu retten und nicht wie es heute auch geschieht zu vernichten!
Lassen Sie uns gemeinsam dieser großen Ungerechtigkeit entgegentreten und unterstützen Sie diese Kampagne – durch Ihr Gebet, ein Schreiben und das Weitersagen an Familie und Freunde! Zum Ende möchte Ich Ihnen noch ein paar Ideen hierzu geben, die natürlich hauptsächlich auf Wien bzw. Österreich zugeschnitten sind. Ich bin mir sicher dass Sie in Ihrer Heimat ähnliche Zahlen haben.

Protestieren Sie mit Briefen und Mails an den Bürgermeister. Die entsprechenden Anschriften sind:

E-Mail an Michael Häupl: michael.haeupl@wien.gv.at

Postadresse:
Bürgermeister Dr. Michael Häupl
1010 Wien, Lichtenfelsgasse 2, Stiege 5, 1. Stock

Telefon +43 1 4000 81111
Fax +43 1 4000 9981111

Textvorschlag für Brief an den Bürgermeister:

Sehr geehrter Bürgermeister Dr. Häupl,
aus Pressemeldungen wurde bekannt, daß Sie einen Empfang für das 30jährige Bestehen des Ambulatoriums am Fleischmarkt in Wien planen.
Ich bin erschüttert, daß die Stadt Wien Menschen ehren will, die ungeborene und unschuldige Kinder im Mutterleib per Abtreibung töten.
Ich fordere Sie auf, diese makabre Veranstaltung anhand einer öffentlichen Bekanntmachung abzusagen. Anstatt Abtreibungsambulanzen zu ehren sollten Sie sich bemühen, das Bewußtsein für das Recht auf Leben der Ungeborenen durch öffentliche Aktionen zu fördern, um so die Zahl der Abtreibungen in Wien zu senken.
Mit freundlichen Grüßen


In den USA immer mehr für das Leben

Immer mehr US-Bürger nehmen in der Abtreibungsfrage die „Pro Life“-Position ein.

Dies ergab eine Umfrage des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts „Today/Gallup“. Die jüngst veröffentlichten Statistiken besagen, dass 47 Prozent aller US-Amerikaner sich im Zweifelsfall für den Schutz des ungeborenen Lebens entschieden. Das ist ein Prozentpunkt mehr als der Anteil der Befürworter des Rechts der Mutter, für oder gegen eine Abtreibung zu entscheiden, also der „Pro Choice“-Position. Damit hat die „Pro Life“-Position erstmals seit 1995 mehr Anhänger als die „Pro Choice“-Position. Dem Meinungsforschungsinstitut zufolge belegten die Zahlen einen Aufschwung der „Pro Life“-Position nach der Wahl von Barack Obama zum Präsidenten sowie im Zusammenhang mit der neu entfachten Debatte in der Abtreibungsfrage nach dem Auftritt Obamas an der katholischen University of Notre Dame im vergangenen Mai. (rv) 07.08.09


Katholische Kirche in jedem Fall gegen Abtreibung

Die Glaubenskongregation stellt klar, dass die katholische Kirche in jedem Fall gegen Abtreibung ist.

Das gab die vatikanische Behörde an diesem Samstag in einer Mitteilung bekannt. Dabei bezog sie sich auf den Fall eines neunjährigen Mädchen in Brasilien, die abgetrieben hatte. Damals sagte der zuständige Bischof der entsprechenden Diözese, Jose Cardoso Sobrinho, dass die Kirche trotz der Besonderheit des Falls an ihrer Ablehnung der Abtreibungen festhalten müsse. Als Folge dessen war die Mutter der Neunjährigen und das Ärzteteam latae sententiae exkommuniziert worden. Daraus entstand eine Debatte, ob die Exkommunikation angebracht sei. Der Heilige Stuhl habe infolgedessen viele Briefe – vor allem aus Lateinamerika – erhalten. Das schreibt die Note der Glaubenskongregation. Viele Politiker und Gläubige seien verunsichert gewesen. Auch wurde ein Artikel des Präsidenten der Akademie für das Leben, Erzbischof Rino Fisichella, missverstanden. Am 15. März 2009 hatte er in der Vatikan-Zeitung „L´Osservatore Romano“ geschrieben, dass man den Fall der Neunjährigen mit „großer Sorgfalt“ behandeln sollte. Viele interpretierten daraus, dass der Bischof falsch reagiert habe und die Kirche nicht prinzipiell gegen Abtreibungen sei. Daher habe die vatikanische Kongregation die Mitteilung an diesem Samstag herausgegeben. (rv) 11.07.09 

Erzbischof Cardoso Sobrinho


Kameruns Bischöfe gegen "Protokoll von Maputo"

Ja zur Schutz der afrikanischen Frau vor Gewalt und Diskriminierung - Nein zur Abtreibung.

Mit dieser Stellungnahme reagieren die Bischöfe Kameruns auf eine Entscheidung des Parlaments, wonach der Präsident das so genannte „Protokoll von Maputo“ unterzeichnen kann. Das 2003 verabschiedete „Protokoll von Maputo“ behandelt afrikanische Frauenrechte in Ergänzung zur „Afrikanischen Charta der Menschen- und Völkerrechte“. Paragraph 14 besagt, dass die unterzeichnenden Staaten unter bestimmten Umständen die medizinische Abtreibung erlauben sollten, und zwar im Fall von Vergewaltigung, Inzest oder wenn die Schwangerschaft die Gesundheit bzw. das Leben der Mutter oder des Fötus gefährdet. Dieser Paragraph sei „eine offene Tür zur Legalisierung der Abtreibung in Afrika“, so die Bischöfe. Sie verweisen auf die Rede des Papstes an das Diplomatische Corps vom Anfang dieses Jahres. Benedikt XVI. hatte dabei direkt das Protokoll von Maputo genannt, das in Afrika die Abtreibung „stillschweigend banalisiere“. Bei seinem jüngsten Besuch in Kamerun habe das Kirchenoberhaupt Ärzte eindringlich zum Schutz des Lebens aufgerufen, erinnern die Bischöfe. (rv) 02.07.09


Pro Life-Marsch in Warschau 2009

Unter strömenden Regen fand am 31. Mai 2009 in Warschau der "4. Marsch für das Leben und die Familie" statt. Mehr als 3000 Teilnehmer ließen sich nicht vom ungemütlichen Wetter abhalten und marschierten eine ganze Stunde durch die Innenstadt.

Die Aktion SOS LEBEN war von den Organisatoren eingeladen, mit einer Delegation das Anliegen des Marsches zu unterstützen. So wehte neben den Flaggen Frankreichs, den USA, der Ukraine und natürlich der polnischen, auch die deutsche Flagge.

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Schweden selektioniert Menschen

In Schweden dürfen ungeborene Kinder abgetrieben werden, wenn die Mutter nicht mit dem Geschlecht einverstanden ist.

Das hat die Nationale Sozial- und Gesundheitsbehörde in Stockholm entschieden. Eine Mutter von zwei Töchtern aus Eskilstuna (Südschweden) hatte zwei Abtreibungen vornehmen lassen, weil sie nicht noch eine dritte Tochter wollte. Als sie bei einer erneuten Schwangerschaft die Ärzte wieder darum bat, ihr das Geschlecht des Kindes mitzuteilen, fragten diese die Behörde um Rat. Antwort: Abtreibungen aufgrund des Geschlechts dürfen nicht verweigert werden. Andernfalls verstoße man gegen die geltende Rechtslage, die eine Abtreibung bis zur 18. Woche erlaubt. Laut einem Bericht des Schwedischen Tageblatts hat inzwischen ein Abtreibungstourismus zwischen Norwegen und Schweden eingesetzt: Da in Norwegen Abtreibungen nur bis zur zwölften Woche erlaubt sind, man das Geschlecht aber erst danach erfahren darf, reisten immer mehr Schwangere in das Nachbarland. Darunter seien besonders Frauen aus anderen Kulturen. „Wenn eine Frau schon drei oder vier Mädchen hat und aus der Türkei stammt, ist der Druck groß, einen Jungen zu bekommen“, zitiert das Blatt einen Abtreibungsarzt. (idea) 4.6.09


Kirche in Spanien gegen "Pille danach"

Die Katholische Kirche hat nach der Legalisierung der sogenannten „Pille danach“ für den 22. Mai zu einer Nachtwache des Gebets aufgerufen. An diesem Tag tritt das Gesetz in Kraft, das den Verkauf der umstrittenen Abtreibungspille in Spanien erlaubt. Die Nachtwache soll in Madrid in der Gemeinde Araucana stattfinden. Zahlreiche katholische Verbände in Spanien rufen zur Teilnahme an der Nachtwache auf. (aci) 16.05.09

Chile will keine Abtreibung

Die chilenische Regierung weist den Vorschlag des UNO-Menschenrechtsrates in Genf zurück, die Abtreibung im eigenen Land zu legalisieren. Die Regierung werde dem Druck aus dem Ausland nicht nachgeben, sagte ein Regierungssprecher vor Journalisten. „Es gibt einige ausländische Anfragen, die die chilenische Regierung nicht behandeln wird, weil sie nicht auf der Agenda stehen“, so Staatsminister Jose Antonio Viera-Gallo. Es gebe außerdem kein Land auf der Welt, das den Vorgaben der Menschenrechte perfekt folgt. Vielmehr sei es wichtiger, die Frauen vor Kriminalität zu schützen und die öffentliche Sicherheit aufrecht zu erhalten, so der Staatsminister weiter. Auch die Rechte der indigenen Völker dürften nicht vernachlässigt werden. (cna)16.05.09

Spanien lockert seine Abtreibungsgesetzgebung

Die Regierung von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hat an diesem Donnerstag einem Entwurf zur Lockerung des Abtreibungsrechts zugestimmt. Schwangerschaftsabbrüche sollen demnach bis zur 14. Woche auf Antrag straffrei und kostenlos sein. Zudem können demnächst auch Minderjährige ab 16 Jahren ohne Einverständnis ihrer Eltern einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, wie die sozialistische Vizeregierungschefin Maria Teresa Fernandez de la Vega in Madrid mitteilte. Bei Missbildung des Fötus oder bei Gefährdung der physischen oder psychischen Gesundheit der Mutter sind Abtreibungen laut der neuen Gesetzgebung bis zur 22. Schwangerschaftswoche erlaubt. Der von der katholischen Kirche scharf kritisierte Entwurf geht nun dem Parlament zu. - Bislang sind Abtreibungen in Spanien verboten. Das derzeit gültige Gesetz aus dem Jahr 1985 erlaubt Abtreibungen nur in Fällen von Vergewaltigung, Missbildung des Fötus oder Gefahr für die Gesundheit der Mutter. Die katholische Kirche protestiert bereits seit Anfang des Jahres gegen die Liberalisierung der spanischen Abtreibungsgesetze. Die spanische Bischofskonferenz startete eine landesweite Kampagne mit Straßenplakaten und Broschüren. Die Kritik monatelang im Mittelpunkt der Gottesdienste. (ap/apic) 14.05.09

Spätabtreibungen verhindern?

Der Deutsche Bundestag hatte am Mittwochnachmittag über eine Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes abgestimmt. Dabei sprach sich die Mehrheit der Abgeordneten für einen Gesetzesentwurf aus, der eine bessere Beratung von Schwangeren in Konfliktsituationen vorsieht, um Spätabtreibungen zu vermeiden. Der fraktionsübergreifende Entwurf um die Abgeordneten Kerstin Griese (SPD), Johannes Singhammer (CDU/CSU), Katrin Göring-Eckhardt (Grüne) und Ina Lenke (FDP) verpflichtet Ärzte, die eine Pränataldiagnostik vornehmen, Frauen künftig auch über die medizinischen und psychosozialen Aspekte einer Spätabtreibung aufzuklären. Weiter sieht er eine dreitägige Bedenkzeit vor einem Abbruch vor. Eine solche Frist könne zum Mut beitragen, sich für ein behindertes Kind zu entscheiden, so die stellvertretende SPD-Vorsitzende, Andrea Nahles, die für den Entwurf plädiert hatte. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte dafür gestimmt. Kritik an dem Beschluss kam aus den Reihen der Union von den „Christdemokraten für das Leben“ (CDL). In einer Pressemitteilung erklärte deren Bundesvorsitzende, Mechthild Löhr, auch die neue Regelung trage weiterhin zu einer Diskriminierung von Behinderten bei. Es sei inakzeptabel, dass ungeborene Kinder, bei denen kurz vor der Geburt eine mögliche Behinderung diagnostiziert worden sei, weiterhin straffrei abgetrieben werden dürften. (pm) 14.05.09

Lebensverachtende Ideologie vor EU-Wahlen

EU-Parlament : "lebensunwertes Leben" aussortieren

Das Europäische Parlament hat heute (23.04.09) in Strasbourg den für die bioethische Debatte sehr wichtigen Bericht über eine europäische Maßnahme im Bereich seltener Krankheiten angenommen.

 

Berichterstater ist der griechische Christdemokrat und Mitglied der orthdoxen Kirche, Antonios Trakatellis.

 

Zentraler Punkt der Auseinandersetzung war die Abstimmung von Änderungsantrag 15 zu Absatz 1 - Nummer 5 a (neu). Er sieht vor, "Bemühungen zu unterstützen, um seltene Erbkrankheiten zu verhindern, die schließlich zur Ausmerzung dieser seltenen Krankheiten führen werden: a) durch genetische Beratung der als Überträger der Krankheit fungierenden Eltern und b) gegebenenfalls und unbeschadet der bestehenden nationalen Rechtsvorschriften und stets auf Freiwilligkeit beruhend - durch die Auswahl gesunder Embryos vor der Implantation ".

 

Trotz zahlreicher Stellungnahmen von Vertretern der organisierten Zivilgesellschaft, vor allem der Behindertenverbände, wurde dieser Änderungsantrag von einer deutlichen Mehrheit der Mitglieder des Europäischen Parlaments von Grünen, Sozialdemokraten, Liberalen und Kommunisten (!?) angenommen.

 

Mit der Einführung der Unterscheidung zwischen "gesunden" und "kranken" Embryos setzt das EU-Parlament wenige Wochen vor den EU-Wahlen am 6. Juni 2009 ein wichtiges Zeichen gegen den Respekt der menschlichen Würde und gegen die Prinzipien der allgemeinen Sozialethik.

 

Damit belebt das Europäische Parlament ebefalls die Ideologie des "lebensunwerten Lebens" ein, und führt diese Gesinnung in den gemeinschaftsrechtlichen Besitzstand ein.

 

Selbst wenn diese Entschließung des Europäischen Parlaments im Rahmen des Konsultationsverfahrens rechtlich nicht bindend ist, stellt sie doch ein wichtiges politisches Signal an den Ministerrat dar. Daher sollten alle interessierten Bürger ihre Regierung kontaktieren, um zu verhindern, dass der EU-Ministerrat diese Position des EU-Parlaments bestätigt.

Euro-Fam veröffentlicht hier exklusiv die Ergebnisse der namentlichen Abstimmung für Änderungsantrag 15 und die Schlussabstimmung. Diejenigen Abgeordneten, die jeweils dafür gestimmt haben, sollen bei den kommenden EU-Wahlen abgewählt werden. (www.euro-fam.org)


Gesetzentwurf gegen Spätabtreibung

Nach jahrelangem Tauziehen haben sich Politiker aus CDU/CSU, SPD und FDP auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf beim Thema Spätabtreibung geeinigt. Das teilten die Bundestagsabgeordneten Kerstin Griese (SPD), Johannes Singhammer (CSU) und Ina Lenke (FDP) mit. Ursprünglich wollten sie getrennt über ihre Entwürfe abstimmen lassen. Eine weitere Abgeordnetengruppe um die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Christel Humme und Irmingard Schewe-Gerigk (Bündnis 90/Die Grünen) will nun ebenfalls - entgegen ursprünglichen Planungen - einen Gesetzentwurf in den Bundestag einbringen.

 

Der Kompromiss zwischen Griese, Singhammer und Lenke sieht vor, dass Frauen, die kurz vor der Geburt ihres Kindes von einer möglichen Behinderung erfahren, eine qualifizierte Beratung vermittelt bekommen. Die Frau kann dieses Angebot allerdings auch ablehnen. Zwischen der Diagnose und der eventuellen Abtreibung muss eine Bedenkzeit von drei Tagen liegen. Verstößt ein Arzt gegen das Gesetz, drohen Bußgelder von bis zu 5.000 Euro. Im Gegensatz zu dem vorherigen Entwurf der Gruppe um Singhammer sieht der Vorschlag allerdings keine Dokumentationspflicht der Beratung vor. Zudem soll im Bundestag separat über eine bessere statistische Erfassung von Spätabtreibungen abgestimmt werden, da in diesem Punkt keine Einigung erzielt werden konnte.

 

Nach Ansicht von Griese schlägt der Kompromiss "zwischen den verschiedenen Positionen eine Brücke". Es gehe nicht um die Alternative Frauenrechte oder Lebensschutz. "Es ist möglich, beides zu vereinbaren", so die Vorsitzende des Familienausschusses im Bundestag. "Der neue Entwurf setzt eindeutig und ausschließlich auf Unterstützung und Hilfe für Frauen. An keiner Stelle werden die Rechte einer Schwangeren eingeschränkt." Die FDP-Politikerin Ina Lenke hofft, dass der Kompromiss nun noch vor der Bundestagswahl zur Abstimmung kommt. Dafür wolle sie sich einsetzen. Zudem wies sie den Vorwurf der Beratungsorganisation "Pro Familia" zurück, der Entwurf schreibe eine Zwangsberatung vor. "Es ist ein Angebot, keine Pflichtberatung", so Lenke gegenüber idea. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Singhammer wertete die Einigung als Erfolg. Man gehe davon aus, dass "fast alle Eltern" das Beratungsangebot annehmen werden.

 

Die Gruppe um die Abgeordnete Humme will gesetzlich festlegen, dass es vor jeder vorgeburtlichen Untersuchung ein Beratungsangebot geben muss. Ärzte sollen Frauen über Chancen und Risiken aufklären und auf die Möglichkeit einer psychosozialen Beratung hinweisen. Der Humme-Entwurf enthält keine 3-Tages-Frist, sondern schlage eine "ausreichende Bedenkzeit" zwischen der Diagnose und der möglichen Abtreibung vor. "Mit unseren Vorschlägen stärken wir die Information und Beratung der Schwangeren, ohne sie staatlich zu bevormunden", so Humme. Deshalb sei der Entwurf die "bessere Beratungsgrundlage". Ursprünglich hatte die SPD-Politikerin eine gesetzliche Änderung abgelehnt und lediglich Änderungen in den Mutterschaftsrichtlinien der Krankenkassen vorgeschlagen. Da dieser Vorschlag einigen nicht weit genug gegangen sei, habe man sich nun auf einen Gesetzentwurf geeinigt. (idea 22.04.09)

EU-Parlament entscheidet über Eugenik

Das EU-Parlament entscheidet am 24. April über einen Entwurf, der eugenische Praktiken in Europa einführen könnte. Mit unten wiedergebenen Brief rchtete sich der Leiter der Aktion SOS LEBEN an fast alle deutschen EU-Abgeordneten, mit der Bitte dem entwurf nicht zuzustimmen:

 

Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Europäischen Parlaments,
am Freitag, dem 24. April 2009, werden Sie in Strasbourg über den Entwurf einer legislativen Entschließung zu dem Vorschlag für eine Empfehlung des Rates für eine europäische Maßnahme im Bereich seltener Krankheiten abstimmen (Trakatellis-Bericht). Der Entwurf Ihrer Entschließung beinhaltet den Änderungsantrag 15 zum Paragraphen 1 Punkt 5 a (neu), der eugenische Praktiken in Europa wiederbelebt, um seltene Krankheiten zu bekämpfen, "gegebenenfalls und unbeschadet der bestehenden nationalen Rechtsvorschriften und stets auf Freiwilligkeit beruhend - durch die Auswahl gesunder Embryos vor der Implantation". Gewiss gehörte die Auswahl lebenswerter Embryonen zum Erbe Europas. Durch Stellungnahme des Europäischen Parlaments könnten sich die Mitgliedsstaaten heute jedoch gezwungen sehen, eugenische Maßnahmen unbeschadet der nationalen Rechtsvorschriften wieder einzuführen. Das ist nicht hinnehmbar. Wenige Tage vor den EU-Wahlen ist es ein fatales Zeichen, wenn sich das EU-Parlament für eugenische Praktiken ausspricht. Sollten Sie nicht lieber mit Nachdruck beweisen, dass das Europäische Parlament das Subsidiaritätsprinzip vor allem in so sensiblen kulturellen Bereichen wie der vorgeburtlichen Embryonenausleserespektiert? Ich bitte Sie inständig, Änderungsantrag 15 abzulehnen. Sollte dies nicht möglich sein, lehnen Sie bitte die gesamte Entschließung ab. Die Entschließung abzulehnen ist keine Tragödie, denn stellt nur eine Stellungnahme dar, welche juristisch nicht verbindlich ist. Dennoch würde sie in der derzeitigen Form ein verheerendes politisches Signal an den Ministerrat darstellen, dass das Subsidiaritätsprinzip bei einem so sensiblen kulturellen Thema wie dem Eugenismus ignoriert wird.

Mit Dank und herzlichen Grüssen


Kardinal Rouco gegen weitere Liberalisierung des Abtreibungsrechts

Die Spanier sollten den Wert des menschlichen Lebens wieder entdecken. Das meinte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Antonio Maria Rouco Varela, am Montag in einer Programmrede vor seinen bischöflichen Amtskollegen in Madrid. Der Erzbischof der Hauptstadt warnte die sozialistische Regierung Zapatero vor einer weiteren Liberalisierung des Abtreibungsrechts: Seit der Straffreiheit von Abtreibung im Jahr 1983 habe sich die Lage "sowohl in der Praxis als auch in der Gesetzgebung immer nur weiter verschlechtert". Der Kardinal kritisierte auch ein von den Sozialisten eingeführtes neues Schulfach, in dem viele Katholiken einen Versuch sehen, Schüler zu indoktrinieren.

 

"Spanien macht in den letzten Jahrzehnten einen Niedergang durch, was das moralische Bewusstsein von der Heiligkeit des menschlichen Lebens betrifft. Es geht darum, mit legalen Mitteln eine effektive Anerkennung jener fundamentalen ethischen Werte zu erreichen, die die staatliche Verfassung überschreiten, ihr vorausgehen bzw. sie stützen. Eine gute Idee scheint mir das Angebot eines juristischen Basis-Unterrichts über die Menschenrechts-Erklärung und die spanische Verfassung. Diese Perspektive könnte doch eine Lösung sein für die schweren Probleme, die das neue Schulfach namens "Staatsbürgerliche Erziehung" aufgeworfen hat."

 

Rouco Varela ging auch auf die schwere Wirtschaftskrise ein, die in Spanien die Arbeitslosigkeit auf den EU-Spitzenwert von fast 20 Prozent hochgetrieben hat. Zum Weltjugendtag, der 2011 in Madrid stattfinden soll, meinte er, das Ereignis werde "nicht nur ein Fest" für die jungen Leute, "sondern auch ein spiritueller Weg".

 

"Wie auch Papst Benedikt gesagt hat, geht es weniger um ein einmaliges Event, das mit ein paar intensiven Tagen vorbei ist. Stattdessen wollen wir einen Prozess, der nicht nur Organisation braucht, sondern auch innere Vorbereitung."

 

Die spanischen Bischöfe sind derzeit in der Hauptstadt zu einer Vollversammlung zusammengetreten. Sie dauert bis Freitag. (rv) 21.04.09


Regierung von Kansas unterzeichnet Ultraschall-Gesetz

Gouverneurin Kathleen Sebelius von Kansas (USA) unterzeichnete ein Gesetzesvorlage, nachder abtreibungswillige Frauen Ultraschallbilder ihres Kindes ansehen können, bevor die Abtreibung durchgeführt wird.
Das Gesetz, das am 1. Juli 2009 in Kraft tritt, sieht auch vor, dass die "Patientinnen" den Herzschlag des Kindes hören können.
Frau Sebelius unterschrieb ie Vorlage während sie die Bestätigung des U.S. Senats zu ihrer Nominierung als Gesundheitsministerin erwartete.
Der Gesetzentwurf soll das bestehende Gesetz verbessern, nach dem die Ärzte die Frauen umfassend informieren sollen, bevor sie eine Abtreibung durchführen.


Ich überlebte meine Abtreibung

Der u.a. Link führt zu einem Vortrag von Gianna Jessen in Australien, in dem sie erzählt, wie sie ihre eigene Abtreibung überlebt hat. (in englischer Sprache)

http://www.shininglamp.com/page2.html

 


Lateinamerika feiert am 25. März den "Tag für das Leben"

Der Schutz der Ungeborenen ist oberste Priorität

ROM, 24. März 2009 (ZENIT.org).- In den verschiedenen Ländern Lateinamerikas finden zahlreiche Initiativen zum Tag des Lebens am morgigen Mittwoch, den 25. März statt, in deren Mittelpunkt das Geschenk des Lebens und dessen Schutz in den verschiedenen Phasen steht.

In Peru wurde der Tag 2002 eingeführt. Mit Kundgebungen, Märschen und Gottesdiensten, bei dem die werdenden Mütter gesegnet werden, wird der "Tag des ungeborenen Lebens" begangen.

Als zentrales Thema für Kreuzwege sollten vor allem der Schutz des Lebens zu den Anliegen des Gebets gehören. Katholische Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Universitäten und Pro-Life-Organisationen sowie kirchliche Bewegungen gestalteten diese prophetischen Zeichenhandlungen.

Die Woche für das Leben und die Familie begann in Bolivien am 16. März in der Hauptstadt La Paz mit der Einweihung der Ausstellung "Maria Gravida" und einer Konferenz zum Thema "Das Gut der Ehe", gehalten vom Apostolischen Nuntius in Bolivien, Msgr. Giambattista Diquattro.

Die Initiative wurde vom Apostolat der Neuevangelisierung (ANE) angeregt, das als Ziel die Förderung der Achtung vor dem Leben, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, hatte sowie die Verteidigung des Wertes der Familie.

"Maria Gravida" ist eine Ausstellung die sich um die Schwangerschaft Mariens dreht. Elisa Lanza, ein Mitglied von ANE, hat erklärt, dass sich die Ausstellung an einem Buch von P. José Pontes inspiriert, das verschiedene Malereien enthält, die vom Apostolat der Neuevangelisierung reproduziert wurden, um diese Ausstellung zu verwirklichen. Sie wird für das Publikum die ganze Woche bis zum 25. März geöffnet sein.

Auch in Kuba finden Feiern des Tages für das Leben zunehmend Verbreitung. Aus diesem Anlass wurde ein Plakat an alle Diözesen des Landes verteilt und die Priester wurden gebeten, am Tag des Lebens und in den folgenden Sonntagsgottesdiensten an den Anlass zu erinnern. In der Erzdiözese Havanna fand eine ganze Woche für das Leben statt.


Südkorea startet Kampagne für das Leben

Massenmedien sollen mit Filmen zum Lebensschutz bedient werden

SEOUL, 25. März 2009 (ZENIT.org).- .- Mit einer Kampagne zur Achtung des menschlichen Lebens, von seiner Empfängnis an bis zu seinem natürlichen Tod sorgt die Katholische Kirche in Korea derzeit für eine Sensibilisierung der Bevölkerung.

Träger des Projektes, das besonders versucht, Einfluss auf die Massenmedien zu gewinnen ist die Kommission "Gerechtigkeit und Frieden" der Bischofskonferenz von Korea und die Kommission für das Leben der Erzdiözese von Seoul, meldete der Fidesdienst.

Das Projekt will mit der großzügigen Bereitstellung von Fonds für die Produktion von Filmen zur Gewissensbildung beim Thema Lebensschutz und zur Formung der öffentlichen Meinung in punkto Lebensrecht beitragen. Notwendigerweise müssen dafür die neuen Massenmedien benutzt werden.

Man wird bei der Produktion dem wachsenden Leben Aufmerksamkeit schenken durch Geschichten, die das Thema Abtreibung und Manipulation von Embryonen behandeln werden. Dazu sollen in ‚Dokumentarfilmen die Grundlagen und Motivationen der Lehre der Kirche im Bereich Bioethik erklärt werden.

Es wird andere Filme gehen, die sich um die Euthanasie drehen werden, um das Ende des Lebens und um die Todesstrafe, wobei man die Kampagne zur endgültigen Abschaffung der Todesstrafe verstärken will.

Eine Übersicht aller produzierten Filme und Videos wird für den 10. Oktober 2009 erwartet, dem internationalen Tag für die Abschaffung der Todesstrafe. Die koreanische Kirche überlegt weiterhin, Ressourcen und Aufmerksamkeit für die Fragen der Bioethik, der Verteidigung und Förderung des menschlichen Lebens zu investieren.

2008 hatte die Katholische Kirche in Korea ihren Willen verkündet, eine "Internationale Akademie" für das Leben einzurichten", die die Kräfte des östlichen Asiens vereinen und als Lokomotive für die medizinisch-wissenschaftliche Forschung dienen soll. Auf pastoraler Ebene sind die Gläubigen aufgefordert in ihrer täglichen Erfahrung und in der koreanischen Gesellschaft die Kultur des Lebens zu fördern und sich der zunehmenden Kultur der Todes entgegenzusetzen.


Abtreibung: Eine Klarstellung des Vatikans

Papst Benedikt hat keine Aussagen über jene Fälle gemacht, in denen Frauen durch die Fortsetzung einer Schwangerschaft in Lebensgefahr geraten würden. Das betonte der vatikanische Pressesprecher, Jesuitenpater Federico Lombardi, mit Blick auf Polemiken um die große Rede des Papstes über die Entwicklung Afrikas. Benedikt hatte sie am Freitag Abend in Luanda vor angolanischen Politikern und in Luanda akkreditierten Diplomaten gehalten. Dabei hatte er im "Palacio Presidencial" einerseits gefordert, dass die Afrikaner die Entwicklung des Kontinents selbst in die Hand nehmen, andererseits die Industriestaaten daran erinnert, dass sie seit Jahrzehnten versprochen haben, 0,7 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden. Im Zusammenhang mit der in Afrika verbreiteten Gewalt gegen Frauen war der Papst kurz auch auf politische Bestrebungen zur Förderung der Abtreibung eingegangen. Wörtlich sagte Benedikt XVI.: "Wie bitter ist die Ironie derjenigen, die Abtreibungen zum Mittel der Pflege der Gesundheit der 'Mütter' erheben wollen. Wie befremdlich ist die These, wonach die Unterdrückung des Lebens eine Frage von reproduktiver Gesundheit sei." Im Redetext des Papstes war in Klammern ein Hinweis auf Artikel 14 des "Protokolls von Maputo" enthalten. Das im Sommer 2003 verabschiedete Protokoll von Maputo umschreibt die "Frauenrechte" in Ergänzung zur "Afrikanischen Charta der Menschen- und Völkerrechte". Artikel 14 handelt von "Gesundheit und reproduktiven Rechten". Absatz 2 c besagt, dass die Staaten in Fällen von "Vergewaltigung, Inzest oder wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft die psychische und physische Gesundheit der Mutter oder das Leben der Mutter oder des Fötus gefährdet", die medizinische Abtreibung gewährleisten sollen. Die Formulierung entspricht UNO-Dokumenten, die von der katholischen Kirche wegen ihrer Unbestimmtheit immer abgelehnt wurden. Dementsprechend sagte P. Lombardi, dass internationale Gesundheitsprogramme für Frauen nicht zum Freibrief für Schwangerschaftsabbrüche als medizinische Dienstleistung werden dürften. Dabei handle es sich um ein "klassisches Thema", zu dem der Vatikan wiederholt Stellung bezogen habe, unter anderem vor den Vereinten Nationen selbst. Benedikt XVI. habe nichts anderes getan, als diese Position des Heiligen Stuhls in Erinnerung zu rufen. (kap) 21.03.09


Spaniens Elite macht gegen die Reform des Abtreibungsgesetzes mobil

Nie dagewesener Protest der biomedizinischen Forschung Spaniens für das Leben

 

MADRID, 21. März 2009 (ZENIT.org/ FIDESDIENST).- Es hieß zunächst "Manifest der Dreihundert" und wurde in "Manifest von Madrid" umbenannt, denn bereits vor der ersten Präsentation hatten sich rund tausend Universitätsprofessoren, Intellektuelle, Wissenschaftler, Akademiker und Experten aus dem Bereich der Genetik, der Embryologie, der Medizin, der Anthropologie, der Philosophie, der Biologie und der Histologie der Initiative angeschlossen. Der Text, der am 17. März in Madrid vorgestellt wurde verstehe sich als nie da gewesene Mobilisierung, die mit bewiesenen wissenschaftlichen Argumenten eine Antwort geben will auf die von der Regierung geplante Änderung des Abtreibungsgesetzes. Bei den Unterzeichnern handelt es sich um die Elite der biomedizinischen Forschung Spaniens und der ganzen Welt. Außerdem steigt die Zahl der Unterzeichner steig, womit alle Erwartungen der Initiatoren übertroffen werden.<>

Das Dokument "schützt das Menschenleben von der ersten embryonalen und fötalen Phase an und lehnt die Instrumentalisierung im Dienst lukrativer Interessen der Wirtschaft und der Ideologie ab". Wie der Genetikdozent Nicolas Jouve de la Barreda bei der Präsentation betonte, möchte man "das Unwissen der Gesellschaft im Hinblick auf die Achtung des Menschenlebens überwinden" und zu dessen Schutz führen die Unterzeichner rein wissenschaftlich Daten zum Prinzip des Lebens an.

Insbesondere erinnern sie an die Existenz einer umfassenden wissenschaftlichen Dokumentation, die besagt, dass "das Menschenleben zum Zeitpunkt der Empfängnis beginnt", wie dies Genetik, Zellbiologie und Embryologie beweisen.

In diesem Zusammenhang wird "das biologische Wesen des Embryos und des menschlichen Fötus" betont "unabhängig davon, wie sie entstanden sind, ob aus der natürlichen Fortpflanzung oder durch künstliche Befruchtung" und dass es sich bei einer Abtreibung nicht um "die ‚willentliche Unterbrechung einer Schwangerschaft' handelt, sondern um den einfachen und grausamen ‚Abbruch des menschlichen Lebens'".<>In diesem Sinn bekräftigte Monica Lopez Barahona, die das Studienzentrum "Bisosanitarios" leitet und als Beraterin für bioethische Fragen für die Vereinten Nationen Arbeitet, dass die Zygote von Anfang an "Anspruch auf dieselben Rechte wie alle anderen Individuen der menschlichen Spezies haben". Und es komme bei der Bestimmung der Zugehörigkeit zur menschlichen Spezies nicht "auf die Zahl der Zellen oder das Gewicht" an.

Die Unterzeichner des Manifests weisen außerdem darauf hin, dass "die Abtreibung ein Drama mit zwei Opfern ist: eines stirbt und ein anderes lebt weiter, und leidet unter den Folgen dieser dramatischen und unwiederbringlichen Entscheidung", weshalb sie die Frauen, die eine Abtreibung beabsichtigen dazu auffordern, sich mit den psychologischen Folgen einer solchen Entscheidung zu befassen.

Angesichts des Gesetzentwurfs der sozialistischen Parlamentsfraktion, fordern die Wissenschaftler eine "Regulierung zur Verhinderung des Missbrauchs und des Gesetzesverstoßes in Zentren, in denen Abtreibungen vorgenommen werden" und sie weisen darauf hin, dass "die Freiheit einer Gewissensentscheidung in diesem Bereich respektiert werden muss, da man niemanden zwingen kann, gegen das eigene Gewissen zu handeln".

Außerdem bekräftigen sie, dass "eine Abtreibung vor allem für ein junges Mädchen im Alter von 16 oder 17 Jahren besonders hart ist, das die Präsenz, den Rat und die Unterstützung seiner Eltern ablehnt und selbst darüber entscheidet, ob eine Schwangerschaft fortgesetzt wird oder nicht". Deshalb sei es unverantwortlich "wenn man ein junges Mädchen in einem so frühen Alter dazu zwingt, eine solche Entscheidung alleine zu treffen".

Antifa marschiert gegen betende Lebensrechtler - Randale in der Kirche und auf der Straße

Staatsfeindliche Parolen und linksradikaler Widerstand gegen Polizei in Münster

 

Die christliche Initiative "EuroProLife" rief zu einer Mahnwache für das Leben in Münster auf. An diesem Anti-Abtreibungs-Gebetszug beteiligten sich am Samstag, den 14. März, viele Vertreter christlicher Gruppen, darunter der Kardinal-von-Galen-Kreis, die Initiative "Nie wieder!", der KOMM-MIT-Verlag, die Marianische Liga, die Aktion "Kinder in Gefahr", SOS Leben sowie evangelikale Initiativen aus Holland.

Um 14 Uhr versammelten sich über 100 Teilnehmer zum Fürbitt-Gottesdienst in der Ägidii-Kirche. Die hl. Messe wurde von hereindringenden Randalierern lautstark gestört, die buchstäblich mit Kondomen um sich warfen.

Als die Teilnehmer sich nach dem Gottesdienst auf dem Kirchplatz sammelten und mit weißen Holzkreuzen durch die Innenstadt zum Dom ziehen wollten, wurde die Mahnwache von linksradikalen Chaoten stundelang gestört und blockiert, so daß sich die geplante Prozession, an der auch katholische Pfarrer, Patres und Ordensschwestern teilnahmen, notgedrungen in eine fromme Steh-Kundgebung verwandelte.

Die friedlichen Lebensrechtler, darunter viele Familien und jungen Leute, blieben betend und singend in der Nähe der Ägidii-Kirche stehen, während die Anhänger der "Antifaschistischen Aktion" mit lauten Parolen und Trillerpfeifen störten. Als sie versuchten, zu den Betenden durchzudringen, als die Situation für die christlichen Lebensrechtler bedrohlich werden konnte, bildeten zahlreiche Polizisten eine Sperrzone, um die Beter zu schützen.

Antifa-Gruppen hatten zuvor im Internet zu "kreativen Störaktionen" aufgerufen und das Motto ausgegeben: "Abtreibung ist Frauenrecht." - Auf der Webseite der "Antifaschistischen Aktion" war außerdem zu lesen: "Es wird am Samstag einen Ermittlungsausschuss geben, der sich um euch kümmert, falls die Polizei auf die Idee kommen sollte, Ärger zu machen und euch mit auf die Wache zu nehmen. Die Nummer könnt ihr an dem Tag selber erhalten."

Demnach hatten sich die Randalierer auf eine Konfrontation mit der Polizei eingerichtet. Stundenlang mußten sich die Lebensrechtler Parolen wie diese anhören: "Kein Gott - kein Staat - kein Patriarchat!" - "Mein Bauch gehört mir!" - "Ob Kinder oder keine - entscheiden wir alleine!" - Die Linksradikalen hielten zahlreiche Plakate mit einem durchgestrichenen Kreuz hoch, auch eine blasphemische Kruzifix-Karikatur war zu sehen.

Nachdem die Antifa trotz mehrerer Verwarnungen der Polizei ihre rechtswidrige Blockade gegen die Prozession der Lebensrechtler fortsetzte, kam nach 2 Stunden Störaktionen Polizei-Verstärkung aus anderen Städten Nordrhein-Westfalens angefahren. Insgesamt waren ca 20 Polizeiwagen und hunderte von Beamten im Einsatz. Um 17,30 Uhr hatten die Polizisten den harten Kern der Störer eingekesselt, so daß die Beter ihre Prozession zum Dom beginnen konnten.

Dort endete die Mahnwache für das Lebensrecht der Ungeborenen am Kardinal-von-Galen-Denkmal am Domplatz. Die Lebensrechtler bedankten sich bei der Polizei für ihren Einsatz zugunsten des Demonstrationsrechts und der Meinungsfreiheit - als Dank beteten sie ein Vaterunser für die hilfsbereiten Polizisten und ihre Familien.

Zum Abschluß segneten einige Priester gemeinsam die Schar der Beter, die sich trotz stundenlanger Antifa-Randale ihre Geduld und Sangesfreude nicht nehmen ließen, so daß angesichts der linksradikalen Parolen immer wieder das Loblied erklang: "Großer Gott, wir loben Dich!"

 

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

 

(News4Press.com)

Pressemeldung vom 14.3.2009

 

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Die Kirche in Spanien protestiert gegen die geplante Liberalisierung der Abtreibungsgesetze

Die kirchliche Kampagne hat den Titel "Schütze mein Leben". Auf Plakaten und in acht Millionen Broschüren erklären die Bischöfe ihren Einsatz für das werdende Leben. Zwischen der sozialistischen Regierung unter Joseluis Zapatero und der Kirche kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. (kna)rv 090316


Obama hebt Gewissensfreiheit auf

Die Vatikanzeitung ist beunruhigt über mögliche Änderungen von Normen rund um Abtreibungen in den USA. In seiner Dienstagsausgabe schreibt der „Osservatore Romano“, womöglich würden die Normen für Krankenhauspersonal schon bald geändert. Dabei könnten Regelungen wegfallen, die Ärzte oder Helfer schützen, wenn sie aus Gewissensgründen die Teilnahme oder Durchführung einer Abtreibung verweigern. Das Dekret mit dem entsprechenden Gewissens-Vorbehalt war von der früheren Regierung von George Bush nur zwei Tage vor dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Barack Obama in Kraft gesetzt worden. (apic) 090303

Barack Obama und die Frage des Lebensrechts

Appell des Weltverbands der Katholischen Medizinischen Vereinigungen

ROM, 3. März 2009 (ZENIT.org).- Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir eine eigene Übersetzung des Aufrufs des Weltverbands der Katholischen Medizinischen Vereinigungen („Fédération Internationale des Associations Médicales Catholiques“, FIAMC) zur Wahl von Barack Obama und die Frage des Lebensrechts in den USA.

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Bösartige Unterstellung

Medienberichten zufolge soll Augsburger Bischof Dr. Walter Mixa bei der CSU-Veranstaltung den Holocaust relativiert haben. Der Pressesprecher des Bistums Augsburg, Dr. Christoph Goldt, hat diese Medienberichte, "mit Empoerung" zurueckgewiesen. Von einer Relativierung des grauenvollen Unrechts gegen das jüdische Volk könne überhaupt keine Rede sein, heisst es in einer Pressemitteilung des Bistums vom 27. Februar. Mixa habe sich bei seiner Rede im Gegenteil in scharfer Form von der Leugnung des Holocausts durch den Separatisten-Bischof Williamson distanziert und den Mord an ueber sechs Millionen Juden als entsetzliches und absolut singuläres Verbrechen bezeichnet. Bischof Mixa habe dann in einem weiteren Zusammenhang des Themas "Ethik und Moral in der Politik" darauf hingewiesen, dass auch in der Gegenwart Verbrechen gegen das Leben begangen würden, die höchste Wachsamkeit erforderten, und dabei unter anderem auch auf die Zahl der Abtreibungen in den vergangenen Jahrzehnten hingewiesen, die nach Expertenschätzungen inzwischen neun Millionen ueberschreiten. Daraus eine Relativierung des Holocausts durch den Bischof zu konstruieren, sei "absurd und boesartig". Auch sei durch die Nennung der unterschiedlichen Zahlen in verschiedenen Sachzusammenhaengen keine Relativierung des Holocausts vorgenommen worden, so die Pressestelle des Bistums.

Kommentar zur Antwort der SPD-Bundestagsfraktion auf die Initiative der Aktion SOS LEBEN zu den Spätabtreibungen

Die Aktion SOS Leben führte eine Aktion zur Unterstützung des CDU-Gesetzesprojektes zur Begrenzung von Spätabtreibungen durch. Auf diese Aktion hat die SPD-Bundestagsfraktion mit einem 4-seitigen Brief geantwortet.
Der wichtigste Satz im Brief der SPD-Abgeordneten Christel Humme ist am Anfang der zweiten Seite: „(Der Vorstoß der CDU) legt den Schwerpunkt auf eine Gesetzesänderung, obwohl die bestehende Rechtslage zum Schwangerschaftsabbruch nicht eindeutiger sein könnte.“
Wir haben lange überlegt, ob die Aktion SOS Leben eine Postkartenaktion durchführen sollte, um das Gesetzesprojekt der CDU zu unterstützen. Schließlich haben wir es getan, denn die CDU-Initiative ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch abgesehen davon, ist wenig Positives über ihn zu sagen, denn die CDU will im wesentlichen etwas mehr Beratung einführen und die Dokumentationspflichten verschärfen. Das ist nicht viel aber möglicherweise werden dadurch weniger Spätabtreibungen vorgenommen.
Allerdings, und das ist das Positive, will die CDU diese Dinge durch eine GesetzesÄNDERUNG erreichen.
Die CDU sieht also ein, daß die Gesetzesnovelle von Anfang der 90er Jahre kein Dogma ist und man an ihr rütteln sollte, um insgesamt das Problem der Massenabtreibungen in Deutschland anzugehen.
Die SPD hat sich in den vergangenen Jahren immer gesträubt, dieses Thema anzugehen, weil sie eine erneute Debatte um den § 218 auf jeden Fall verhindern will. Eine Änderung, auch eine leichte, hätte die Debatte nochmals anstoßen können.
Das ist die allgemeine Sachlage.
Nun einige Anmerkungen zum Brief aus der SPD-Bundestagsfraktion:
1. Sich generell gegen Gesetzesänderungen angesichts einer – wie der SPD-Brief selbst behauptet – schrecklichen Realität auszusprechen, ist unverständlich. Wenn „Schreckliches“ passiert, muß man damit auch mit Gesetzen dagegen vorgehen. Vor allem in diesem Falle, denn die Spätabtreibungen sind eine Folge der Novellierung Anfang der 90er Jahre, denn zuvor gab es die Spätabtreibungen in dieser Form nicht: Wenn also die Liberalisierung des § 218 hinsichtlich der Spätabtreibungen ein wesentlicher Grund für die heutige Situation ist, wieso ist eine Gesetzesänderung um diese Abtreibungen einzuschränken so verkehrt? Die Antwort der SPD ist klar: Sie will keinerlei gesetzliche Einschränkungen für die Abtreibung aus ideologischen Gründen.
2. Der SPD-Brief behauptet, daß 80% der spät abgetriebenen Kinder gar nicht lebensfähig sind. Abgesehen davon, daß man dies gar nicht genau weiß (und deshalb die CDU die Dokumentationspflichten verschärfen will), muß man sich fragen, was mit den restlichen 20% passiert. In der Logik des SPD-Briefes müßte man die Spätabtreibungen komplett verbieten, falls alle oder die Mehrheit der Kinder lebensfähig wären. Abgesehen davon, kann man die Abtreibung, also den Tod, eines Menschen nicht moralisch verantworten, weil er (vielleicht) außerhalb des Mutterleibes nicht lebensfähig ist.
3. Es ist zwar richtig, daß die Behinderung eines Kindes nicht eine Abtreibung gesetzlich gerechtfertigt. Aber in der Realität ist das der wichtigste Grund für die Spätabtreibungen, denn die Frauen sagen dann, daß sie ein behindertes Kind psychisch nicht verkraften würden und somit ist deren Gesundheit gefährdet. Übrigens ist eines der Gründe der Ärzteschaft für die Forderung nach einer Gesetzesänderung die erhöhte Sicherheit hinsichtlich der Haftung. Ärzte wollen bei einer falschen Diagnose nicht haften, falls das Kind behindert ist und die Frau in diesem Fall abgetrieben hätte (Kind als Schaden).
4. Hinsichtlich der Zahlen kann man nichts Genaues behaupten. Der CDU Gesetzesvorschlag sagt hierzu: „„Für den Arzt ist nicht deutlich erkennbar, unter welcher der acht Rubriken der Embryozid oder Fetozid eingetragen werden soll. Insofern besteht die Befürchtung, dass aufgrund der fehlenden Eintragungsmöglichkeit des Embryozids oder Fetozids im Erhebungsvordruck die tatsächliche Anzahl der Abtreibungen und Spätabtreibungen statistisch nicht vollständig erfasst wird. Durch die Erweiterung der Erhebungsmerkmale werden Lücken der Statistik geschlossen und ihre Aussagekraft über die Art und Anzahl von Spätabtreibungen unter Wahrung des Datenschutzes gestärkt.“ (Auszug aus dem Gesetzentwurf).“
5. Die SPD will genauso wie die CDU mehr Beratung, aber ohne eine Gesetzesänderung.
Die CDU, bzw. die federführenden Abgeordneten, haben ein Gesetzesprojekt vorgelegt, das möglichst einfach für viele Abgeordnete anderer Fraktionen anzunehmen ist. In der Tat hat sich die ehemalige Familienministerin Renate Schmidt, SPD, für den CDU-Vorstoß ausgesprochen. Nach längerem Hadern hat dann die SPD ihren eigenen Text vorgebracht, wahrscheinlich um eine Mehrheit für das CDU-Papier zu verhindern.
Möglicherweise wäre seitens der CDU besser gewesen, ein Gesetzesprojekt mit eindeutigen Verbotsforderungen einzubringen. Dieses wäre nicht mehrheitsfähig gewesen, aber es hätte die Debatte um die Abtreibungen wesentlich stärker angeheizt. Viele Lebensrechtsgruppen hätten dann auch stärker Position bezogen und für das Projekt geworben. Das vorliegende Papier ist in den Forderungen zu minimalistisch und zudem ist das Beratungskonzept diskreditiert, denn von den Abtreibungen bis zur 12ten Woche weiß man, daß die Beratung die Zahl nicht gesenkt hat. Die Pflichtberatung war nichts anderes als ein Feigenblatt, damit die Novellierung vom Bundesverfassungsgericht akzeptiert wird.

Bischof Elio Sgreccia kritisiert US-Präsident.

Rom (kathnews). „Von allen Dingen, die er tun konnte, hat er das Schlechteste getan“, sagte der emeritierte Präsident der päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia, in einem Interview der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“. Das Massaker an den Unschuldigsten der Welt nehme seinen Fortlauf - so der Bischof. Scharfe Kritik kam auch von Bischof Rino Fisichella, dem jetzigen Präsidenten der päpstlichen Akademie für das Leben. Er verurteilte Obamas Vorgehen als äußerst ideologiebehaftet. Außerdem spräche sein Verhalten von einer Arroganz, die sich herausnehmen würde, über Leben und Tod zu entscheiden.
US-Steuergelder können durch die Annullierung der von Ronald Reagan 1984 eingesetzten Anti-Abtreibungsdirektive ab sofort für Abtreibungen eingesetzt werden. Ein weiterer Schlag für den Lebensschutz war die Bekanntgabe der US-Gesundheitsbehörde FDA Experimente mit embryonalen Stammzellen zu erlauben.
Den neuen Weg der US-Regierung auf Kosten der Ungeborenen bezeichnete Kardinal Justin Rigali, Vorsitzender der Lebensschutz- Kommission der US-Bischofskonferenz, als „sehr enttäuschend“.


 


US-Bischöfe befürchten negative Signale aus Washington

Thomas Wenski, Bischof von Orlando:
„Nicht nur wir Bischöfe befürchten, dass Obama den Lebensschutz lockern wird und das Abreibungsrecht liberaler als bisher gestalten möchte. Bereits als Senator hat er sich in dieser Hinsicht hervorgetan. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass ein Großteil seiner Wahlkampagne darauf ausgerichtet war, im bioethischen Bereich als ein entschieden liberaler Politiker aufzutreten. Das bedeutet aber für uns Bischöfe und Katholiken, dass wir gefordert sind, mit dem Präsidenten darüber offen zu sprechen und ihn zu überzeugen, welche Gefahren eine Änderung der Lebensschutzgesetze – nicht nur für die USA – mit sich bringen würden.” (rv) 22.01.09


Europaeisches Parlament mehrheitlich fuer Recht auf Abtreibung

Strassburg (ALfA). Von der Oeffentlichkeit nahezu unbemerkt hat das Europaeische Parlament am 14. Januar mehrheitlich einen Text des Berichterstatters Giusto Catania, Abgeordneter der Vereinigten Europaeischen Linken, Italien, zur "Lage der Grundrechte in der Europaeischen Union 2004 - 2008 (2007/2145(INI)" angenommen. Die Entschliessung fordert u. a. unter dem Stichwort "Recht auf reproduktive und sexuelle Gesundheit" faktisch ein Recht auf Abtreibung innerhalb der Europaeischen Union. Die Aussprache zum Bericht erfolgte bereits am 17. Dezember vergangenen Jahres.
 In der Entschliessung des Europaeischen Parlaments heisst es woertlich unter Punkt 60: "Das Europaeische Parlament betont, dass das Recht auf reproduktive und sexuelle Gesundheit staerker ins Bewusstsein der Oeffentlichkeit gerueckt werden muss, und fordert die Mitgliedstaaten auf, dafuer zu sorgen, dass Frauen ihre Rechte uneingeschraenkt wahrnehmen koennen, dass eine angemessene Sexualerziehung eingerichtet wird, dass Informationen und Einrichtungen fuer eine vertrauliche Beratung zur Verfuegung gestellt und die Moeglichkeiten der Verhuetung vereinfacht werden, damit jede unerwuenschte Schwangerschaft und illegale und gefaehrliche Abtreibungen verhindert werden koennen, sowie dass die Praxis der Genitalverstuemmelung von Frauen und Maedchen bekaempft wird." Unter Punkt 61 betont das Europaeische Parlament, "dass zu ethnischen Minderheiten gehoerenden Frauen unabhaengig von ihrem rechtlichen Status der Zugang zu oeffentlichen Mitteln gewaehrleistet werden sollte, um ihnen Zugang zu sicherer, gleicher, kulturellen Besonderheiten Rechnung tragender Gesundheitsfuersorge und zu damit verbundenen Rechten zu ermoeglichen, insbesondere zu sexueller und reproduktiver Gesundheit sowie damit verbundenen Rechten …"
 Das Europaeische Parlament stelle angesichts der Lage der Grundrechte in der Europaeischen Union fest, dass es auf vielen Ebenen Verbesserungsmoeglichkeiten und Handlungsbedarf gibt, heisst es an anderer Stelle. Die Europaeische Union beruhe auf einer Wertegemeinschaft sowie auf der Achtung der Grundrechte. Deshalb seien der wirksame Schutz und die Foerderung der Grundrechte die Basis fuer Demokratie in Europa. Berichterstatter Catania wies darauf hin, dass die Umsetzung der Grundrechte ein Ziel der gesamten europaeischen Politik sein muesse und dass die EU deshalb aktiv die Grundrechte foerdern und schuetzen und sie bei der Erarbeitung und Annahme von Rechtsvorschriften uneingeschraenkt beruecksichtigen sollte.
 Der Text enthaelt neben den Punkten zum "Recht auf reproduktive und sexuelle Gesundheit" zahlreiche weitere Ausfuehrungen, u. a. zur Sicherheitspolitik, zur Kontrolle der Geheimdienste, Diskriminierung von Roma, Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, Chancengleichheit sowie Immigration und Integration. Bei der Abstimmung votierten laut Europaeischem Parlament insgesamt 401 Abgeordnete fuer den Bericht, 220 dagegen, 67 enthielten sich der Stimme. Die "Society for the Protection of Unborn Children" aus Grossbritannien hat im Internet die namentlichen Abstimmungsergebnisse zusammengestellt und veroeffentlicht. Darin ist auch nachzulesen, wie die deutschen Europaabgeordneten gestimmt haben.

Liberalisierung der Abtreibung in den USA

Washington (ALfA). Die USA stehen naechste Woche moeglicherweise vor einer fundamentalen Liberalisierung der bisherigen Abtreibungsregelung. Konkret geht es um den so genannten "Freedom of Choice Act (FoCA)", einen Gesetzentwurf, der die Regelungen einzelner Bundesstaaten zur rechtlichen Beschraenkung von Abtreibungen aushebeln soll und ueber den der amerikanische Kongress am 21. Januar abstimmen soll. Dies berichtete das katholische Nachrichtenportal Kathnews.de online am 13. Januar. Vorausgesetzt, der Kongress stimmt dem FoCA zu, waere dann jedes Krankenhaus und jede Klinik dazu verpflichtet, Schwangeren eine Abtreibung zu ermoeglichen. Alle bisherigen Gesetze, die Medizinern und Pflegepersonal ermoeglichen, die Teilnahme an Abtreibungen aus Gewissensgruenden zu verweigern, wuerden aufgehoben werden. Kuendigungen von medizinischem Personal aufgrund einer lebensbejahenden Einstellung duerften dann keine Seltenheit mehr sein, erlaeuterte Kathnews.de die Konsequenzen. 30% der amerikanischen Krankenhaeuser seien in katholischer Traegerschaft. Ein Inkrafttreten des FoCA koennte fuer die amerikanischen Bischoefe die Schliessung von zahlreichen Krankenhaeusern bedeuten, heisst es weiter. Ausserdem wuerde dies die Annullierung des 2003 unter dem ehemaligen US-Praesidenten George W. Bush erlassenen Verbotes einer besonders grausame Abtreibungsmethode, der so genannten "Partial Birth-Abortion", d.h. der so genannten Teilgeburtsabtreibung, bedeuten (mehr zu Teilgeburtsabtreibungen unten). Des weiteren koennten kuenftig Minderjaehrige ohne Wissen der Eltern ihr Ungeborenes abtreiben lassen und mit Steuergeldern wieder vorgeburtliche Kindstoetungen finanziert werden.
 Der designierte US-Praesident Barack Obama hatte dem Bericht zufolge bereits lange vor seiner Wahl vor Abtreibungslobbyisten des "Planned Parenthood Action Fund" angekuendigt, als Praesident den "Freedom of Choice Act (FoCA)" zu unterzeichnen. Nach Schaetzungen des U.S. Census Bureau wuerde die Umsetzung des Gesetzentwurfes das Leben weiterer 125.000 ungeborener Leben kosten, so Kathnews.de.

USA Bürger gegen Abtreibung

Vier von fünf US-Bürgern sind der Meinung, dass Abtreibung in jedem Fall illegal beziehungsweise nur in spezifischen Fällen erlaubt sein sollte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Mitte Dezember durchgeführte Internet- Studie, die die Bischofskonferenz der USA in Auftrag gegeben hatte. Demzufolge sind elf Prozent der Amerikaner gegen jegliche Form der Abtreibung, während 38 Prozent sie in Fällen wie Vergewaltigung, Inzest oder Gefahr für das Leben der Mutter tolerieren würden. 33 Prozent würden eine Abtreibung nur in den ersten drei bzw. sechs Monaten der Schwangerschaft gutheißen. Die Bischofskonferenz wertet das Umfrageergebnis als deutliche Absage an US-Initiativen, die das Recht auf Abtreibung einfordern. (rv 05.01.09)


Deutschland: Bundestag debattiert über Spätabtreibungen

"Es müsste im Grunde genommen wieder zu der alten Regelung zurückgefunden werden, das wäre sicher schon ein echter Fortschritt." 

So kommentiert Karl Jüsten, Leiter des katholischen Büros bei der Bundesregierung, die aktuelle politische Debatte zur Spätabtreibung. Die Bundesregierung streitet seit langem über Maßnahmen zur Eingrenzung von Abtreibungen, die nach der 23. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden. Diese sind in Deutschland erlaubt, wenn akute körperliche oder seelische Gefahren für die Schwangere bestehen. Am heutigen Donnerstag wurde in Berlin erneut über das Thema beraten. 

"Für uns als Kirche ist natürlich problematisch, überhaupt zu selektieren zwischen behinderten Menschen und nicht behinderten Menschen. Nach unserer Auffassung darf im Grunde genommen gar kein Mensch abgetrieben werden. Und eine gesetzliche Regelung, die möglicherweise Vorschub leistet, dass ein Mensch aus dem Grund der Behinderung abgetrieben wird, ist natürlich für uns vollkommen undenkbar und abzulehnen." 

Jüsten fordert, das Abtreibungsrecht grundsätzlich neu zu überdenken. 

"Im Grunde genommen müsste der so genannte Kompromiss, der damals nach der deutschen Einheit gefunden wurde, wonach die Spätabtreibung als ein Sonderfall der medizinischen Indikation gewertet wurde, also als ein Sonderfall, wo die Notlage der Frau als Grund für eine Abtreibung angegeben wird, das müsste eigentlich grundsätzlich geändert werden." (rv 18.12.08)

Vatikan: Dokument zur Bioethik veröffentlicht

Der Vatikan hat an diesem Freitag eine lehramtliche Stellungnahme zu einigen Fragen der Bioethik veröffentlicht. Der Titel: „Dignitas personae“. „Jedem Menschen ist von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod die Würde einer Person zuzuerkennen“, unterstreicht die Kongregation für die Glaubenslehre im ersten Satz des 37 Punkte-Programms. Dieses Grundprinzip müsse im Mittelpunkt ethischen Nachdenkens über biomedizinische Forschung stehen.
Die Instruktion wurde in Zusammenarbeit mit der Päpstlichen Akademie für das Leben und einer größeren Anzahl von Fachleuten aus aller Welt verfasst. „Dignitas personae“ schließt inhaltlich und argumentativ an die Instruktion „Donum vitae“ vom 22. Februar 1987 an.
Zwanzig Jahre nach ihrer Veröffentlichung müsse „Donum vitae“ aufgrund der großen Fortschritte in der Biomedizin aktualisiert werden. Die neue Instruktion „Dignitas personae“ zeugt von wissenschaftlicher Genauigkeit und biomedizinischer Kenntnis. Der Vatikan wiederholt darin seine ablehnende Haltung zu Abtreibung, künstlicher Befruchtung und menschlichem Klonen. (rv 12.12.08)

Der Schutz des menschlichen Lebens gestattet keine Ausnahme

Luxemburg: Mit dieser Erklärung hat sich der luxemburgische Erzbischof Fernand Franck jetzt gegen die geplante Legalisierung der Sterbehilfe in seinem Land ausgesprochen. Er habe die Parlamentsabgeordneten aufgerufen, sich bei der erneuten Abstimmung am kommenden Donnerstag gegen das Sterbehilfe-Gesetz zu entscheiden, so die Katholische Nachrichtenagentur. Das Sterbehilfe-Angebot übe einen zu großen gesellschaftlichen Druck auf alte und kranke Menschen aus. Weiter sei jedem menschlichen Leben Sinn abzugewinnen, so Franck. - Bislang hat Großherzog Henri ein Inkrafttreten des Gesetzes verhindert. Am vergangenen Donnerstag hatte das Parlament eine Verfassungsänderung beschlossen, nach welcher er künftig kein Vetorecht mehr besitzt. (kna) 13.12.08


Euthanasie ist gewaltsamer Akt gegen das Leben

Luxemburg: Katholische Parlamentarier können nur Nein zur Legitimität der Euthanasie sagen

Erbischof Rino Fisichella, Vorsitzender der Päpstlichen Akademie für das Leben

ROM, 10. Dezember 2008 (ZENIT.org).- Wir verfolgen mit tiefer Sorge die Entwicklungen dieser Tage in Luxemburg, wo sich das Parlament anschickt, ein Gesetz über die Straffreistellung der Euthanasie und der Beihilfe zum Selbstmord zu verabschieden. Sollte dieses Gesetz tatsächlich durchgehen, würde sich Luxemburg selbst in den Schatten stellen und dort zu den wenigen anderen europäischen Ländern gesellen, welche auf traurige Weise den Weg für die Euthanasie geebnet haben.

So paradox es auch klingen mag, jedem wird zunächst der tief greifende Widerspruch auffallen, der darin besteht, dass gleichzeitig über Euthanasie und Palliativpflege diskutiert wird. Es handelt sich dabei, wie angemerkt, um einander in einem gewissen Sinne entgegengesetzte Lösungen.

Mit Palliativpflege wird nämlich der Patient im Endstadium behandelt, um ihm die Schmerzen zu nehmen; bei der Euthanasie hingegen wird die Medizin nicht zur Pflege und Schmerzlinderung genutzt, sondern um dem Patienten das Leben zu nehmen. Es ist also widersprüchlich, einerseits mit dem Gesetz über die Palliativpflege Mitgefühl zu zeigen und gleichzeitig mit einem anderen Gesetz über die Euthanasie das tragische Bild des Lebensendes so vorzuzeichnen, dass keine authentische Freiheit bleibt, der Unausweichlichkeit des Todes mit wahrer persönlicher Würde und der angemessenen Begleitung zu begegnen.

Eine Hand wird dem Patienten im Endstadium gereicht, indem man ihm gerade jegliche Schmerzen erspart, mit der anderen Hand setzt man durch die Einführung der Euthanasie als endgültige Lösung zum Todesschuss an. Das Leben ist kein verhandelbarer Vertragsgegenstand. Es wird unabhängig von jeglichem Gesetz der Menschen immer auf dem Grundsatz der Unabdingbarkeit beruhen, der durch keine politische Tätigkeit in seiner Unantastbarkeit und Heiligkeit gefährdet werden kann. Mehr

Gegen Euthanasie

Großherzog Henri von Luxemburg hat sich geweigert, ein Gesetz zu unterzeichnen, das  aktive Sterbehilfe durch einen Arzt erlauben soll. Im Februar hatte das Parlament das Gesetz mit knapper Mehrheit beschlossen. Der christdemokratische Premierminister von Luxemburg, Jean-Claude Juncker, will nun per Verfassungsänderung die Vollmacht des Herzogs einschränken, damit das Gesetz doch noch in Kraft treten kann. Luxemburgs Kirche hatte sich über das Euthanasie-Vorhaben sehr besorgt gezeigt. Nach Medienangaben zeigt sich der Großherzog mit einer Beschneidung seiner Macht einverstanden. Henris Geste hat ein Vorbild: den verstorbenen belgischen König Baudoin. Dieser war als König zurückgetreten und erst einige Tage später wieder in sein Amt zurückgekehrt, um ein Abtreibungs-Gesetz nicht unterzeichnen zu müssen. Ein ähnliches Verfahren ist in Luxemburg rechtlich offenbar nicht möglich. Der für den Lebensschutz zuständige Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Rino Fisichella, kritisierte die Pläne zur Verfassungsänderung. Luxemburg würde sich damit in den Schatten derjenigen Staaten stellen, welche das traurige Schicksal der Euthanasie akzeptiert hätten, so Fisichella gegenüber der italienischen Zeitung "l´Avvenire". (avvenire/rv) 05.12.08

 

Unterstützen Sie die Stellungnahme des Großherzogs. schreiben Sie eine e-Mail an

 

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SKH
Großherzog Henri von Luxemburg
B.P. 331
L-2013 Luxembourg


UNO: Vatikan weist Kritik zurück

Der Vatikan wehrt sich gegen "schwere Kritik" auf internationaler Bühne. Sie war laut geworden, weil der Heilige Stuhl nicht die französische Homosexuellen-Initiative bei der UNO unterstützt und nicht die Behindertenkonvention unterzeichnet. In einem Leitartikel seiner Zeitung "L'Osservatore Romano" vom Dienstag geht der Vatikan nun auf die Kritik ein.

Vorab betont die Autorin Lucetta Scaraffia: Die Kirche hat sich in einem Gutteil ihrer Geschichte als Institution der Nächstenliebe bewährt, die die Rechte der Schwächsten schützt. Wer das übersehe, zeichne ein Zerrbild. Der Heilige Stuhl leugne auch gar nicht, dass sowohl die französische Initiative für Homosexuelle als auch die Behindertenkonvention "viele positive Elemente" enthielten. Warum also trotzdem das Nein aus dem Vatikan? Weil die Homosexuellen-Initiative durch die Hintertür (sprich: durch eine "zweideutige Formulierung") eine "Ehe zwischen Homosexuellen" einführe - "und damit auch das Recht auf Adoption von Kindern durch solche Paare und auf künstliche Befruchtung für sie". Und weil die Behindertenkonvention "die Möglichkeit zur Abtreibung für Behinderte" festschreibe.

Dagegen stelle sich die Kirche, auch wenn sie im Gegenzug wüst beschimpft und ihr Bild in der Öffentlichkeit "manipuliert" und "schwer beschädigt" werde. Der Artikel wörtlich: "Das ist der Preis, den die katholische Kirche dafür zahlt, dass sie weltweit die einzige wichtige Institution ist, die sich in vernünftiger Weise gegen Praktiken wendet, die der Würde des Menschen widersprechen". Die Kirche sei auch die einzige, die "stets und ohne Furcht die wahren Opfer benennt": "Nicht nur die Homosexuellen, sondern auch die Kinder, die diese zu haben wünschen; nicht nur die Frauen, die abtreiben oder dazu gezwungen werden, sondern auch die Föten, denen das Recht verwehrt wird, zur Welt zu kommen; nicht nur die Kranken, sondern auch die Embryonen, denen man die Entfaltung ihres Lebens verweigert."

Nach dem Zusammenbruch der Ideologien sei der Glaube an die Zukunft mittlerweile von einer "ohnmächtigen Tyrannei des richtigen Fühlens" abgelöst worden, analysiert der Aufsatz in Anlehnung an den französischen Philosophen Marcel Gauchet. Gesucht werde heute nicht mehr nach Gerechtigkeit und Wahrheit, sondern nach der "Fähigkeit, sich als Opfer zu sehen". Der "Wettlauf um das Opfersein" aber - so das Vatikan-Urteil, das dem Essay seinen Titel gibt - "verdunkelt die Realität." (or) 10.12.08


Vatikan wird UN-Behindertenkonvention nicht ratifizieren

Rom. Der Vatikan kritisiert die Behindertenkonvention der Vereinten Nationen, die Ende 2006 von der Vollversammlung angenommen und bereits von mehreren Ländern ratifiziert worden ist. Der Heilige Stuhl wird die Konvention nicht ratifizieren, weil sie kein ausdrückliches Verbot von Abtreibungen enthält.

Kritisiert werden die Artikel 23 und 25 der Konvention. Im Artikel 23 werden die Rechte der Behinderten "auf familiäre Planung und auf Sexualunterricht" hervorgehoben. Mit Artikel 25 soll das Recht der Behinderten auf Zugang zu allen gesundheitlichen Dienstleistungen garantiert werden, "inklusiv jener, die die sexuelle Gesundheit betreffen".

Der Vatikan stemmt sich gegen den Ausdruck "sexuelle Gesundheit", weil in einigen Ländern diese Dienstleistungen auch die Abtreibung einschließen.

"Es ist tragisch, dass Missbildungen des Fötus als Bedingung für die Abtreibung betrachtet werden, wie eine Konvention vorsieht, deren eigentliches Ziel der Schutz der Behinderten vor Diskriminierungen sein sollte", kommentierte Radio Vatikan.

Die Konvention verpflichtet alle Unterzeichnerstaaten, gesetzliche und praktische Hürden für Behinderte abzubauen. Ein zusätzliches Protokoll gibt Gruppen und Individuen das Recht, in Fällen anhaltender Diskriminierung eine Kommission einzuschalten. Ein Gruppe internationaler Experten überwacht die Umsetzung der Konvention. (Quelle: Wiener Zeitung 04.12.08)


Streit über Statistiken zu Spätabtreibungen

In der britischen Regierung ist ein Streit um die Veröffentlichung von Statistiken zu Spätabtreibungen ausgebrochen. Wie die Zeitung "Sunday Telegraph" berichtet, weigert sich das Gesundheitsministerium, einer Anfrage der nationalen Datenschutzbehörde nachzukommen. Man habe Angst, die Privatsphäre der betroffenen Frauen zu verletzen, hieß es. Lebensschützer hatten die Daten unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz verlangt. Die vollständige Veröffentlichung der Abtreibungszahlen war 2005 eingestellt worden, nachdem die Abtreibung eines 28 Wochen alten Fötus wegen einer Gaumenspalte in der britischen Öffentlichkeit für einen Aufschrei der Entrüstung gesorgt hatte. Spätabtreibungen von Föten mit schweren körperlichen oder geistigen Abnormalitäten sind in Großbritannien noch bis kurz vor der Geburt legal. Kritiker fürchten, die Gesetzeslücke könnte künftig zur Tötung auch von Kindern mit leicht behebbaren Schönheitsfehlern wie Hasenscharten oder Klumpfüßen missbraucht werden. - Allein 2002 wurden in Großbritannien laut Bericht fünf Föten wegen einer Verformung der Füße abgetrieben, ein weiterer aufgrund einer Lippenkiefergaumenspalte. 2007 wurden demnach landesweit insgesamt 1.900 Schwangerschaften wegen Abnormalitäten abgebrochen, 648 davon nach der 20. Woche. (kna) 07.12.08


SPDler blockieren Gesetzesänderung

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat sich gegen neue gesetzliche Vorgaben für Spätabtreibungen gewandt. "Ich bin eigentlich der Auffassung, dass man gar nichts machen sollte", sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in Berlin. Der federführend von Unionsabgeordneten vorgelegte Gesetzentwurf ziele sogar in die falsche Richtung und erwecke teilweise den Eindruck, als ob eine absehbare Behinderung des Kindes einen Abbruch erlauben würde. (Anm. SOSL: Das die Justizministerin nicht weiss, dass es in der Tat so ist, ist schon erstaunlich...) Derweil wollte die FDP-Bundestagsfraktion am Dienstagnachmittag über einen eigenen Antrag beraten. Der Bundestag wird voraussichtlich am 18. Dezember mehrere Vorschläge zur Eingrenzung von Spätabtreibungen beraten. Dem soll im kommenden Jahr eine Anhörung folgen. Unionsabgeordnete wollen die Ärzte zu einer Beratung verpflichten und ihnen andernfalls ein Bußgeld androhen. Zudem wollen sie mehr statistische Erfassung von Spätabtreibungen. Eine Gruppe von SPD-Parlamentariern will zwar auch das Schwangerschaftskonfliktgesetz ändern, lehnt aber die Statistik ab (Anm. SOSL: Warum eigentlich?). Eine größere Zahl von SPD-Vertretern wendet sich gegen jede Gesetzesänderung. (kna) 02.12.08

Präsident Unruguays verbietet 12 Wochenfrist

In einem seltenen Schritt für ein südamerikanisches Land stimmte der uruguayische Senatam 11. November mit 17 zu 13 über die Entkriminalisierung der Abtreibung ab.

Die Neuregelung sollte die Abtreibung in Falle der Gefahr für die Gesundheit der Mutter oder des Foetus erlauben. Ebenso sollte eine Abtreibung in den ersten 12 Wochen unter bestimmten Bedingungen möglich sein, wie z.B. extreme Armut der Frau.

Doch zwei Tage nach der Abstimmung im Senat reichte der Präsident Tabare Vazquez sein Veto gegen das neue Gesetz ein. Das Veto des Präsidenten hat unwiderruflichen Charakter.

Tabare Vazquez ist selbst Arzt und hatte vorab schon gewarnt er werde sich gegen das "Gesetz für sexuale und reproduktive Gesundheit" stellen, weil es Elemente enthalte, "die ich philosophisch und biologisch ablehne", so der Präsident.

Die gegenwärtige Gesetzgebung verbietet Abtreibung unter Gefängnisstrafe für die Frau und die ihr bei der Abtreibung helfen. Sie ist nur erlaubt im Falle der Vergewaltigung oder wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. (BBC 14.11.08)


USA: Die Kirche und Obama

Auch Katholiken in den USA haben mehrheitlich Barack Obama gewählt. Das ergeben die Wähler-Analysen nach der Präsidentenwahl, die den Demokraten ins Weiße Haus bringt. Doch nicht alle in der US-Kirche sind begeistert von Obamas Sieg - die Lebensschützer etwa. Pater Frank Pavone ist Leiter der Lebensschutz-Gruppe "Priests for Life" und sagt über die Wahl Obamas unverblümt: 

"Das ist einer der größten Fehler, den das amerikanische Volk in seiner gesamten Geschichte gemacht hat. Und die vielen Gründe, aus denen das wahr ist, werden sich in den nächsten Monaten herausstellen. Der größte Grund dafür ist, dass wir jetzt einen Präsidenten haben, der nicht dazu fähig ist, den Unterschied zwischen dem Dienst am Volke und dem Töten des Volkes zu erkennen. Er ist, wie Sie wissen, ein brennender Befürworter des so genannten Rechts auf Abtreibung in allen neun Schwangerschaftsmonaten und egal, aus welchen Gründen. Wenn man nicht fähig ist, zu erkennen, wann das menschliche Leben beginnt, dann ist man nicht in der Position, ein Land zu regieren, das auf den Prinzipien der Menschenrechte gegründet wurde."

Für die Lebensschützer in den USA habe sich damit Wesentliches geändert, betont Pater Pavone in seiner Internet-Ansprache. 

"Wir haben in den letzten acht Jahren mit dem Präsidenten zusammengearbeitet; wir arbeiteten im Weißen Haus selbst, jetzt werden wir anfangen müssen, draußen vor dem Weißen Haus zu demonstrieren. Wir konnten mithelfen, Lebensschutz-Gesetze durchzubringen; jetzt werden wir versuchen müssen, Pro-Abtreibung-Gesetze zu blockieren. Viel hat sich also geändert. Es bleibt, dass das amerikanische Volk weiter in seiner Mehrheit für das Leben ist. Die Amerikaner sind nie den extremen Pro-Abtreibungs-Positionen von Obama und seiner Partei gefolgt, und sie werden das auch nie tun." (Siehe auch auf der Seite "Videos")

Aber auch dem Justitia-et-Pax-Bischof brennt als erstes Anliegen das Thema Lebensschutz unter den Nägeln. 

"Wir haben es zum Eckstein der Vereinigten Staaten gemacht, dass jeder gleich geschaffen ist - und doch haben wir systematisch einen ganzen Teil unserer Bürger ausgeschlossen. Ich spreche da von dem Horror von 40.-50.000 abgetriebenen Babys. Das ist ein extrem dunkler Fleck auf unserer Nation; er widerspricht, was wir zu sein behaupten, nämlich ein Volk, das jedem Freiheit verspricht. Wenn wir die Ungeborenen ausschließen, dann leben wir nicht das, was wir zu sein behaupten." (rv/kath.tube) 07.11.08


Nun sind 80 Bischöfe in den USA

Over 80 Bishops Say Abortion/Life Issues Defining Issues of Election

Klicken Sie hier

http://www.lifesitenews.com/ldn/2008/oct/08102710.html


Erzbischof von New York für das Leben

Kurz vor den Wahlen gibt der Erbischof von New York, Edward Kardinal Eegan eine Erklärung gegen die Abtreibung ab.

Lesen Sie im Original (englisch) hier

http://www.cny.org/archive/eg/eg102308.htm


50 US-Bischöfe sagen, Abtreibung sei das wichtigste Wahlthema

By Thaddeus M. Baklinski

October 24, 2008 (LifeSiteNews.com) - With only days remaining before the November 4 U.S. election, a tally has shown that over a quarter of America's bishops have published articles, issued statements or given interviews where they have declared that the most important issue for voters in their choice of a new president is the candidate’s stance on abortion.
The tally was put together by well-known Catholic journalist and blogger Rocco Palmo, and published in The Tablet, a Catholic periodical (See Rocco’s article here: http://www.thetablet.co.uk/article/12189).
Catholics across the nation have taken the message pro-life to heart, as their pastors have repeatedly called on them to make the right to life the defining issue and to vote accordingly.
Bishop Robert Hermann of St. Louis wrote in the archdiocesan newspaper last Friday that "the issue of life is the most basic issue and must be given priority over the issue of the economy, the issue of war or any other issue."
"Saving our children or killing our children. This," wrote the Bishop Hermann in the St. Louis Review, "is the overriding issue facing each of us. All other issues ... have to take second place to the issue of life."
Bishop Robert Finn of Kansas City-St Joseph wrote in his diocesan newspaper that "despite hardship, beyond partisanship, for the sake of our eternal salvation," Catholic voters "should never" support a candidate who favours the continued legalisation of abortion.
Bishops Kevin J. Farrell of Dallas and Keven W. Vann of Fort Worth issued a pastoral letter on October 8 which singled out abortion as the "preeminent intrinsic evil of our day," and again stressed that all other rights originate in the right to life.
"It is impossible to further the common good without acknowledging and defending the right to life, upon which all the other inalienable rights of individuals are founded and from which they develop," the bishops wrote.
Archbishop Charles Chaput of Denver made national headlines when he described Barack Obama as "the most committed abortion-rights presidential candidate of either major party since the Roe v. Wade abortion decision."
Archbishop Chaput later said that those Catholics who promote Obama as "this year's ‘real' pro-life candidate," are under a "peculiar kind of self-hypnosis, or moral confusion, or worse."
The determination of these bishops to reach Catholic voters appears to be paying off.
Investor's Business Daily and the TechnoMetrica Institute of Policy and Politics (IBD/TIPP) has released a tracking poll that shows a dramatic shift in opinion that may be a result of the bishops' guidance to their flocks.
IBD/TIPP reported on Thursday that McCain, who has repeatedly declared his pro-life stance on abortion, has cut into Obama's lead for a second day in a row and is now just 1.1 points behind. The spread was 3.7 on Wednesday and 6.0 on Tuesday.
Of particular note, however, the poll also shows that John McCain has gone from an 11-point deficit to a 9-point lead over Barack Obama among Catholic voters.
According to the Drudge Report, IBD/TIPP was the most accurate pollster for the 2004 election.

Quelle:  http://www.lifesitenews.com/  24.10.08


Erste Kapelle als Mahnmal gegen die Abtreibung

Am 24. August weihte der Generalvikar von Regensburg in Pösing eine Kapelle zum Gedenken an die Opfer der Abtreibung ein. Der Erbauer Franz Graf hat sie auf seinem eigenen Grund an einem Waldrand und vorwiegend in Eigenleistung errichtet.

Video

Feurige Lebensschutzpredigt
Am 24. August hielt der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs zur Einweihung einer Kapelle als Mahnmal gegen die Abtreibung ein Plädoyer für den Lebensschutz.

Video

Anzeige abgelehnt
Der Erbauer einer Lebensschutz-Kapelle in der Diözese Regensburg wollte die Einweihung in der Regionalzeitung bewerben. Dann kam ein Brief vom Anwalt.

Video


Osttimor sagt "Nein" zur Abtreibung

und schlägt ein Konkordat mit der katholischen Kirche vor. Ein neues Gesetz soll die Abtreibung, ausgenommen von Extremfällen, verbieten und bestrafen. Mit dem neuen Gesetz trifft die Regierung die christliche Auffassung vom Schutz des Lebens. Dies sei "ein wichtiger Schritt für die Demokratie in der timoresischen Gesellschaft", so der Premierminister des Landes, Xanana Gusmao. Auch hat die Regierung angekündigt, den Heiligen Stuhl um ein Konkordat zu bitten, um der Kirche im Land - 97% der Bevölkerung sind Katholiken - eine angemessene Anerkennung zu geben. (fides) 21.10.08

Abtreibungsdebatte in Großbritannien

Bischöfe rufen Katholiken zum Handeln auf

Dritte Parlamentslesung zu den neuen Gesetzesbestimmungen am 22. Oktober

 

LONDON, 17. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Die Katholiken sind gefordert, sich jetzt aktiv einzusetzen, denn andernfalls besteht die „tatsächliche Gefahr”, dass in Großbritannien die „Abtreibung auf Verlangen“ eingeführt wird.

Das ist zentrale Aussage eines zweiseitigen Merkblatts, das Erzbischof Peter Smith, Vorsitzender der Abteilung für christliche Verantwortung und Bürgerrechte („Department of Christian Responsibility and Citizenship“) der Bischofskonferenz von England und Wales, Ende September den Priestern hat zukommen lassen.

Er wies sie an, die dort angeführten Informationen noch vor der dritten Lesung der „Human Fertilization and Embryology Bill“ (des Gesetzes zur menschlichen Fortpflanzung und Embryologie), die am 22. Oktober im britischen Parlament stattfinden soll, in ihren Pfarreien zirkulieren zu lassen. Die Broschüre wurde als Publikation der Bischofkonferenz von England und Wales verteilt.

Die „Human Fertilization and Embryology Bill“ erlaubt die Schaffung von Mischwesen aus Mensch und Tier sowie die Schaffung von so genannten „Retter-Geschwistern”. Außerdem bestimmt sie, dass im Fall einer künstlichen Befruchtung Väter nicht unbedingt erforderlich sind, und setzt die Obergrenze für eine Abtreibung auf die 24. Schwangerschaftswoche.

Dem Gesetzesantrag wurde im Oberhaus (House of Lords) zugestimmt; das Unterhaus (House of Commons) hatte sich im Mai für die Hauptpunkte des Antrags ausgesprochen. Es debattiert zurzeit über die restlichen gesetzlichen Bestimmungen und befindet über Änderungen beziehungsweise Zusätze („Amendments“) zu dem beantragten Gesetz.

Die in der dritten Lesung des Gesetzes in diesem Herbst zur Debatte stehenden Zusätze könnten der „Abtreibung auf Verlangen“ rechtswirksame Geltung verschaffen. Sie gestatten nämlich eine Abtreibung mit Zustimmung nur eines Arztes (wobei auch Krankenschwestern und Hebammen Abtreibungen durchführen dürfen). Darüber hinaus soll das Recht der Ärzte auf Verweigerung aus Gewissensgründen, eine Abtreibung zu vereinbaren oder durchzuführen, abgeschafft werden.

„Es besteht die reale Möglichkeit, dass das derzeitige Gesetz geändert wird, um den Zugang zu einer Abtreibung leichter zu machen,“ schreiben diesbezüglich die Bischöfe von England und Wales.

„Die Kirche lehrt eindeutig, dass jedes Menschenleben von der Empfängnis an geachtet und geschützt werden muss. Das erste Opfer der Abtreibung ist das ungeborene Kind“, bekräftigen die Hirten. „Die Frau ist ebenfalls Opfer der Abtreibung, denn sie verliert ihr Kind, ist aber außerstande, wirklich zu trauern.“

Es sei dringend erforderlich, „praktische Wege zu finden, den Frauen beizustehen, damit sie nicht zu verderblichen, schlimmen Entscheidungen gedrängt werden, sondern ihnen geholfen wird, lebensbejahende Entscheidungen zu treffen“.

Die Bischöfe führen aus, dass das Abtreibungsgesetz aus dem Jahr 1967 mit seinem Zusatz (Amendment) aus dem Jahr 1990 bereits eine Abtreibung bis zur 24. Woche gestatte – unter der Bedingung, dass zwei Ärzte dem Verfahren zustimmen müssen.

Nun seien aber 23 Änderungsvorschläge zum zurzeit geltenden Gesetz eingereicht worden, die das Abtreibungsgesetz erneut verändern und die Abtreibung noch leichter zugänglich machen könnten.

Die Broschüre weist daraufhin, dass im Jahr 2007 in England und Wales 200.000 Abtreibungen durchgeführt wurden und dass über 80 Prozent der Briten der Auffassung sind, dass Mittel und Wege gefunden werden sollten, „durch die die Verbreitung der Abtreibung reduziert wird, und nicht solche Mittel, durch die diese noch gefördert wird“.

Das bischöfliche Schreiben enthält folgenden Appell: „Wenn Menschen, die ihrem Gewissen verpflichtet sind, nicht handeln, besteht die sehr ernste Gefahr, dass das Gesetz über Abtreibung noch schlimmer ausfallen wird, als es jetzt schon ist.“


Bischof Becker warnt vor Kultur des Todes

Die Einstellung zu Abtreibung und Sterbehilfe in der Gesellschaft nimmt eine erschreckende Wendung. Das sagte der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker am Donnerstag bei einem Gottesdienst. Seiner Meinung nach werde oft „unter dem Vorwand einer vermeintlichen Humanität” die unantastbare Würde des Menschen infrage gestellt. Christen dürften angesichts von Angriffen auf den Menschen zu Beginn und am Ende seiner Existenz nicht schweigen, so der Erzbischof. (kna) 17.10.08


Warnung vor mehr Abtreibungen

Vereinigte Staaten

Ein neuer pränataler Test wird die Zahl der Abtreibungen erhöhen. Davor warnten jetzt Lebensschützer aus den USA und Großbritannien. Allein die Blutprobe einer Schwangeren könnte künftig Auskunft darüber geben, ob der Fötus ein Down-Syndrom hat. US-Forscher haben dieses neue Verfahren entwickelt, das es möglich macht, ohne Gefährdung für das Ungeborene eine Fehlbildung zu erkennen. Wie die BBC berichtet, habe der Chef der Down-Syndrom-Gesellschaft in Großbritannien Bedenken über den neuen Test geäußert. "Es ist keine Frage, dass diese gefahrloseren Tests in wenigen Jahren eingeführt werden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass potentielle Eltern ausreichend über das Down-Syndrom informiert werden, bevor sie eine Entscheidung treffen." Umfragen haben ergeben, dass nur wenige Ärzte Frauen, deren Ungeborene mit dem Down-Syndrom diagnostiziert wurden, dazu ermutigen, die Schwangerschaft fortzuführen. (cna) 15.10.08


Statistisches Jahrbuch: Zahl der Spätabtreibungen steigt

Dienstag, 7. Oktober 2008
Berlin – Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland ist weiterhin rückläufig. Dies geht aus dem Statistischen Jahrbuch 2008 hervor, das der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, heute in Berlin vorgestellt hat.
Demnach wurden im vergangenen Jahr 116.871 Schwangerschaften abgebrochen. 2006 waren es noch 119.710. Die meisten Eingriffe registrierte das Statistische Bundesamt bei Frauen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren (27.727). 494 mal kam es zu Eingriffen bei Schwangeren, die 15 Jahre oder jünger waren. 
Die meisten Abtreibungen wurden zwischen der sechsten und achten Schwangerschaftswoche vorgenommen (39.696). 229 mal wurden Feten in der 23. Schwangerschaftswoche oder später abgetrieben. Das ist der höchste Wert seit der Neuregelung des Paragraphen 218 im Jahr 1995. Frauen ist es seither erlaubt, Feten unter bestimmten Voraussetzungen bis kurz vor der Geburt abzutreiben. mehr...

USA: Bischöfe gegen Gesetzentwürfe

Die Bischöfe vom Staat New York veröffentlichten jetzt ein Dokument mit dem Titel: "Unser geschätztes Recht, unsere feierlichen Pflichten". Damit antworten sie auf die aktuellen Diskussionen über Gesetzesentwürfe, die gleichgeschlechtliche Ehen ermöglichen oder Krankenhäuser dazu zwingen, Abtreibungen durchzuführen. "Das Recht auf Leben ist das Recht, in dem alle anderen Rechte münden. Oft wird dieses fundamentale Recht von Politikern missachtet, indem Ziele wie legale Abreibung, Euthanasie oder embryonale Stammzellenforschung unterstützt werden", heißt es in dem Schriftstück. Die Bischöfe fordern die Katholiken im Land dazu auf, die christlichen Einstellungen der Kandidaten vor der Wahl im Noevember genau zu prüfen. Am Ende des Dokuments präsentieren sie dazu eine Liste von "wichtigen Fragen" an Politiker. Diese beinhaltet unter anderem Fragen über das Recht auf Leben, den Schutz der Ehe und Religionsfreiheit. (cna) 03.10.08

Hier das Dokument im Original (englisch)
http://cny.org/archive/ld/ld1100308.htm


USA: Abtreibung im Wahlkampf

Fragen der sozialen Gerechtigkeit und der Wirtschaft sind zweitrangig im Vergleich zur Abtreibung. Dies sagt ein US-amerikanischer Bischof in der Schlussphase des Präsidentschaftswahlkampfs. Eine "gerechte Haltung" in Fragen der Bildung, Gesundheit, Migration, Steuern und Wirtschaft könne nicht als Gegengewicht dafür akzeptiert werden, dass andererseits "der Irrtum einer Missachtung des Wertes menschlichen Lebens vorliegt", so der Bischof von Scranton, Joseph Martino, in einem Hirtenbrief. Jüngst hatte bereits der amerikanische Kurienerzbischof Raymond Burke die US-Demokraten dafür kritisiert, dass einige ihrer Exponenten in der Abtreibungsfrage auf der Seite der "Pro Choice"-Verfechter stehen. (kap) 04.10.08


Protest in Australien

Tausende Christen verschiedener Konfessionen sind in Melbourne gegen eine Freigabe der Abtreibung auf die Straße gegangen. Das Parlament des Bundesstaats Victoria in Südaustralien berät an diesem Dienstag über eine Straffreiheit von Abtreibungen in den ersten 24 Wochen. In der Kathedrale von Melbourne trafen sich die Demonstranten mit Bischof Denis Hart zu einem Gebet für das Leben. Die katholische Kirche von Melbourne verspricht, allen Frauen beizustehen, die sich trotz großer Schwierigkeiten für eine Fortsetzung ihrer Schwangerschaft entschieden. Kirchliche Krankenhäuser und Gesundheitszentren stünden jedenfalls nicht für die Durchführung von Abtreibungen zur Verfügung - ganz gleich, was das Parlament in dieser Sache beschließe. (rv) 07.10.08


Einsatz für das Lebensrecht

Benedikt XVI. ermutigt südamerikanische Bischöfe zum Einsatz für den Lebensschutz. Sie sollten auch im politischen Raum und in den Medien eindeutig an den Wert des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod erinnern. Das meinte er heute in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo zu Bischöfen aus Uruguay. Jeder Bürger ihres Landes brauche "ein klares Bewusstsein davon, dass jede Person eine unverletzliche Würde besitzt". (rv) 02.10.08


Keine Forschung an Embryonen

Erzbischof Robert Zollitsch hat vor europäischen Bischöfen das Nein der Kirche zur Forschung an embryonalen Stammzellen erneuert. Die Verschiebung der so genannten Stichtagsregelung durch den deutschen Bundestag habe auf die bisher ausständigen Erfolge der Forschung an embryonalen Stammzellen keine Rücksicht genommen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz im ungarischen Esztergom bei der Vollversammlung des "Rates der Europäischen Bischofskonferenzen" (CCEE). Andererseits zeige die Forschung an adulten Stammzellen - bei der keine Embryos getötet werden - Erfolge. Deshalb müsse die Kirche in allen europäischen Ländern ihre Argumente immer wieder vorbringen, sagte Zollitsch. (sir)02.10.08

Widerstand gegen Abtreibung wächst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Russischen Föderation, die zu den Staaten mit den höchsten Abtreibungsraten zählt, wächst der Widerstand gegen Schwangerschaftsabbrüche. Die US-amerikanische Zeitung Los Angeles Times berichtet über Bemühungen von staatlicher und medizinischer Seite, die hohe Zahl von Abtreibungen zu bekämpfen. So habe die Regierung neue Beschränkungen der Spätabtreibung ab der zwölften Woche erlassen. Abgeordnete des russischen Parlaments forderten, Warnungen im Stil von Zigarettenhinweisen auf Abtreibungswerbung anzubringen. Auch in der Ärzteschaft würden zunehmend Bedenken laut. In einem Interview sagt eine Moskauer Gynäkologin, die Frauen sollten sich bewusst machen, dass ihr Tun Mord sei. Ein anderer Arzt wird mit der Aussage zitiert, die Haltung zur Abtreibung habe sich geändert; Ärzte versuchten die Patientinnen von Abtreibungen abzubringen. In Russland kommen 55 Abtreibungen auf 1.000 gebärfähige Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren. Im vorigen Jahr verzeichnete das Land erstmals seit Jahrzehnten wieder mehr Geburten als Abtreibungen. (idea) rv 24.09.08


Kardinal verzichtet auf Orden

Kardinal Jean Claude Turcotte gibt das kanadische Bundesverdienstkreuz, den "Order of Canada", zurück, um damit gegen die Ehrung eines Abtreibungsarztes zu protestieren. Der Erzbischof von Montreal hatte die hohe Auszeichnung 1996 erhalten. Eine weitere Medaille wurde im Juli diesen Jahres an den Abtreibungsarzt Henry Morgentaler verliehen. Diese Ehrung löste zahlreiche Proteste aus. "Bis zu diesem Moment dachte ich, dass der Order of Canada Menschen auszeichnet, die weitreichenden Zuspruch erhalten", so Turcotte in einem Interview. (rv) 18.09.08


1000 Kreuze Demo in Berlin

Mit 1000 weißen Holzkreuzen machten Lebensrechtler aus ganz Deutschland am Samstag in Berlin auf die ungeborenen Kinder aufmerksam, die an jedem Werktag durch Abtreibung getötet werden. Der Trauermarsch durch die Berliner Innenstadt verlief bis auf wenige Störaktionen friedlich und endete mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Hedwigs-Kathedrale.

Der Marsch begann mit einer Kundgebung am Roten Rathaus, in der Forderungen der deutschen Lebensrechtsbewegung zusammengefaßt wurden.

Dr. Claudia Kaminski, Vorsitzende der Lebensrechtsgruppe ALFA, betonte: "Die Tabuisierung des Abtreibungsgeschehens in Deutschland muss aufhören. Es geht um Hunderttausende Kinder, die nicht leben dürfen und Hunderttausende Frauen, denen im Schwangerschaftskonflikt nicht genug geholfen wird."

Erzbischof Zollitsch: Zwei besondere Anliegen

Lebensschutz und Familienpolitik

  

Bei dieser Gelegenheit möchte ich nur kurz für zwei Anliegen werben, die mir besonders am Herzen liegen.

Das eine Anliegen ist der Schutz des menschlichen Lebens von Anfang bis zum Ende. Die kontroversen Diskussionen beispielsweise über die Zulässigkeit der aktiven Sterbehilfe, die sogenannten Spätabtreibungen oder auch über den Umgang mit Embryonen zeigen erschreckend, wie sich die Auffassungen über die Menschenwürde und das Lebensrecht auch auf dem Fundament unseres Grundgesetzes zu verschieben drohen.

Das zweite Anliegen, das ich ansprechen möchte, ist die Familienpolitik. Familien brauchen die Unterstützung und das Engagement aller gesellschaftlichen Gruppen und staatlichen Organe. Die spezifischen Bedürfnisse von Familien werden nach meinem Eindruck bei Entscheidungsprozessen auf den unterschiedlichen Ebenen häufig nicht oder nicht genügend beachtet. Gemeinsam mit der Evangelischen Landeskirche in Baden haben wir als Erzdiözese Freiburg eine Erklärung zur Zukunft der Familie veröffentlicht, in der es heißt: "Nach wie vor wünschen sich die meisten jungen Menschen sowohl einen dauerhaften und verlässlichen Lebenspartner als auch Kinder, um als Familie gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Das Zusammenleben in Ehe und Familie bildet ein Gegengewicht zu den Umbrüchen der Erwerbs-Arbeitsgesellschaft, die Menschen in erster Linie nach Leistung und Erfolg beurteilt. Mit Ehe und Familie verbinden sich soziale und emotionale Werte wie Vertrauen und Verlässlichkeit, Verantwortung und Vergebung, Toleranz und Respekt. Hier machen Menschen die Erfahrung, um ihrer selbst willen angenommen zu sein. Auf diese Weise sind Ehe und Familie zentrale Orte, an denen in jedem Lebensalter Menschsein und Menschlichkeit erfahrbar und jeweils neu erlernt werden." Diesem Anspruch Rechnung zu tragen, ist unser aller Aufgabe; Familien zu fördern und zu unterstützen ist der Schlüssel, um die Tür für die Zukunft unserer Gesellschaft öffnen.

 

Grußwort beim St.-Michael-Jahresempfang 2008. Quelle: Zenit 20.09.08


In eigener Sache

Hubert Hüppe MdB: Eine Stimme der Ungeborenen im Bundestag

 

Bei manchen Lesern unseres letzten Aktionsbriefes vom August 2008, bezüglich der geplanten Erweiterung des Antidiskriminierungsgesetzes, soll der Eindruck entstanden sein, der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, einer der beiden Adressaten der Postkarten, setze sich nicht für das Recht auf Leben der Ungeborenen ein bzw. es in der Vergangenheit nicht getan habe.

Das ist natürlich nicht der Fall und wir bedauern, dass bei einigen Teilnehmern der Aktion dieser falsche Eindruck entstanden ist. Wahrscheinlich hatten sie keine Kenntnis über die Tätigkeiten des Herrn Hüppe.

Doch die Einstellung des Abgeordneten Hüppe hinsichtlich des Lebensrechts der Ungeborenen war immer lobenswert. Seitdem er Abgeordneter im Bundestag ist (1991), hat er die Stimme der Ungeborenen vertreten, nicht nur in Abstimmungen, sondern auch durch die Einführung wichtiger Gesetzesvorlagen.

Sein jüngster Gesetzentwurf, forderte die Abschaffung der umstrittenen Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen.

Dazu erklärte Hubert Hüppe: "Die Tötung menschlicher Embryonen ist Voraussetzung zur Gewinnung menschlicher embryonaler Stammzellen. Dies ist nicht vereinbar mit der Würde des Menschen."

Die Aktion SOS LEBEN der DVCK e.V. hat diesen Gesetzesentwurf ebenfalls mit einer Postkarten- und E-Mailaktion unterstützt. Leider fand er keine Mehrheit im Bundestag.

Seine letzten politischen Einsätze waren die Forderung nach ein Verbot der Euthanasie, sowie Verbesserungen des Gesetzentwurf zur Patientenverfügung, da die gegenwärtige Fassung das Lebens von Menschen mit Behinderungen, insbesondere Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung, gefährdet.

Der Abgeordnete Hubert Hüppe widmet sich intensiv der Politik für Menschen mit Behinderungen.

Ehrenamtlich ist er in Behindertenorganisationen und Lebensrechtsgruppen tätig. Für diese Aktivitäten erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

Auf Grund seines Engagements für das Lebensrecht der Ungeborenen und für die Behinderten wählte ihn die Aktion SOS LEBEN gerade deshalb als Adressaten der Aktion bezüglich der Erweiterung des Antidiskriminierungsgesetzes. Die Aktion SOS LEBEN fordert die Berücksichtigung der Ungeborenen in diesem Gesetz.


Petition ans Europaparlament

Der europäische Verband von Lebensschutz-Verbänden "Fefa" will sich mit einer Petition ans Europaparlament wenden. Dazu ist derzeit in den einzelnen EU-Mitgliedsländern das Sammeln von Unterschriften im Gang. Der Text der Petition bekräftigt das Lebensrecht jedes Menschen "von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod sowie die Rechte der Familie, die auf der Heirat von Mann und Frau gründet, als Kern der Gesellschaft und des Staates". Im Dezember soll die Petition in Brüssel eingebracht werden. (rv 13.09.08)


Regelung von Spätabtreibung

Das Kolpingwerk begrüßt die geplante gesetzliche Regelung von Spätabtreibungen. "Wir brauchen dringend einen besseren Schutz der Ungeborenen im Falle der Diagnose einer Behinderung oder schweren Krankheit", sagte Kolping-Bundesvorsitzender Thomas Dörflinger in Köln. Notwendig sei eine Beratungspflicht sowie eine Frist zwischen Beratung und Abtreibung. In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland Schätzungen zufolge jeweils rund 200 Kinder nach der 23. Schwangerschaftswoche abgetrieben, meist, nachdem Eltern von einer möglichen Krankheit oder Behinderung erfahren hatten. (kna) rv 080908

Neuregelung der Abtreibung in Spanien

Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, ist "betrübt" über die geplante Neuregelung der Abtreibung in Spanien. Abtreibung sei nicht bloß eine politische, sondern auch eine religiöse, kulturelle und soziale Frage, so der Kardinal im Wallfahrtsort Santiago de Compostela. Deshalb verdiene das Thema einen tiefgehenden Dialog. Das neue Gesetz soll im ersten Halbjahr 2009 vorgestellt werden und nach Angaben der spanischen Ministerin für Gleichberechtigung, Bibiana Aido, "die Rechte von Frauen, die abtreiben wollen, besser schützen". Das bisherige Abtreibungsgesetz ist seit 25 Jahren in Kraft. Es sieht einen straffreien Schwangerschaftsabbruch bis zur zwölften Woche im Fall einer Vergewaltigung vor. Missgebildete Föten können bis zur 22. Woche abgetrieben werden. Ohne zeitliche Begrenzung ist ein Spanien der Abbruch einer Schwangerschaft straffrei, die die physische oder psychische Gesundheit der Mutter beeinträchtigen könnte. Eine große Mehrheit der Abtreibungen fällt unter diese Indikation, die Abbrüche auch im achten Monat ermöglicht. (afp/ansa) rv 060908

Abtreibung in Europa

Alle 25 Sekunden wird in 27 Ländern Europas eine Abtreibung durchgeführt. Zugleich werden täglich drei Schulen geschlossen wegen Mangel an Schülern. Im Jahre 2004 wurden in Europa 1 235 517 Kinder im Mutterleib getötet; das entspricht im Durchschnitt 3 385 Abtreibung täglich. 19,4 Prozent der Schwangerschaften wurden in Europa im Jahr 2004 abgebrochen.

Spanien ist das Land, in dem die Abtreibungszahl in den letzten zehn Jahren am meisten gestiegen ist mit einem Anstieg 75 Prozent. Es folgen Belgien mit 50 und Holland mit 45 Prozent. In nur drei Ländern ist die Abtreibung verboten: Irland, Malta und Polen.

Abtreibung ist die Haupttodesursache in Europa und fordert mehr Opfer als Herzkrankheiten, Verkehrsunfälle, Drogen, Alkohol und Selbstmorde. Die Zahl der Abtreibungen ist auch höher als die durch Krankheit bedingten Sterbefälle.

Es sind die europäischen Institutionen, die die Abtreibung fördern und erleichtern. Nach einer Resolution des Europäischen Parlaments im Jahre 2002 über "Sexual- und Fortpflanzungsrechte" muss die Abtreibung als "europäisches Recht" angesehen werden; sie muss "legal, sicher und für alle zugänglich sein". Die Regierungen werden gebeten "in jedem Fall von einer Verfolgung von Frauen abzusehen, die eine illegale Abtreibung unternommen haben". Das EU-Parlament fordert auch die Mitgliedsstaaten auf, entsprechende Verhütungsmittel sowie Dienstleistungen für die Ausübung einer gesunden Sexualität "den ärmeren Bevölkerungsgruppen kostenlos oder zu sehr niedrigen Preisen zur Verfügung zu stellen". Es muss, so das Parlament, einen kostengünstigen Zugang zu den Eilverhütungsmitteln, wie die "Pille danach" gewährleistet werden, eine angebrachte Sexualerziehung garantiert werden, wie auch die Bereitstellung von Verhütungsmitteln für Kinder, ohne die Einwilligung der Eltern.


Abtreibungszahlen gestiegen

Die Zahl der Abtreibungen ist im zweiten Quartal 2008 wieder leicht angestiegen. Von April bis Juni wurden 29 400 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. 1,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2007. Bei 5 Prozent der Abtreibungen waren die Schwangeren jünger als 18 Jahre. 6 Prozent weniger als im zweiten Qaurtal 2007. Bei knapp drei Prozent der Fälle lagen medizinische oder kriminologischen Indikationen vor. (Statistisches Bundesamt, DW 12.09.08)

Bischof sieht Zusammenhang von Abtreibung und Gewalt

 

London (DT/KNA) Eine lässige Haltung gegenüber Abtreibungen ist nach Meinung des katholischen Bischofs von Lancaster mitverantwortlich für die zunehmende Gewalt unter britischen Jugendlichen. Junge Leute hätten den Respekt vor dem menschlichen Leben verloren, schreibt Patrick ODonoghue laut Tageszeitung "The Daily Telegraph" (Mittwoch) in einem Lagebericht zur Mission der katholischen Kirche. Durch die Legalisierung von Abtreibung trage der Staat daran eine bedeutende Mitschuld. Die "staatlich geförderte Todeskultur" habe seit 1967 gut fünf Millionen Kinder auf dem Gewissen, so ODonoghue. Die Abtreibungsdebatte in Großbritannien könnte sich im Oktober wieder entzünden, wenn das Embryonengesetz erneut dem Unterhaus vorgelegt wird.

Quelle DT 27.08.08


Hilfe in Not ist wichtig

Um Abtreibungen zu vermeiden, gilt es nicht zu richten und zu urteilen, sondern "klug und praktisch zu helfen". Daran erinnerte Kardinal Christoph Schönborn bei der großen Marienwallfahrt nach Levoca in der Ostslowakei. Es sei leicht, "gegen die Abtreibung" zu sein, betonte der Wiener Erzbischof; und es sei auch richtig, "gegen die Abtreibung" zu sein. Aber es genüge nicht. Kardinal Schönborn zitierte die selige Mutter Teresa von Kalkutta, die immer gesagt habe: "Tötet die Kinder nicht, gebt sie mir." Mutter Teresa habe nicht verurteilt, sondern geholfen. Viele Tausende Kinder seien auf diese Weise gerettet worden. Zugleich lud der Wiener Erzbischof die rund 500.000 Pilger in Levoca ein, für jene Frauen zu beten, die zu ihrem Kind nicht "ja" gesagt haben. Christus verurteile keine Frau, die diese Sünde begangen hat. Er helfe jeder, die Sünde zu bereuen und seine Barmherzigkeit und seine Vergebung zu erfahren. Kardinal Schönborn erinnerte an das Leid, die seelischen Qualen, die Selbstvorwürfe wegen der Sünde der Abtreibung: "Immer ist es eine tiefe Wunde, wenn eine Mutter ihr eigenes Kind nicht annehmen kann. Immer aber ist Jesus bereit, ihr zu verzeihen, wenn sie es bereut und um Verzeihung bittet." (kap) 080707

Für das Leben und gegen die Euthanasie

(news.stjosef.at, Dr. Marianne Hubert) Am 19. Februar 2008 hat das Luxemburger Parlament ein über den gesetzlichen Rahmen Belgiens und den Niederlanden inhaltlich hinausreichendes Gesetzes-Projekt zur Legalisierung der Euthanasie und des medizinisch assistierten Selbstmordes in erster Lesung angenommen (30 Ja-Stimmen, 26 Nein-Stimmen, drei Enthaltungen). Am gleichen Tag wurde auch ein Gesetz zur Palliativ-Versorgung angenommen. Der Staatsrat hat danach beiden Gesetzen die Dispens vor einer zweiten Abstimmung verweigert, weil beide Gesetze inkompatibel wären (was ja auch richtig ist). Abgestimmt worden wäre seit Februar ein zweites Mal dennoch schon lange, weil eine starke Lobby der Sterbebefürworter mit stark links gerichteter ideologischer Tendenz seit Jahren massiv am Werk ist, hätte sich nicht am 19. März eine zahlenmäßig starke Bürgerbewegung gegründet, die seither über die ethischen, gesellschaftlichen und intergenerationellen Auswirkungen der Euthanasie informiert. Die Gruppe "Pour la vie et contre l'euthanasie", die viele kirchliche Mitarbeiter/innen (Priester und Laien), Ärzte, Leute der Universität usw. versammelt, agiert insbesondere über die Presse, über Konferenzen und wirkt auf die Politik soweit es eben möglich ist. Die Initiatoren machen sich nichts vor: trotz des großen Einsatzes wird das Gesetz wohl im Herbst definitiv angenommen werden. Über die Homepage http://www.euthanasie.lu hat die Bewegung bislang fast 7300 Unterschriften gegen das Gesetz gesammelt. Wer sich der Petition anschließen will, kann auch online unterzeichnen.


Ärztekongress in Königstein

Vom 15. bis 17. August 2008 fand in Königstein im Taunus ein Kongress der Europäischen Ärzteaktion e.V. statt. Unter dem Motto "40 Jahre Humanae vitae, eine Bilanz" - "40 Jahre Königsteiner Erklärung" wurden die 1968 veröffentlichten Dokumente Papst Pauls VI. und der Deutschen Bischofkonferenz in Vorträgen und Gesprächsrunden ausführlich analysiert. Paul VI. setzte der Welt mit Humanae vitae ein prophetisches Zeichen, um die Liebe der Menschen gegen deren verführerischen Missbrauch zu schützen. Dem gegenüber bewirkte die Erklärung der deutschen Bischöfe, die eine Antwort auf die Enzyklika des Papstes war, gerade das Gegenteil, indem sie die Anwendung von Verhütungsmittel dem Gewissen eines jeden Einzelnen unterstellte.
Eine Resolution des Kongresses wird demnächst veröffentlicht.


Abtreibungsangebote im Internet

BILD berichtet über Abtreibungsangebote im Internet

Laut einem Bericht im Internetauftritt der Bild-Zeitung, nehmen die Angebote von Abtreibungen im Internet zu. Organisationen wie "Woman in Waves" vertreiben durch diesen Weg die Abtreibungspille Myfegine.

Das Angebot der Organisation richtet sich an Frauen in Ländern, in denen Abtreibungen ganz und gar verboten sind und somit illegal.

Bei "Online-Abtreibung" müssen die Frauen zunächst 25 Fragen online beantworten, die an Ärzte weitergeleitet werden.

Schließlich muß die Frau ihre Kontaktdaten angeben und 70 Euro "spenden". Innerhalb von drei Tagen soll dann eine Informations-E-Mail eines Arztes eingehen. Wenn dieser zustimmt, kommen nach weiteren zehn Tagen die Abtreibungspillen per Kurier, so der Bericht in BILD.

2000 Frauen ungefähr beantworten monatlich den Abtreibungsfragebogen. Meist kommen sie aus Entwicklungsländern oder aus katholisch geprägten Ländern wie Polen oder Irland. 13 Prozent aller Frauen, die die Pillen erhielten, benutzten sie allerdings nicht.

Neun Prozent der Frauen brauchen nach der "Online-Abtreibung" ärtzliche Hilfe.


Gedenken von "Humanae vitae" in den USA

Die US- Bischofskonferenz hat im Zusammenhang mit dem 40-Jahr-Gedenken von "Humanae vitae" eine einwöchige Bewusstseinsbildungskampagne für natürliche Familienplanung gestartet. Es gehe um eine Einladung, das "Bild Gottes von der menschlichen Sexualität" zu feiern und zu ehren, heißt es in einer Erklärung der Bischofskonferenz. In den Diözesen und Pfarrgemeinden werden Unterlagen und Seminare über natürliche Geburtenregelung und die entsprechende Lehre der Kirche angeboten. (kap 24.07.08)

Vatikan: 40 Jahre "Humanae Vitae"

Vor genau 40 Jahren - am 25. Juli 1968 - unterzeichnete Paul VI. die Enzyklika "Humanae Vitae". Der "L`Osservatore Romano" hat in seiner Freitagausgabe eine Sonderbeilage zum Jahrestag der bis heute vieldiskutierten Enzyklika publiziert. Der Chefredakteur der Vatikanzeitung, Gian Maria Vian, stellt in seinem Leitartikel fest, dass die Enzyklika noch immer ein "authentisches Zeichen des Widerspruchs" sei, an das man sich nicht gern erinnere, "zweifellos wegen ihrer anspruchsvollen Lehre, die sich gegen den Zeitgeist stellte". Die Enzyklika sei als "Pillenenzyklika" lächerlich gemacht worden, obwohl sie mit den "wichtigen neuen Erkenntnissen" des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Ehe übereinstimme, bedauert Vian. Die Enzyklika sei von den Polemiken gleichsam hinweggeschwemmt worden. Angesichts der neuen Entwicklungen der Biotechnik erscheine der Text von "Humanae Vitae" allerdings als "klarsichtig und prophetisch". Vian betont, dass die "beispiellose Opposition" gegen das päpstliche Dokument auch auf die "komplexe kulturelle Situation" jener Jahre zurückzuführen sei. Der Widerstand gegen "Humanae Vitae" habe Paul VI. jedenfalls bewogen, "nie mehr die feierliche Form der Enzyklika" für seine Lehräußerungen zu verwenden. Vian ist Historiker und Spezialist für das Pontifikat von Paul VI.

Erzbischof Rino Fisichella, der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, nennt Humanae Vitae einen "prophetischen Text":

"Paul VI. wollte vor allem einen Wunsch verwirklichen, den das Konzil ausgesprochen hatte. Wir sollten also vor allem die Kontinuität der Lehre von "Humanae Vitae" mit dem sehen, was die Konzilsväter gefordert hatten, nämlich eine ehrliche Aussage zur Weitergabe des Lebens. "Humanae Vitae" ruht auf zwei Prinzipien. Zum einen das Naturrecht, die wahre Anerkennung der Gleichheit der Personen im Respekt der natürlichen Ordnung, ohne zu irgendwelchen Techniken Zuflucht zu nehmen. Und zweitens eine Erinnerung an die Verantwortung. Vergessen wir nicht, dass "Humanae Vitae" von verantworteter Vater- und Mutterschaft spricht; es geht um eine Wahl, die nicht dem Zufall überlassen ist, sondern um eine verantwortliche Wahl. Ich glaube wirklich, dass diese Lehre doch sehr vorausschauend war."

Vor der Veröffentlichung der Enzyklika hatte eine vom Papst gebildete Kommission nicht zu einer einheitlichen Haltung zur künstlichen Empfängnisverhütung gefunden. Erzbischof Fisichella:

"Paul VI. hat lange überlegt, und meiner Meinung nach konnte er gar nicht anders, als dann das zu lehren, was in Kontinuität mit der bisherigen Lehre der Kirche immer und überall stand. Natürlich war in einem solchen Jahr 1968 ein solcher Text sofort ein Zeichen des Widerspruchs - aber der Papst hat mit großem Mut die Kontinuität der Tradition betont. Die Wahrheit wird nicht von der Mehrheit bestimmt, sondern sie bestimmt sich aus der Treue zum Evangelium und zur Lehre der Kirche."

Die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" hat an diesem Freitag eine Anzeige veröffentlicht, die den Titel "Offener Brief an den Papst" trägt. Darin üben kirchenkritische Gruppen Kritik an "Humanae Vitae". Vatikan-Sprecher Federico Lombardi hat auf die Anzeige mit einer harschen Erklärung reagiert. Darin spricht der Jesuit von "bezahlter Propaganda für Verhütungsmittel". Sie berühre nicht einmal entfernt die Kernfragen, die "Humanae Vitae" behandle.

"Außerdem ist der härteste Vorwurf, dass nämlich die katholische Position die Verbreitung von Aids begünstige und damit von Schmerz und Tod, eindeutig unbegründet. Die Verbreitung von Aids ist völlig unabhängig von der religiösen Konfession der jeweiligen Bevölkerung und vom Einfluss der kirchlichen Hierarchien; und eine Politik, die als Antwort auf Aids vor allem auf die Verbreitung von Kondomen setzte, ist weithin gescheitert. Die Antwort auf Aids braucht tiefer gehende und klarere Maßnahmen, und da ist die Kirche in vielerlei Hinsicht aktiv." (rv 25.07.08)


Ungeborenes soll Republik Österrreich klagen

Ein Vorarlberger Elternpaar will im Namen seines ungeborenen Sohnes die Republik Österreich verklagen. Das Kind wird Ende Juli mit einem offenen Rücken (Spina bifida) geboren werden; die 33-jährige Mutter und ihr Mann haben eine Abtreibung ihres Sohnes abgelehnt, berichten Tageszeitungen. Dieselbe Behinderung hat auch jener mittlerweile sechsjährige Bub aus Kärnten, der Anlass für ein umstrittenes "Kind als Schaden"-Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH) gewesen ist. Das Gericht hatte damals Eltern erstmals eine Entschädigung für die gesamten Lebenshaltungskosten des Kindes zugesprochen, das sie hätten abtreiben lassen, wäre die Behinderung während der Schwangerschaft erkannt worden. Dieses OGH-Urteil verletze das Recht des Kindes auf Leben, sein Recht auf Ehre und Achtung der Menschenwürde und das Recht auf Nichtdiskriminierung, sagen nun die Vorarlberger Eltern und ihr Anwalt. Es gehe bei der Klage nicht um Geld, Ziel sei es, "gesellschafts- und sozialpolitisch etwas in Bewegung zu bringen", erklärte der Anwalt der werdenden Eltern. (imabe) 14.07.08

Ungeborene haben Recht auf Leben in Brasilien

 

Das Abgeordnetenhaus hat einen Gesetzentwurf zur Legalisierung der Abtreibung zurückgewiesen. Der Entwurf sah vor, dass Abtreibung innerhalb der ersten 90 Tage der Schwangerschaft straffrei sein sollte; der Eingriff sollte in allen öffentlichen Krankenhäusern durchgeführt werden können. Die Justizkommission des Abgeordnetenhauses in der Hauptstadt Brasilia lehnte den Entwurf mit einer großen Mehrheit von 57 zu 4 Stimmen ab. Die Brasilianische Bischofskonferenz begrüßte die Zurückweisung des neuen Gesetzes. Auf diese Weise sei die Einstellung der Mehrheit der brasilianischen Bevölkerung respektiert worden; diese Mehrheit sei gegen die Abtreibung und für den Respekt des Lebens und seiner Würde, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. (kap) 14.07.08


Forschung an Mischwesen

Hören Sie hier eine Stellungnahme des Leiters der Aktion SOS LEBEN der DVCK ^ber die Forschung an Mischwesen.

           

 

 


Keine gesetzliche Änderung bei Spätabtreibung

Der Leiter des Katholischen Büros bei der Bundesregierung, Prälat Karl Jüsten, hat das Scheitern einer gesetzlichen Änderung bei Spätabtreibungen kritisiert.

Dass sich die große Koalition nicht auf eine gemeinsame Initiative habe verständigen können, sei außerordentlich zu bedauern, sagte er auf Anfrage am Freitag in Berlin. Es gebe einen breiten gesellschaftlichen Konsens von Kirchen, Ärzteorganisationen und Verbänden, dass die Politik dieses Thema angehen müsse. Jüsten dankte der Union für ihre Initiative zu einer gesetzlichen Regelung. Der vorliegende Entwurf einer begrenzten Änderung habe zwar sicher Schwächen, aber er gebe zumindest das Signal, "dass wir uns mit der jetzigen Abtreibungsregelung nicht zufrieden geben können". Die katholische Kirche werde nicht nachlassen, den Skandal der Abtreibung in Deutschland immer wieder auf die Tagesordnung zu bringen. Zuvor war bekannt geworden, dass die mehrjährigen Bemühungen der großen Koalition um strengere gesetzliche Regelungen bei Spätabtreibungen ergebnislos verliefen. Nach mehreren Anläufen habe die SPD auch einen letzten Versuch scheitern lassen, obwohl die Union auf jede Änderung im Strafgesetzbuch verzichtet habe, erklärte der CSU-Familienpolitiker Johannes Singhammer. (kna 28.06.08)


Irland und der Lissabonner Vertrag

Die Ablehnung Irlands des Lissabonner Vertrages ist aus der Perspektive des Rechts auf Leben der Ungeborenen positiv zu bewerten

 

Das Lebensrecht der Ungeborenen wird in der "Charta der Grundrechte der Europäischen Union", die Bestandteil des neuen EU Vertrages von Lissabon ist, noch weiter verwässert, als das schon bisher in Europa der Fall ist.

Die neue Charta der Grundrechte erleichtert es der Abtreibungslobby, den Druck auf die Politiker zu erhöhen, um noch mehr das Recht auf Leben der Ungeborenen einzuschränken.

Zur Zeit gilt für die Länder der Europäischen Union noch die sog. "Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten".

Dort wird das Recht auf Leben mit dem Artikel 2 geschützt: "Das Recht jedes Menschen auf Leben wird gesetzlich geschützt. Niemand darf absichtlich getötet werden ..."

In der neuen Charta Grundrechte der Europäischen Union, wie sie im Lissabonner Vertrag festgeschrieben wird, wurde dieser Artikel deutlich vereinfacht: "Jede Person hat das Recht auf Leben".

Auf den ersten Blick sieht das annehmbar aus.

Doch man muß die Details betrachten und dann erkennt man rasch, daß das Recht auf Leben der Ungeborenen in Europa noch ungeschützter sein würde, als es ohnehin schon ist.

Ein wichtiger Unterschied zur alten Fassung ist, daß man nicht mehr vom "Menschen", sondern von der "Person" spricht.

In vielen Ländern, auch in Deutschland, wird ein Mensch zur Person erst mit der Geburt.

Nach § 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches - BGB beginnt die Rechtsfähigkeit des Menschen mit der Vollendung der Geburt.

Durch das Ersetzen von "Mensch" durch "Person" in der Charta werden die Ungeborenen nicht mehr unbedingt in der Grundrechtecharta berücksichtigt, was die Haltung der Abtreibungsbefürworter erleichtert.

Aber nicht nur deshalb ist die neue Charta der EU schlechter.

In der alten Fassung der Konvention steht, daß "niemand absichtlich getötet werden darf".

Angesichts dieses Paragraphen stehen die Abtreibungsbefürworter zunächst in Erklärungsnot, wenn sie die ungeborenen Kinder im Mutterleib töten möchten.

Doch in der neuen Fassung wurde der Satz "Niemand darf absichtlich getötet werden" ersatzlos gestrichen, wodurch das Töten der Ungeborenen erleichtert wird.

Bei der Niederschrift der Fassung haben Abtreibungsgruppen sogar gefordert, daß die Abtreibung explizit als ein Recht anerkannt wird, doch man hat sich nicht getraut, so weit zu gehen.

Sie sehen selbst:

Die neue "Charta der Grundrechte der Europäischen Union" ist, verglichen mit dem Status Quo, eine Verschlechterung für das Recht auf Leben der Ungeborenen.

Dies kann gerade in Deutschland große Konsequenzen haben.

Denn hierzulande gilt nach wie vor, daß die Abtreibung eine "rechtswidrige" Handlung ist, auch wenn sie nicht bestraft wird, falls man einen Beratungsschein besitzt.

Rechtswidrig, aber straffrei: So hat das Bundesverfassungsgericht die Lage hinsichtlich der Abtreibung in Deutschland definiert.

Damit wird zugegeben, daß in Deutschland eine Anomalie im Rechtssystem besteht, die zur Tötung von Hunderttausenden von unschuldigen Menschen führt.

Allerdings erleichtert es den Kampf für das Recht auf Leben der Ungeborenen, wenn die Abtreibung nach wie vor als rechtswidrig gilt.

Mit der neuen "Charta der Grundrechte der Europäischen Union" könnte es aber früher oder später dazu kommen, daß diese Rechtswidrigkeit nicht mehr gilt, was den Kampf um das Lebensrecht erschweren würde.

Deshalb ist zu begrüßen, daß Irland NEIN zum Vertrag von Lissabon gesagt hat!

 

Kommentar von Mathias von Gersdorff/Kinder in Gefahr - DVCK e.V.


Hirtenbrief zum „Tag des Lebens“

Zum Schutz des menschlichen Lebens in all seinen Phasen hat der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari (Österreich) in einem Hirtenbrief zum „Tag des Lebens“ am 1. Juni aufgerufen. Die Christen seien „Freunde des Lebens“. Für den Schutz des Lebens müssten auch Allianzen mit Menschen und Institutionen gesucht werden, die nicht der Kirche angehören. Scharf kritisierte der Grazer Bischof auch die Embryonenforschung, die Embryonen herstelle, um sie zu zerstören oder die gar menschliche und tierische Organismen kreuze. All dies sei eine „Gestalt von Egoismus im Dienst eines technischen Fortschritts, der zugleich ein schwerwiegender antihumaner Frevel ist“. Diese Grenzüberschreitung werde nicht nur von bewussten Christen, sondern auch von vielen nicht religiösen Humanisten bekämpft. Der oft gehörte Hinweis auf die Natur, die einerseits mit ungeheurer Dynamik Leben hervorbringt und andererseits gleichgültig Leben zerstört, berechtige den Menschen nicht, die moralisch blinde Natur nachzuahmen. Kapellari: „Wir sind ja als Menschen einerseits Teil der Natur, stehen ihr aber andererseits mit dem Auftrag zur Verantwortung gerade auch für schwaches Leben gegenüber“.(kap 01.06.08)

"Hymne auf das Leben"

Zur Verteidigung des Lebens in all seinen Phasen hat der zweite Mann im Vatikan aufgerufen. In der Stadt Lemberg in der Ukraine sprach Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am Wochenende die Barmherzige Schwester Marta Wiecka selig. In seiner Predigt sagte er: "Der Mensch ist Körper und Geist. Wenn ihr Kranke pflegt, dann vergesst nicht, dass man für eine wahre und tiefe Heilung des ganzen Menschen auch an seine spirituellen Bedürfnisse denken muss. Wie wichtig ist für jeden Leidenden doch die Begegnung mit Gott! Wie wichtig ist die Verteidigung und Förderung der Kultur des Lebens und der Liebe! Man muss der Kultur des Todes etwas Wirkungsvolles entgegenstellen, ihren traurigen und besorgniserregenden Formen, unter denen ich den Anstieg der Abtreibungen und die Fälle von Euthanasie erwähne. Die neue Selige singt uns allen eine Hymne auf das Leben! Sie ruft uns auf, das menschliche Leben zu lieben und es zu verteidigen - in allen seinen Phasen, von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende."

Die Ukraine, wie auch das benachbarte Polen, haben hohe Abtreibungsraten. Eine britische Zeitung berichtete vor zwei Jahren, in der Ukraine würden abgetriebene Kinder verkauft - angeblich zur Verarbeitung in der russischen Kosmetik-Industrie.

(rv/tv pol 27.05.08)

Künstliche Befruchtung und Abtreibung in England

Alleinstehende Frauen und Lesben dürfen in Großbritannien künftig künstliche Befruchtungen ohne die bislang vorgeschriebene "Notwendigkeit eines Vaters" durchführen lassen. Einen Antrag, der für die Notwendigkeit von Mutter und Vater plädierte, lehnte das britische Unterhaus am Dienstagabend ab. In der Neuauflage des Embryonengesetzes scheiterte außerdem ein Versuch von Lebensschützern, die gesetzliche Abtreibungsfrist von 24 auf 22 oder weniger Wochen zu senken. Die Neuregelungen zur künstlichen Befruchtung bedeuten, dass ein Kind nun laut Gesetz nur noch ausreichende "elterliche Unterstützung" braucht, nicht aber eine Vaterfigur. Der ehemalige Parteiführer der Konservativen, Iain Duncan Smith, hatte für die Notwendigkeit von Vätern plädiert, da sich ihr Fehlen nachteilig auf Kinder auswirke. Gegner seines Antrags bezeichneten die bisherige Gesetzgebung laut BBC als "direkte Diskriminierung von lesbischen Paaren und alleinstehenden Frauen".

In der Abtreibungsdebatte lehnte das Unterhaus eine Reihe von Anträgen zur Kürzung der gesetzlichen Frist für Abtreibungen ab. Drei katholische Minister aus dem Kabinett von Premierminister Gordon Brown stimmten laut BBC für eine solche Kürzung auf zwölf Wochen. Der ranghöchste Vertreter der katholischen Kirche in England und Wales, Kardinal Cormac Murphy O'Connor, hatte sich noch kurz vor der Abstimmung vehement gegen Abtreibung ausgesprochen. In Großbritannien gibt es zurzeit pro Jahr rund 200.000 gemeldete Schwangerschaftsabbrüche. (kna 21.05.08)


Kirche protestiert gegen Pille danach in Chile

Der Staat missachtet seine Verpflichtung zum Schutz des Lebens. Das meint der Erzbischof von Santiago, Kardinal Francisco Javier Errazuriz, in einer Reaktion auf die geplante Wiedereinführung der "Pille danach" in Chile. Der Oberhirte kritisiert in seiner Stellungnahme eine Politik, die die Freiheitsrechte des Einzelnen über das fundamentale Recht auf Leben stellt. In Chile ist es staatlichen Krankenhäusern nicht gestattet, die "Pille danach" auszugeben. Das Medikament soll nach dem Willen von Präsident Michelle Bachelet nun aber in kommunalen Einrichtungen erhältlich sein. (cna 23.05.08)

 

Mit Unverständnis und scharfer Kritik reagiert die Kirche auf die angekündigte Verteilung der so genannten Pille danach durch die Kommunen. Mit dieser Entscheidung werde die sozialistische Regierung ihren Versprechungen in Sachen Lebensschutz nicht gerecht, erklärt Kardinal Francisco Javier Errazuriz aus Santiago de Chile. Das Verfassungsgericht hatte den Gesundheitsbehörden verboten, die Pille auszugeben. Daraufhin kündigte Präsidentin Michelle Bachelet an, es werde nach Wegen gesucht, dieses Verbot zu umgehen. (rv 24.05.08)


Soldaten sollen auch Verteidiger der Ungeborenen sein

Mit einem feierlichen Gottesdienst ist am Sonntag Vormittag die 50. Internationale Soldatenwallfahrt in Lourdes zu Ende gegangen. Der Eucharistiefeier stand Kardinal Schönborn vor, der in seiner Predigt die 25.000 Soldaten dazu aufforderte, "Verteidiger des Lebens" zu sein. "Seid Verteidiger der Schwachen, der Kranken, der Alten, der Behinderten, des ungeborenen Lebens", so Kardinal Schönborn wörtlich. Er unterstrich, dass wahrer Friede immer die Frucht der Gerechtigkeit sei. Und Gerechtigkeit müsse auf dem Respekt vor dem Leben und der menschlichen würde basieren. Die 25.000 Soldaten stammen aus rund 40 Nationen, unter anderem sind auch Schweizer Gardisten dabei.

Am Samstag hatte der deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Jung das Engagement der Soldaten gewürdigt und sie zum Einsatz für den Frieden aufgerufen. Jung eröffnete im Zentrum des südfranzösischen Wallfahrtsortes im Beisein des deutschen Militärbischofs Walter Mixa das "Dorf der Friedensstifter". Jung zeigte sich beeindruckt:

"50 Jahre Soldatenwallfahrt hier in Lourdes bedeuten auch 50 Jahre Völkerverständigung, Gemeinschaft und Gebet für den Frieden. Und viele Soldatinnen und Soldaten von uns sind im Ausland im Einsatz und leisten hier einen Beitrag für den Frieden. Deshalb finde ich, dass dieses Forum des Friedensdorfes, das in Diskussionen, aber auch im Gebet für den Frieden wirken soll, einen wichtigen Beitrag leistet."

Bei jedem offiziellen Anlass, von der Eröffnungsparade am Freitag bis zur großen Abschlussmesse am Sonntag stellen sie eine Ehrenformation und sind an vorderster Stelle mit dabei: die Schweizergardisten aus dem Vatikan. Zwanzig Mann stark ist die diesjährige Abordnung aus dem Vatikan.

(rv 25.05.08)


Geburtenrate in Europa

Laut dem "Bericht 2008" des Instituts der Familienpolitik (IPF) über die Entwicklung der Familie in Europa, fällt die Geburtenrate weiterhin ständig ab. In 2007 verringerte sich die Zahl der Geburten um 5,2 Millionen Kinder im Vergleich zu 1982. Die Fruchtbarkeitsziffer fiel zurück 1,52 Kinder pro Frau zurück, und das mittlere Mutterschaftsalter verrückte sich auf 30 Jahre nach oben. 1,17 Millionen Abtreibungen wurden im Jahre A.D. 2007 durchgeführt, genauer gesagt hat man die Babys in die medizinischen Müllcontainer der Privatkliniken und Krankenhäuser, wenn nicht in deren Crematoriumsöfen, geworfen - oder noch schlimmer: an kosmetische und andere geldgierige Labors ausgeliefert. 3200 Babyleiber, die pro Tag zerrissen, zermalmt oder vergiftet werden! 1,17 Millionen Babys? Das entspricht der Bevölkerung von ganzen Ländern der Europäischen Union, wie Zypern oder Slowenien. Auf der Karte ausgetilgt! Und dies geschieht Jahr für Jahr, immer weiter. Frankreich steht leider an der Spitze dieser Hekatombe mit mehr als 206.000 Abtreibungen, England 194.000, dann Rumänien 150.000, Italien 129.000, Deutschland 119.000 und Spanien 101.000, ohne zu berücksichtigen, dass diese Zahlen künstlich verringert wurden, besonders in Frankreich, wo man keineswegs die Zehntausende von Abtreibungen infolge der "Pille vom nächsten Tag", oder auch jener unzähligen Pillen, die man zynisch "antikonzeptiv" nennt, in die Abtreibungsziffer einbezieht. Der IPF-Bericht stellt klar heraus, dass die Abtreibung, sogar mit jenen verringerten offiziellen Zahlen, die erste Ursache der europäischen Sterblichkeit darstellt. Man kann das den Selbst-Genozid Europa's nennen. Wer spricht darüber? Wer schreit diese Tatsache im Europäischen Parlament, im Europarat oder in Fernsehen hinaus? Niemand.  Nur unser Heiliger Vater erhebt seine warnende Stimme - und seinen Finger - , und viele Leute antworten amüsiert: "Was hat der denn in unseren Schlafzimmern zu suchen?!" - (ru; vgl. M.P. 17. Mai)

Erweiterung der Antidiskriminierung in der EU

Europäisches Parlament fordert Erweiterung der nationalen Antidiskriminierungsgesetze

 

Nur Ungeborene darf man weiterhin töten

 

Das EU-Parlament fordert eine "umfassende Richtlinie" für die Bekämpfung von Diskriminierung. Eine "Hierarchie" der verschiedenen Formen von Diskriminierung dürfe es nicht geben, alle Diskriminierungen müßten mit derselben "Unnachgiebigkeit" bekämpft werden.

 

Über die Diskriminierung von Ungeboren, die ohne weiteres abgetrieben werden dürfen, wurde kein Wort verloren.

 

Das EU-Parlament erinnert die Kommission an ihre "Verpflichtung", eine "umfassende Richtlinie" zu unterbreiten, die Behinderung, Alter, Religion oder Glauben und sexuelle Orientierung abdeckt. Auf diese Weise werde das Paket von Antidiskriminierungsgesetzen gemäß Artikel 13 des EG-Vertrags vervollständigt.

 

Diese Richtlinie gilt allerdings nicht für ungeborene Kinder, die eine Behinderung haben. Diese dürfen in manchen Ländern, wie beispielsweise in Deutschland, bis unmittelbar vor der natürlichen Geburt getötet werden.

 

Die Abgeordneten sind besorgt über die in einigen Mitgliedstaaten bestehenden Mängel bei der Umsetzung und Anwendung der Richtlinien "zur Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes ohne Unterschied der Rasse oder der ethnischen Herkunft" und "zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf".

 

Um Diskriminierung vorzubeugen, sollten Sanktionen im Falle von Verstößen gegen nationale Vorschriften "effektiv, verhältnismäßig und abschreckend" sein.

 

Die Richtlinie wurde mit 362 Ja-, 262 Nein-Stimmen und 56 Enthaltungen angenommen.

 

(sosleben 080520)


Papst: Großer Aufruf zum Schutz des Lebens

Am 22. Mai vor dreißig Jahren wurde in Italien die Abtreibung liberalisiert - und bis heute ist die gesellschaftliche Debatte über den entsprechenden Paragraphen 194 nicht abgerissen. An das Datum erinnerte an diesem Montag auch Papst Benedikt, als er das italienische "Movimento per la vita", die nationale Bewegung für das Leben, im Vatikan empfing. Sie will in den nächsten Tagen und Wochen mit einer Vielzahl von Veranstaltungen die Italiener für das Thema Lebensschutz sensibilisieren.
In seiner Ansprache meinte der Papst: "Wenn man die letzten drei Jahrzehnte überschaut und dann sieht, wo wir jetzt stehen, dann kommt man nicht um die Feststellung herum: Es ist heute praktisch schwieriger geworden, das menschliche Leben zu verteidigen, weil eine Mentalität entstanden ist, die seinen Wert allmählich herabstuft und ihn dem Urteil des Einzelnen anheim stellt. Daraus ist ein schwindender Respekt für die menschliche Person entstanden - für einen Wert also, der die Basis allen zivilen Zusammenlebens ist, ganz unabhängig vom religiösen Bekenntnis des Einzelnen.

Natürlich sind die Gründe, die zu einer schmerzlichen Entscheidung wie der Abtreibung führen, vielfältig und komplex. Die Kirche erfüllt den Auftrag ihres Herrn, wenn sie unermüdlich wiederholt, dass der heilige Wert jeder menschlichen Existenz seine Wurzeln im Plan des Schöpfers hat. Auf der anderen Seite ermutigt sie jede Initiative, die Frauen und Familien hilft, um Bedingungen zu schaffen, die für die Aufnahme des Lebens günstig sind, und um die Einrichtung der Familie zu schützen, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau ruht. Dass Schwangerschaftsabbrüche (legal) erlaubt wurden, hat nicht nur die Probleme, unter denen viele Frauen und Familien leiden, nicht gelöst - es hat auch unseren ohnehin schon gebeutelten Gesellschaften eine neue Wunde zugefügt."

Es gebe, so Papst Benedikt, auch heutzutage immer noch viele Probleme, die es jungen Leuten schwer oder sogar unmöglich machen, zu heiraten und eine Familie zu gründen: "Kein sicherer Arbeitsplatz, Gesetze, die Schwangerschaft nicht wirklich schützen, fehlende finanzielle Hilfen für Kinder - das sind einige Hindernisse, die den Wunsch nach fruchtbarer Liebe zu ersticken scheinen und immer mehr Misstrauen zur Zukunft schüren. Darum muss der Schutz des Lebens und die prioritäre Aufmerksamkeit für die Familie neu ins Zentrum gerückt werden... Es muss konkret bezeugt werden, dass der Respekt vor dem Leben die erste Gerechtigkeit ist, die es herzustellen gilt."

Ausdrücklich ermunterte der Papst die Lebensschützer, sich auch in der Politik als Lobby für das Leben zu engagieren.

"Der Einsatz für die Menschenrechte bleibt die effizienteste Strategie... Darum ist euer Einsatz im politischen Raum, um dem Wort "Menschenwürde" die volle Anerkennung zu sichern, nur zu begrüßen. Mit eurer Initiative im Petitions-Ausschuss des Europa-Parlaments bekräftigt ihr (u.a.) die fundamentalen Werte des Rechtes auf Leben von der Empfängnis an und die Rechte der Familie, die auf der Ehe von Mann und Frau beruht... Das zeigt ein weiteres Mal, wie solide euer Engagement ist und wie es im Einklang mit dem Lehramt der Kirche steht, die diese Werte immer als nicht-verhandelbar proklamiert und verteidigt." (rv 12.05.08)


Der neue Bischof von Limburg

Die FAZ führte mit dem designierten Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, drei Wochen vor seiner Amtseinführung ein Interview. Hier zum Thema Lebensrecht und Familie:

FAZ: Bei Ihrem ersten Besuch nach Ihrer Ernennung sprachen Sie im Dezember in Limburg von „vielen gesellschaftlichen Veränderungen, die uns als Kirche herausfordern“. Was sind die wichtigsten Herausforderungen?
Bichof Tebartz-van Elst: Die Kirche muss in der Gesellschaft so etwas wie das moralische Gewissen sein und prophetische Kritik üben, wenn die Gesellschaft Wege geht, die Gott aus dem Blick verlieren. Wo Gott vergessen wird, nimmt der Mensch Schaden. Etwa wenn es um das unbedingte Recht auf Leben geht, wie die gegenwärtige Diskussion um Forschung an embryonalen Stammzellen zeigt.
FAZ: Sie waren damals auch für den Ausstieg der Kirch aus der Schwangerenkonfliktberatung? Papst Johannes Paul II. hatte auch mit der Kirche des Zeugnisses argumentiert.
Bichof Tebartz-van Elst: Ich weiß, wie komplex dieses Problem ist. Aber um direkt auf Ihre Frage zu antworten: Damals machte ein Gerichtsurteil von sich reden, das Eltern das Recht auf die Abtreibung eines behinderten Kindes gab und darauf verwies, die katholische Kirche sehe das ähnlich. Wie absurd! Da ist mir bewusst geworden, dass wir klar und unmissverständlich Astellung beziehen müssen. Ich habe seinerzeit die Not der Gewissensentscheidung auch bei Bischof Franz Kamphaus wahrgenommen und respektiert. Genauso wichtig war aber, dass das Bistum Limburg zur Einheit mit dem Papst zurückgefunden hat.
FAZ: Ein anderes wichtige gesellschaftspolitisches Thema ist die Familie. Welche Rolle soll und kann die Kirche mit ihrem Familienbild in dieser Debatte spielen?
Bichof Tebartz-van Elst: Für den Einzelnen und für die Gesellschaft ist die Familie lebenswichtig, und zwar so, wie die Kirche das verbindliche Miteinander von Eltern und Kindern auf der Basis der sakramentalen Ehe versteht.
FAZ: Aber das gibt es immer seltener, zumsl im Ballungsräumen wie dem Rhein-Main-Gebiet.
Bichof Tebartz-van Elst: Das weiß ich. Aber es kann doch nicht sein, dass wir uns wegen einer Situation, die faktisch anders ist, von einem Familienbild verabschieden, das wir aus der Schöpfungsordnung Gottes her für uns Christen als normativ verstehen. Natürlich hat sich vieles verändert. Wir müssen denen  helfen, die Familienleben nicht allein gestalten können, und denen, die ohne die Geborgenheit tragender Bindungen aufwachsen. Hier sind der Staat un die Kirche sicher gefordert. Unsere kirchlichen Kindergärten helfen in diesem Zusammenhang zum Beispiel mit gutem Betreuungsangeboten zur Entlastung Alleinerziehender. Aber: Wenn – wie ich jüngst bei einer Visitation erlebte –  Mütter, die gerne bei ihren Kindern bleiben würden, ein schlechte Gewissen bekommen, weil nach ihrem Eindruck die Politik die Betreuung der Kinder in Tagestätten bevorzugt bewertet, dann stzt hier ein problematischer Bewusstseinswandel ein. Betruung bei Personen und Institutionen außerhalb der Familie aht eben nicht den gleichen Stellenwert wie in der eigenen Familie. Bei aller Hilfe, die wir geben müssen, hat die klassischen Familie als Keimzelle in Kirche und Staat vorrang.

(FAZ 2. Januar 2008)

 


Ein Baum für jedes Baby

Der Direktor des Krankenhauses von Cova da Beira (Portugal) hatte eine glänzende Idee: In einer Gartenanlage der Stadt, für jedes in seiner Klinik neugeborene Baby, einen Baum zu pflanzen, an dem der Name des Neugeborenen angebracht werden soll. Eine Idee, die äußerst einfach, kostengünstig und wirksam durchzuführen ist, um öffentlich die Geburt eines neuen Stadtbürgers anzukündigen. Die Idee wurde von der Stadtkammer natürlich aufgenommen und unterstützt und wird seit Oktober 2007 durchgeführt.
Der "Portugiesische Verein für Kinderreiche Familien" (APFN) ruft alle Krankenhäuser und Entbindungsheime auf, diesem Beispiel zu folgen, angesichts des "demographischen Winters", den Portugal auf Grund der starken Abtreibungspoltik des Ministeriums für "Gesundheit" zur Zeit durchschreitet.


Italien: Zahl der Abtreibungen sinkt

70 Prozent der Gynäkologen lehnen den Eingriff ab

 

Rom (23.04.2008, wienerzeitung/JfdL-md). Wie aus einem Bericht des italienischen Gesundheitsministeriums hervorgeht, weigern sich 70 Prozent der Frauenärzte Abtreibungen durchzuführen. Dieser Prozentsatz ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2003 weigerten sich 58 Prozent der Ärzte, den Eingriff vorzunehmen. In Italien sind freiwillige Abtreibungen bis zum dritten Monat der Schwangerschaft legal.

 

Vor allem in Süditalien ist die Zahl der Gynäkologen, die die Abtreibung strikt ablehnen, stark gewachsen. Über 84 Prozent der Frauenärzte Siziliens lehnen diesen Eingriff ab. Zur Dienstverweigerung bei Abtreibungen entscheiden sich auch immer mehr Anästhesisten.

 

Rekordjahr 1982

 

Laut Innenministerium in Rom sinkt in Italien die Zahl der Abtreibungen kontinuierlich. 2007 waren es 127.038, im Vorjahr 131.018. Die Zahl der Abtreibungen ist damit im Vergleich zum Jahr 1982, als ein Rekord von 234.801 Eingriffen registriert worden war, fast um die Hälfte gesunken.

 


Abtreibungskliniken schließen kraft des Gebets

New York, Apr. 25, 2008 (CWNews.com) - Eine Abtreibungsklinik in Rockland Couty, New York, gab am 25. april ihre Schließung bekannt. Es war eine der 50 amerikanischen Abtreibungszentern, die von der Gebetsaktion "40 Tage für das Leben" ausgewählt wurden, vor welchen vierzig Tage lang gebetet wurde.

"Wir freuen uns heute mit den Lebensschützern in Rockland County, New York", sagte David Bereit, Leiter der Gebetsaktion "40 Tage für das Leben", als Antwort auf Nachricht der Schließung der Klinik. Bereit erzählt, dass während der 40tägigen Gebetswache "meine Frau und meine Kinder wurden an der Seite eines Mannes fotografiert, der ein Schild trug mit der Aufschrift, 'mit Gott ist nichts unmöglich.'"

Nach Bereits Aussagen sollen zwei weitere Abtreibungsstätten der Planned Parenthood geschlossen haben, vor denen Gebetswachen von "40 Tage für das Leben" gehalten wurden. Eine in Lincoln, Nebraska, und die andere in Council Bluffs, iowa. In beiden Fällen war die Aufgabe von Abtreibungen nicht zu erwarten.

"40 Tage für das Leben" ist eine Gemeinschaftsaktion, die 40 Tage Beten und Fasten durchführen, friedliche Dauerwachen vor Abtreibungskliniken halten, die sie mit intensiver Öffenltichkeitsarbeit begeliten. Zur Zeit werden Pläne für eine neue Runde "40 Tage für das Leben" für den Herbst entworfen.

 


Neuer CDU-Anlauf zu den Spätabtreibungen

Montag, 28. April 2008

Schon mehrmals in den letzten Jahren hat die CDU Anläufe unternommen, um etwas gegen das Grauen der Spätabtreibungen zu unternehmen. Das vor wenigen Tagen präsentierte Projekt sieht im wesentlichen mehr Beratung für die Mutter und eine Bedenkzeit von drei Tagen bis zur Abtreibung vor. Das Projekt ist also äußerst minimalistisch. Man unternimmt überhaupt keinen Versuch, die Spätabtreibungen zu verbieten oder zumindest auf einige Monate vor der natürlichen Geburt zu begrenzen, wie schon mehrmals von der Aktion SOS LEBEN gefordert..

 

Hinter dem Projekt stehen sowohl CDU-Fraktionschef Volker Kauder sowie der familienpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Johannes Singhammer (CSU). Beide Politiker sind ausgesprochene Lebensrechtler, die sich sicherlich nicht mit symbolischen Änderungen am Gesetz begnügen, sondern am liebsten die Abtreibungspraxis generell überarbeiten würden.

 

Das ist wohl auch der Grund, wieso die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Christel Humme, die für die Familienpolitik zuständig ist, jegliche Gesetzesänderung ablehnt, wie sie gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" geäußert hat.

 

In der Tat hat die SPD Angst, daß Anfang der 90er Jahre schwer erarbeitete Gesetzespaket bezüglich der Abtreibung neu aufzuschnüren. Die Widersprüche des Gesetzes sowie seine Unwirksamkeit, die Abtreibungszahlen zu senken, sind dermaßen eklatant, daß die jetzige Regelung leicht angreifbar ist, was die Lebensrechtler auch immerfort tun.

 

Abgesehen davon ist das Thema Lebensrecht der Ungeborenen immer noch tauglich, um die Gemüter stark zu erhitzen und eine heftige Debatte auszulösen. Das will die SPD offenbar auf jeden Fall verhindern.

 

Daß die beiden Unionspolitiker jetzt neue Regelungen für die Spätabtreibungen vorschlagen, hatte sicherlich auch strategische Gründe. Die Union verliert schon seit Jahren die Gunst der christlich motivierten Wähler. Sowohl der Linksruck in der Familienpolitik sowie die Liberalisierung der Tötung von Embryonen für die Gewinnung von Stammzellen, haben ein weiteres dazu getan, die christlichen Wähler zu entfremden.

 

Mit dem Nein der SPD wird nicht viel anzufangen sein. Dennoch kann der Anlauf der CDU der Abtreibungsdebatte etwas Leben einhauchen. Und vielleicht gelingt es eines Tages doch, die öffentliche Meinung dermaßen aufzurütteln, daß eine Revision der jetzigen Abtreibungsregelung doch möglich wird.

 


Neueste Abtreibungsstatistik:

 117.000 Abtreibungen im Jahr 2007

 

Im Jahr 2007 wurden dem Statistischen Bundesamt rund 117.000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit 2,4% oder 2.800 weniger als 2006. 

Knapp drei Viertel (72%) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 16% zwischen 35 und 39 Jahren. Fast 8% der Frauen waren 40 Jahre und älter.

 

Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von 5%. Ihre Anzahl ging im Vergleich zum Jahr 2006 um 400 auf rund 6200 zurück. Seitdem die Abtreibungsstatistik erhoben wird, ist diese Zahl von 3,5 auf 5,3 gestiegen. 

 

Der Anteil der Abbrüche in der zehnten bis zwölften Woche betrug im früheren Bundesgebiet 17,3 Prozent. Höher war dieser Anteil in den neuen Ländern mit 23,3 Prozent.

 

41% der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.

 

Über 97% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in weniger als 3% der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (76%) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. Bei 10% der Schwangerschaftsabbrüche wurde die sog. Abtreibungspille Mifegyne verwendet.

 

Im vierten Quartal 2007 wurden rund 28500 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, das sind fast 2% mehr als im vierten Quartal 2006.

 

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

 

Kommentar: Abtreibungen bleiben hoch

 

Obwohl die Anzahl der gemeldeten Abtreibungen im Jahr 2007 um 2,4 % niedriger als im Vorjahr lag, bleibt die Zahl erschreckend hoch. 117.000 Tötungen von ungeborenen Menschen entspricht die Bevölkerungszahl einer mittelgroßen deutschen Stadt. Man muß dazu noch bedenken, daß die Anzahl der Abtreibungen, die nicht gemeldet werden, sehr hoch ist. Laut Schätzungen sind das sogar mehr als die gemeldeten Fälle, so daß man von einer Gesamtzahl von 250.000 bis 300.000 Abtreibungen pro Jahr ausgehen kann.

 

An diesen Zahlen zeigt sich, daß die deutsche Gesetzgebung hinsichtlich des Schutzes des ungeborenen Lebens völlig versagt hat. Anfang der 90er Jahre wurde der "Abtreibungsparagraph" 218 StGB grundlegend novelliert, angeblich mit dem Ziel, das Leben der ungeborenen Kinder zu retten. Bis dahin galt die sog. Indikationslösung, 1993 wurde eine Fristenlösung mit Beratungspflicht eingeführt. Die Beratung sollte dazu dienen, die Abtreibungszahlen zu reduzieren, doch das ist nicht geschehen: Mit Schwankungen sind sie auf hohem Niveau geblieben.

 

Die neue Fassung des § 218 war ein fauler Kompromiß zwischen den damals im Bundestag vertretenen Parteien, vor allem zwischen CDU, CSU und SPD. Kaum ein Abgeordneter, der damals der Neufassung zugestimmt hat, hat wohl realistischerweise geglaubt, daß das neue Gesetz - zudem noch liberaler als das alte mit der Indikationslösung - Kinder retten würde.

 

Die Pflichtberatung war von Anfang an bloß ein Feigenblatt, um etwas die Fristenlösung zu verdecken.

 

Das Bundesverfassungsgericht hat sich hat sich mit dem neuen Gesetz nicht abgefunden und erklärt, daß die Abtreibung nach wie vor gesetzeswidrig sei, jedoch straffrei. Außerdem erklärte es, daß das Gesetz vom Bundestag "nachgebessert" werden müsse, falls die Anzahl von Abtreibungen nicht fällt. Davor haben sich die Abgeordneten im Bundestag bis heute gedrückt.

 

Presse spielt Abtreibungsproblematik herunter

 

Anstatt die horrende Zahl von 117.000 Tötungen von ungeborenen Menschen zu betonen, schieben die meisten Zeitungen den kleinen Rückgang um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr vor.

 

So schreibt die "Welt Online": "Zahl der Schwangerschaftsabbrüche geht weiter zurück" und suggeriert damit, daß die Lage "noch" besser ist als zuvor, was mitnichten der Fall ist. Mit derselben Intention schreibt wohl die "Rheinische Post" aus Düsseldorf: "Zahl der Abtreibungen sinkt weiter". Genauso schreibt der "Spiegel Online".

 

"Topnews", eine Art Internet-Presseagentur schreibt sogar: "Immer weniger Abtreibungen in Deutschland", als ob es überhaupt kein Problem mehr gäbe. Der Internet-Pressedienst der Apotheken, "Apotheken Adhoc", schreibt lapidar: "Weniger Abtreibungen".

 

Am schlimmsten ist wohl die "Frankfurter Neue Presse". In Ihrer Ausgabe vom 6. Februar schreibt sie tatsächlich: "Immer weniger Frauen treiben ab", als ob 117.000 eine lächerliche Zahl wäre. (Mathias von Gersdorff)

 

 

Prozentual mehr Abtreibungen in den neuen Bundesländern

 

Die Bemerkung des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. Wolfgang Böhmer, daß in den neuen Bundesländern die Abtreibungsproblematik größer wäre als im Westen, wird durch die neusten Statistiken belegt, zumindest was die Flächenstaaten angeht.

 

Wenn es um die Abtreibungsquote pro 1000 Geborene geht, sind die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg traurige spitze mit jeweils 323.5, 304. 5 und 248,5.

 

Danach folgen die neuen Bundesländer:

 

Sachsen-Anhalt: 248,4

Mecklenburg-Vorpommern: 243,8

Thüringen: 240,9

Brandenburg: 227,7

Sachsen: 194,5

 

Durchschnittlich weit darunter befinden sich die westdeutschen Flächenstaaten, angefangen mit dem Saarland (190,4). Die niedrigste Quote hat Bayern mit 127,1.

 

Quelle: Statistisches Bundesamt/Quote je 1000 Geborene


Portugal: Nur Abtreibung gibt's auf Verlangen

Die portugiesische Gesunheitsministerin erklärte heute (29.03.08), dass ein Kaiserschnitt auf Verlangen einer Schwangeren vom Nationalen Gesundheitsdienst (SNS) nicht unterstützt werden kann. Kaiserschnitt sei ein ärtzlicher Eingriff, der nur auf Entscheidung des Arztes vorgenommen werden darf, so die Ministerin. Sie versicherte, dass es im SNS keine medizinische oder ärztliche Behandlung auf Verlangen gibt.
Sie hätte hinzugefügen können: Auf Verlangen gibt es nur die Abtreibung...
(Aus Povo-Yahoogroups)


Zugang zu sicherer und legaler Abtreibung in Europa

Der Katholische Laienrat Österreichs (KLRÖ) sorgt sich wegen der jüngsten Entwicklung im Europarat, wonach eine weitere Liberalisierung der Abtreibung vor der Tür stehen könnte. In der Vollversammlung vom 14. bis 18. April soll über eine entsprechende Resolution abgestimmt werden. Nach Auffassung des Katholischen Laienrats würde eine Annahme der Resolution zu einer Verharmlosung und zu einer Zunahme der Zahl der Abtreibungen führen, die man doch vermeiden wolle. Wer zustimme, müsse sich darüber im Klaren sein, dass damit den Mitgliedsstaaten des Europarats empfohlen wird, Abtreibung als „alleiniges Recht der Frau” vollständig freizugeben. Der „Ausschuss für Gleichberechtigung” hat mit Datum vom 17. März die Resolution „Access to safe and legal abortion in Europe” („Zugang zu sicherer und legaler Abtreibung in Europa”) angenommen, die nun der Parlamentarischen Vollversammlung des Europarates vorgelegt werden wird.  (kap)
Radio Vatikan 26.03.08


Vatikan fordert bei den Vereinten Nationen Achtung für das Recht auf Leben der Ungeborenen

Der apostolische Nuntius Mons. Silvano M. Tomasi hat im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, der gegenwärtig in Genf tagt, Respekt für das Lebensrecht der Ungeborenen gefordert.

 

Der Menschenrechtsrat behandelt Rechte auf Zugang zu Gesundheit und der sog. "reproduktiven" Medizin. Seit Jahren versuchen Abtreibungsaktivisten im Rahmen dieser Themen ein angebliches "Recht auf Abtreibung" einzuführen. Dies würde sich erheblich auf die Politik der Vereinten Nationen auswirken, vor allem in den entwicklungspolitischen Programmen. Durch die Vereinten Nationen versucht die Abtreibungslobby die Abtreibung in Ländern einzuführen, die konservativ sind und daher die Abtreibung ablehnen, aber auf die finanzielle Unterstützung der VN angewiesen sind. Dies ist insbesondere in Afrika der Fall. (16.03.08)


Kritik an Embryonenforschung

Der Augsburger Bischof Walter Mixa hat zu Ostern seine Kritik an einer möglichen Änderung der Forschung mit embryonalen Stammzellen erneuert.

Mixa rief alle Christen und politische Verantwortlichen zu einem kompromisslosen Einsatz für das Leben und die Menschwürde auf. Die Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi sei die „unwiderrufliche Parteinahme Gottes für das Leben”. Der Deutsche Bundestag berät nach Ostern um einen geänderten Stichtag bei der embryonalen Stammzellforschung. Bischof Mixa setzt sich für eine Stärkung der Forschung mit erwachsenen Stammzellen ein. (pm)
(Quelle: Radio Vatikan 18.03.08)


SPD-Fraktion des Bundestages Antwortet

Christel Humme MDB antwortet im Auftrag des Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag auf die Postkartenaktion der Aktion SOS LEBEN gegen eine neue Stichtagsregelung für die Tötung von Embryonen zu Forschungszwecken. Hier der Brief:

 

 

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Ein Sieg auf höchster Ebene

Ende Februar sollte auf der Jahrestagung der „Kommission für den Status der Frauen“ (CSW) der Vereinten Nationen die Abtreibung als ein Recht der Frauen festgelegt werden. Norwegen hatte vorgeschlagen die umstrittene Bezeichnug „sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ in das zu beschließende Dokument aufzunehmen. Unter diesem Deckmantel sollte die Abtreibung weltweit als ein Recht der Frauen von diesem Organ der UNO eingeführt und gefördert werde.
Überraschenderweise gab es unter den EU Ländern, die normalerweise ein einstimmiges Votum abgeben, abweichende Positionen. Der aktuelle President der EU, der slowenische Staatschef, lies verlauten, dass der EU-Block keine einheitleiche Stimme zur Genehmigung des Dokuments abgeben werde.
Die Vertreter Polens, Irlands und Maltas widersetzten sich der einzubringenden Umschreibung der Abtreibung im Schlussdokument. Zusammen mit den USA, El Salvador, Syrien, Iran, Pakistan, Kiribati (Pazifik) und dem Vatikan konnten diese es Länder verhindern, dass die ominöse Umschreibung im Dokument aufgenommen wurde, trotz der heftigen Aufrufe anderer EU Länder und zahlreicher Staaten Südamerikas und der Karibik für deren Aufnahme. Auch scheiterte die Aufnahme des Rechts auf Abtreibung in zwei weiteren beschlossenen Verhandlungen über Frauenbeschneidung und HIV/AIDS.
Die Richtlinien der Dokumente empfahlen die Abtreibung auf Verlangen, die rechtliche Anerkennung gleichgeschhlechtlicher Partnerschaften und Kriminalstarfen für jegliche „Schmähung von Personen die in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft leben“ einzuführen.

Amerikanische pro-Life Lobbyisten hielten bis zum Schluss der Abstimmung um 4:30 Uhr in der Früh eine Mahnwache vor den Sitzungsräumen, um für das Lebensrecht der Ungeborenen Zeugnis zu geben.

Zum Verdruss der weltweiten Abtreibungslobby wurde somit noch einmal erreicht, dass alle Hinweise auf Abtreibung in den Dokumenten der UNO vermieden wurden.


Der Essener Weihbischof Franz Grave

warnt vor einer Änderung des Stammzellgesetzes

„Leben ist nie verfügbar, Leben ist kein Verbrauchsgut”, sagte er beim traditionellen Bußgang der Essener Katholiken. Er rief die Christen auf, sich als Anwälte des Lebens zu verstehen. „Wir müssen kompromisslos eingreifen, um armes, gefährdetes, schwaches Leben zu sichern”, so Grave. (kna) 10.03.08


Presse spielt Abtreibungsproblematik herunter

Anstatt die horrende Zahl von 117.000 Tötungen von ungeborenen Menschen zu betonen, schieben die meisten Zeitungen den kleinen Rückgang um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr vor.
So schreibt die „Welt Online“: „Zahl der Schwangerschaftsabbrüche geht weiter zurück“ und suggeriert damit, daß die Lage „noch“ besser ist als zuvor, was mitnichten der Fall ist. Mit derselben Intention schreibt wohl die „Rheinische Post“ aus Düsseldorf: „Zahl der Abtreibungen sinkt weiter“. Genauso schreibt auch „Spiegel Online“.
„Topnews“, eine Art Internet-Presseagentur schreibt sogar: „Immer weniger Abtreibungen in Deutschland“, als ob es überhaupt kein Problem mehr gäbe. Der Internet-Pressedienst der Apotheken, „Apotheken Adhoc“, schreibt lapidar: „Weniger Abtreibungen“.
Am schlimmsten ist wohl die „Frankfurter Neue Presse“. In Ihrer Ausgabe vom 6. Februar schreibt sie tatsächlich: „Immer weniger Frauen treiben ab“, als ob 117.000 eine lächerliche Zahl wäre. (MvG 06.03.08)


Prozentual mehr Abtreibungen in den neuen Bundesländern

SOS LEBEN 06.03.08 - Die Bemerkung des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. Wolfgang Böhmer, daß in den neuen Bundesländern die Abtreibungsproblematik größer wäre als im Westen, wird durch die neusten Statistiken belegt, zumindest was die Flächenstaaten angeht.
Wenn es um die Abtreibungsquote pro 1000 Geborene geht, sind die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg traurige spitze mit jeweils 323.5, 304. 5 und 248,5.
Danach folgen die neuen Bundesländer:
Sachsen-Anhalt: 248,4
Mecklenburg-Vorpommern: 243,8
Thüringen: 240,9
Brandenburg: 227,7
Sachsen: 194,5
Durchschnittlich weit darunter befinden sich die westdeutschen Flächenstaaten, angefangen mit dem Saarland (190,4). Die niedrigste Quote hat Bayern mit 127,1.

Quelle: Statistisches Bundesamt/Quote je 1000 Geborene


Abtreibungen bleiben hoch

Ein Kommentar von Mathias von Gersdorff

Obwohl die Anzahl der gemeldeten Abtreibungen im Jahr 2007 um 2,4 % niedriger als im Vorjahr lag, bleibt die Zahl erschreckend hoch. 117.000 Tötungen von ungeborenen Menschen entspricht die Bevölkerungszahl einer mittelgroßen deutschen Stadt. Man muß dazu noch bedenken, daß die Anzahl der Abtreibungen, die nicht gemeldet werden, sehr hoch ist. Laut Schätzungen sind das sogar mehr als die gemeldeten Fälle, so daß man von einer Gesamtzahl von 250.000 bis 300.000 Abtreibungen pro Jahr ausgehen kann.
An diesen Zahlen zeigt sich, daß die deutsche Gesetzgebung hinsichtlich des Schutzes des ungeborenen Lebens völlig versagt hat. Anfang der 90er Jahre wurde der „Abtreibungsparagraph“ 218 StGB grundlegend novelliert, angeblich mit dem Ziel, das Leben der ungeborenen Kinder zu retten. Bis dahin galt die sog. Indikationslösung, 1993 wurde eine Fristenlösung mit Beratungspflicht eingeführt. Die Beratung sollte dazu dienen, die Abtreibungszahlen zu reduzieren, doch das ist nicht geschehen: Mit Schwankungen sind sie auf hohem Niveau geblieben.
Die neue Fassung des § 218 war ein fauler Kompromiß zwischen den damals im Bundestag vertretenen Parteien, vor allem zwischen CDU, CSU und SPD. Kaum ein Abgeordneter, der damals der Neufassung zugestimmt hat, hat wohl realistischerweise geglaubt, daß das neue Gesetz – zudem noch liberaler als das alte mit der Indikationslösung – Kinder retten würde.
Die Pflichtberatung war von Anfang an bloß ein Feigenblatt, um etwas die Fristenlösung zu verdecken.
Das Bundesverfassungsgericht hat sich hat sich mit dem neuen Gesetz nicht abgefunden und erklärt, daß die Abtreibung nach wie vor gesetzeswidrig sei, jedoch straffrei. Außerdem erklärte es, daß das Gesetz vom Bundestag „nachgebessert“ werden müsse, falls die Anzahl von Abtreibungen nicht fällt. Davor haben sich die Abgeordneten im Bundestag bis heute gedrückt.


Vatikan: Sind Hirntote tot?

Wenn es um den Schutz des Menschen am Ende seines Lebens geht, ist auch die katholische Morallehre noch in Entwicklung. Das sagt der Kölner Verfassungsrechtler Wolfram Höfling, Katholik und Vorstandsmitglied der Deutschen Hospiz-Stiftung. Höfling wundert sich beispielsweise über die Position des Vatikans zum Thema Hirntod. Der Heilige Stuhl setzt nämlich den Hirntod eines Menschen mit seinem effektiven Tod gleich.
„Aus meiner Sicht ist das Problem der Gleichsetzung der Hirntod-Diagnose mit dem Ende des menschlichen Lebens ein großes Problem, und das müsste auch für die katholische Kirche ein großes Problem sein.“
Denn bei einem hirntoten Menschen handle es sich schließlich um einen Menschen, „der im übrigen noch viele Lebensfunktion hat, sonst wäre er auch für die Transplantationsmedizin nicht tauglich – ein lebendes Herz, ein funktionierender Blutkreislauf, bis hin zu Schwangerschaften, die zu einem Kind führen können. Wer in diesem Zustand die Folge sieht, dass jemand, der kein Gehirn mehr hat, nicht mehr lebend ist, der bewegt sich nahe an einem Lebensqualitätsurteil. Und wie das mit den existentiellen Aussagen der katholischen Moraltheologie in Übereinstimmung zu bringen ist, ist für mich ein kleines Rätsel. Da wäre es nicht schlecht, wenn die katholische Kirche in einem weiteren Diskussionsprozess bleibt.“
Wolfram Höfling war jüngst in Rom, um bei der Vollversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben über das Thema „Recht auf Sterben?“ aus Sicht eines Verfassungsrechtlers zu sprechen.
(rv - Radio Vatikan 28.02.08)


Brasilien: Kampagne gegen Abtreibung

 

Jedes Jahr zur Fastenzeit ruft die Brasilianische Bischofskonferenz zur Campanha da Fraternidade auf, für die ein Schwerpunktthema gesetzt wird. In diesem Jahr wurde für die Kampagne der Brüderlichkeit das Thema „Brüderlichkeit und Lenensschutz“ gewählt, unter dem Motto „Wähle also das Leben“. Mit der diesjährigen Kmapagne soll vor allem verhindert werden, dass das strenge Abtreibungsverbot im Land aufgeweicht wird. Brasilien hat trotz des Verbots eine der höchsten Abtreibungsraten der Welt: Nach Angaben des Gesundheitsministers rund 1,5 Millionen Eingriffe pro Jahr. Ungefähr jede dritte Schwangerschaft wird abgebrochen - oft in dubiosen Hinterhof-Kliniken. Der Erzbischof von São Paulo, Kardinal Odilo Scherer, versteht zwar die Nöte mancher Frauen, die ungewollt schwanger werden und in einer schwierigen Lage stecken. „Aber, erklärt er, zu vielen Abtreibungen kommt es nur, weil das Kind jetzt vielleicht in einem nicht ganz idealen Zeitpunkt kommt, oder weil die Frau jetzt im Moment kein Kind will. Es gibt doch so viele Gründe, aus denen heutzutage abgetrieben wird: weil das gerade bequem ist, weil das auch für die Gesellschaft einfacher ist und für die Betroffenen. Aber das ist eine grobe Ungerechtigkeit gegen die Person, die da ihr Leben verliert – gegen den Embryo, das ungeborene Kind.“
„Es geht hier nicht um eine rein religiöse Frage“,
sagt Kardinal Scherer, „das geht alle an. Auch das Leben der Nichtchristen ist wichtig und muß in jeder Phase respektiert werden. Und auch, wer nicht an Gott glaubt, muss das Leben der anderei respektieren. Hier geht es nicht um Religion, sondern um Ethik. Es muss doch auch mal deutliche Worte für das Leben geben, wo heutzutage doch sonst alle dem vorzeitigen Abbrechen des Lebens das Wort reden...“ (Quelle: Radio Vatican, 26.02.2008)



Erst Abtreibung - dann Frühgeburt

Studie: Auch vorausgegangene Fehl- oder Totgeburten lassen Babys verfrüht zur Welt kommen 
Von Birgitta Vom Lehn
 
Greifswald (Welt Online - 25. Februar 2008) - Abtreibungen, Fehl- oder Totgeburten erhöhen bei nachfolgenden Schwangerschaften das Risiko für das Baby, zu früh und damit zu leichtgewichtig zur Welt zu kommen. Das zeigt eine Analyse der Universitäten Greifswald, Rostock und der TU München.
Danach liegt die Frühgeborenenrate unvorbelasteter Mütter bei 7,6 Prozent. Nach einer erfolgten Abtreibung klettert sie jedoch auf 8,7, nach zwei und mehr Abbrüchen auf 10,1, nach zwei und mehr Fehlgeburten auf 14,1 und nach einer Totgeburt auf 18,3 Prozent. Die Mediziner werteten für ihre im Fachblatt "Geburtshilfe und Neonatologie" veröffentlichte Studie gut eine Million Einlingsschwangerschaften der bundesweiten Perinatalerhebung von 1995 bis 2000 aus. Dabei verglichen sie über 800 000 nicht vorbelastete Mütter mit solchen, die eine oder mehrere Abtreibungen hinter sich (52 000), eine Fehlgeburt erlitten (117 000) oder ein totes Kind zur Welt gebracht hatten (3000).
Sie stellten fest, dass die Frühgeborenenrate und damit die Rate Neugeborener, die weniger als 2500 Gramm wogen, mit der Anzahl dieser vorausgegangenen Ereignisse stieg. Nach einer einzigen Abtreibung erhöhte sich das Risiko für eine Frühgeburt um zehn Prozent. Betroffen waren 46 026 Mütter. Bei zwei und mehr Abtreibungen erhöhte sich das Risiko um 30 Prozent (6604 Mütter).
Nach einer vorausgegangenen Fehlgeburt erhöhte sich das Frühgeburtsrisiko um 20 Prozent (98 393 Mütter), bei zwei und mehr Fehlgeburten sogar um 90 Prozent (19 391 Mütter). Eine Totgeburt steigerte das Risiko um 140 Prozent, zwei und mehr Totgeburten um 310 Prozent (3396 Mütter).
Die Analyse bestätigt ältere Studien, unter anderem eine Auswertung von über 100 000 Geburten der Bayerischen Perinatalerhebung des Jahrgangs 1994. Auch dort hatte sich das Risiko analog zur steigenden Anzahl von Abbrüchen erhöht. Darüber hinaus hatten die Forscher damals festgestellt, dass das Risiko zu sehr frühen Frühgeburten wuchs.
Unklar ist bislang, warum es zu dem erhöhten Risiko kommt. Bei den Abbruchmethoden handelte es sich in der aktuellen Analyse ganz überwiegend um operative Methoden. Eine Vermutung der Ärzte zielt daher auf deren "posttraumatische" Wirkung: Der Gebärmutterhals könnte nach dessen mechanischer Erweiterung und Ausschabung Durchblutungsstörungen erlitten haben und die Gebärmutterschleimhaut beschädigt worden sein. Auch eine nachträgliche Infektion komme als Ursache in Betracht. Eine Studie aus dem Jahr 2004 konnte bei der Frühgeburten rate keinen Unterschied ausmachen zwischen medikamentösen und chirurgischen Abbrüchen.
Es bestehe weiterhin Bedarf für Forschung nach den "Auswirkungen der unterschiedlichen Abbruchmethoden" und nach den zugrunde liegenden, "noch mangelhaft verstandenen pathophysiologischen Mechanismen", betont Studienleiter Manfred Voigt vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Uni Greifswald. Vor allem Frauen über 35 Jahre sollten deshalb, falls sie durch Abbrüche, Fehl- oder Totgeburten entsprechend vorbelastet sind, "Schwangerschaften zurückhaltend planen beziehungsweise intensiv überwachen lassen". Darüber hinaus empfiehlt Voigt, "den hohen Abbruchraten durch bessere Verhütung vorzubeugen" und diejenigen Frauen, die am Anfang ihrer Schwangerschaft stehen, "verstärkt zur Mutterschaft zu motivieren". 2006 wurden in Deutschland knapp 60 000 Babys zu früh geboren. Damit kletterte die seit Jahren steigende Frühgeburtenrate auf neun Prozent. Knapp eine Milliarde Euro jährlich kostet die klinische Frühchen-Versorgung - nicht eingerechnet die Folgekosten.

Papst Benedikt XVI. erneuert absolutes Nein zu jeder Form von aktiver Sterbehilfe

Am 25. Februar hat Papst Benedikt XVI. die absolute Ablehnung der Euthanasie bekräftigt. Die Stellungnahme anläßlich der Eröffnung einer Studientagung der Päpstlichen Akademie für das Leben ist im Hinblick auf die immer stärker werdenden Stimmen in Europa, die eine Liberalisierung fordern, von Gewicht.

Als drittes europäisches Land hat das Großherzogtum Luxemburg vor wenigen Tagen die Tötung auf Wunsch erlaubt.

Der Papst forderte von allen gesellschaftlichen Einrichtungen sich verstärkt auf das Recht auf Leben zu besinnen. Auch sein Vorgänger, Papst Johannes Paul II., argumentierte oft in dieser Weise und wies auf das Vordringen einer „Kultur des Todes“ hin.

Benedikt XVI. zitierte hierzu seine zweite Enzyklika Spe salvi: „Das Maß der Humanität bestimmt sich ganz wesentlich im Verhältnis zum Leid und zum Leidenden. Das gilt für den einzelnen wie für die Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die die Leidenden nicht annehmen und nicht im Mit-leiden helfen kann, Leid auch von innen zu teilen und zu tragen, ist eine grausame und inhumane Gesellschaft“.


Feigenblätter gesucht

Kommentar zur Debatte im Bundestag zum Stammzellengesetz / Von Mathias von Gersdorff

Mehr als 50 der 613 Abgeordneten haben im Bundestag das Wort ergriffen, um ihre Meinung zur geplanten Novelle des sog. Stammzellengesetzes zu äußern. Die Bundeskanzlerin war bei der über drei Stunden andauernden Debatte fast immer anwesend. Man hatte eine heftige Debatte erwartet, mit schwergewichtigen moralischen Argumenten oder leidenschaftlichen Plädoyers für die "Freiheit der Wissenschaft" und großartige Versprechen von medizinischen Heilungen.

Stattdessen verlief die Debatte merkwürdig ruhig und unpassioniert. Man war sich zu sehr dessen bewusst, daß jeder Kompromiss ein fauler Kompromiss sein würde. Nach geltender Rechtslage darf in Deutschland nur an solchen embryonalen Stammzellen geforscht werden, die vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden und aus dem Ausland stammen. Die größte Gruppe von Abgeordneten favorisiert eine Verschiebung des Stichtages vom 1. Januar 2002 auf den 1. Mai 2007. Doch diese Abgeordneten vertreten diese Position mit wenig Überzeugung. Denn die eine Verschiebung des Stichtags würde schon die nächste ankündigen. Deshalb sprechen die Abgeordneten, die dagegen sind, heute schon von einer "Wanderdüne".

So gesehen sind nur zwei Gesetzesprojekte logisch: Der Entwurf von Hubert Hüppe, der jegliche Tötung von Embryonen verbieten will (Dieser Entwurf wird von der DVCK e.V. und ihrer Aktion SOS LEBEN unterstützt) und der Entwurf der FDP-Abgeordneten Flach, der die Stichtagsregelung abschaffen und somit die Forschung mit getöteten Embryonen komplett liberalisieren will. Dieser zweite Entwurf ist moralisch so untragbar, daß er kaum Chancen auf eine Mehrheit hat. Doch die Stichtagsregelung ist es im Grunde genommen ebenso, nur mit einem Feigenblatt.

Der Mangel an Überzeugung der Abgeordneten zeigt, daß sie nicht mit gutem Gewissen in die Debatte gezogen sind. Die Mehrheit traut sich zwar nicht, die Tötung ganz abzuschaffen, doch sie sind ebensowenig für eine uneingeschränkte Freiheit der Wissenschaft. Am liebsten würden sie sich überhaupt nicht mit dem lästigen Thema beschäftigen wollen. Die moralischen Appelle derjenigen in Deutschland, die sich – wie SOS LEBEN – seit Anfang der 1990er Jahre für das Recht auf Leben der Ungeborenen in der Öffentlichkeit einsetzen, scheint doch etwas in das Gewissen mancher Politiker eingedrungen zu sein.


40 Jahre „Humanae Vitae“ / von Hilde Bayerl

Zum 40. Mal jährt sich in diesem Jahr 2008 die Veröffentlichung der Enzyklika „Humanae vitae“, in der Papst Paul VI. die beständige Lehre der Kirche über die eheliche Liebe und die Empfängnisregelung bekräftigte. Im Trend der Kulturrevolution jener Jahre hat es auch in der Kirche einen Aufstand dagegen gegeben, dem auch viele Bischöfe erlegen sind und dessen tiefe Wunden bis heute nicht geheilt sind (etwa durch die Revision der sog. „Königsteiner Erklärung“ der Deutschen Bischofskonferenz). Bei vielen heute ein Vorurteil da, ohne daß sie die Enzyklika kennen.

Aber nicht wenige haben in diesen Jahren doch die prophetische Weitsicht dieser Enzyklika erkannt, denn die dort gemachten Vorhersagen haben sich im dramatischen Zerfall der Ehen, in der umfassenden Banalisierung der Geschlechtlichkeit, in den staatlich-gesellschaftlichen, mit Zwang verfolgten Ideologisierungen (Schul„sexualerziehung“, Gender-Lehre, Auswüchse der sog. Antidiskriminierungsgesetze etc.) und der vermehrten Mißachtung des menschlichen Lebens am Beginn (und am Ende!) bestätigt.

So hat – eine unter mehreren bischöflichen Stimmen, die die Lehre Pauls VI. gewürdigt haben – 1998, zum dreißigjährigen Jubiläum, der amerikanische Erzbischof Charles J. Chaput, Denver, „Humanae vitae“ „die gewiß missverstandenste päpstliche Intervention dieses Jahrhunderts“ genannt, die sich „im Lauf der Zeit als prophetisch erwiesen“ habe: „Sie lehrt die Wahrheit... Ich glaube, daß die Botschaft von ‚Humanae vitae’ keine Last, sondern eine Freude ist. Ich glaube, diese Enzyklika liefert den Schlüssel zu tieferen, reicheren Ehen“.

Eine Wieder- oder Neuentdecken der Lehre von „Humanae vitae“ ist notwendig und befreiend. Eines unter mehreren Zeugnissen junger Paare: Eine junge Frau schrieb, wie das unverheiratete Zusammenleben und die praktizierte Verhütung sie immer mehr beelendeten, und wie die Lektüre von „Humane vitae“ „die endgültige Wende“ herbeiführte: Sie „hat mich im Tiefsten berührt. Ich fühlte, wie eine große Last von mir fiel, weil mich endlich jemand verstand. Der Papst hat in dieser Enzyklika genau dieses wiedergegeben, was ich nicht in Worte fassen konnte... Seit wir nun als Paar im Willen GOTTES leben, sind wir glücklich.“

Der erwähnte, begeisternd geschriebene Hirtenbrief von Erzbischof Chaput, der (weitgehend wörtlich wiedergegebene) Text der Enzyklika und weitere Zeugnisse von Eheleuten usw. sind in einer Broschüre enthalten, die ein Zitat aus „Humanae vitae“ zum Titel hat: „Liebe die aufs Ganze geht“, und die ich Interessierten wärmstens empfehlen möchte, nicht zuletzt auch um sie jungen Leuten in die Hand zu drücken. (Sie wurde herausgegeben vom Freundeskreis Maria Goretti e. V., Engelbertstr. 21, 81241 München, wo sie gratis bezogen werden kann; es wird nach Möglichkeit eine Spende erbeten.)

Papst Benedikt XVI. hat kürzlich (10.1.2008) an den bisherigen Generaloberen der Jesuiten, Kolvenbach, Worte gerichtet, die angesichts der Ehenot für alle Katholiken von Bedeutung sind, nämlich daß „heute wie noch nie“ das „vollständige Festhalten an der katholischen Lehre... nützlich“ ist, besonders „in einigen neuralgischen Punkten“, zu denen der Papst eigens „verschiedene Punkte der Sexualmoral“ nennt.

Die Ehenot und der Zerfall der Familien sind eine Herausforderung, sich mit der Hilfe vertraut zu machen, die die Kirche in „Humanae vitae“ anbietet!

Hilde Bayerl, Freundeskreis Maria Goretti e. V., München


Aggression gegen Lebensschützer

27.11.2007

Schockierendes Video zeigt, wie Mitarbeiter des Wiener Abtreibungsarztes Dr. Christian Fiala wehrlose Lebensschützer sexuell missbrauchen, demütigen und mit Psychoterror traktieren. Weihbischof Laun sieht einen Fall für den Staatsanwalt

Die Präsidentin des Österreichischen Parlamentes, Barbara Prammer (SPÖ), hat verlangt, die Umgebung von Abtreibungsambulatorien frei von Gegendemonstranten zu halten.

Es soll ein Gesetz verabschiedet werden, das Lebensschützer, die auf öffentlichem Grund still vor Abtreibungskliniken beten, verbannt. Damit würden so genannte "Schutzzonen" um diese Kliniken errichtet.

Auch Dr. Christian Fiala, ärztlicher Leiter der bekannten Gynmed-Abtreibungsambulatorien in Wien und in Salzburg, stellt diese Forderung. Denn laut Dr. Fiala dürften Polizeibeamte die "gegen Abtreibung demonstrierenden Fanatiker" nicht bestrafen, auch wenn sie Frauen in einer Krisensituation "belästigen".

Wie die Wahrheit jenseits der Worte von Dr. Fiala aussieht, haben jetzt schockierende Filmaufnahmen aufgedeckt, die auf der Webseite "GLORIA.TV" veröffentlicht wurden.

Die Bilder belegen, dass Dr. Fiala nicht Opfer, sondern Täter ist. Sein Wachpersonal verübt sexuelle Missbräuche, Demütigungen, Psychoterror und Belästigungen gegen die Lebensschützer, die auf öffentlichem Grund still und völlig wehrlos beten. Sie werden von Dr. Fialas Mitarbeitern angegriffen, sexuell missbraucht, mit brutalem Psychoterror traktiert und öffentlich gedemütigt.

Nachgestellte Vergewaltigung

Wie das Video beweist, unterwirft ein Fiala-Wachangestellter eine wehrlose, betende Frau sogar einer Schein-Vergewaltigung. Er steckt vor ihren Genitalbereich einen Holzkeil und imitiert den Geschlechtsakt. Ein anderer Mitarbeiter von Dr. Fiala öffnete den Hosenlatz eines männlichen Lebensschützers. Vor laufender Kamera greift er ihm mehrmals direkt in den Schambereich.

http://www.gloria.tv/?video=plexkbcvnjyprlb250ju

Weihbischof Laun sieht einen Fall für den Staatsanwalt

Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun hat das hochbrisante Videomaterial für "GLORIA.TV" kommentiert. Laun überzeugte sich selbst davon, mit welch "frecher Brutalität" das Wachpersonal die Lebensschützer angreift: "Ich bin entsetzt, dass in Österreich so etwas möglich ist." Das Videomaterial hat dem Weihbischof von Salzburg die Augen geöffnet: "Man sieht wirklich, dass sie tatsächlich so vorgegangen sind." Für den Weihbischof ist klar, dass die vom Video gezeigten Vorkommnisse vom Staatsanwalt untersucht werden sollen.

http://www.gloria.tv/?video=fetp98hhe2yaggkwflsr


Am 19.11.2007

Klimaschutz-Aktion: Kölner Dom schaltet Licht aus!

PEK (071119) - Der Kölner Dom beteiligt sich an der Aktion "Licht aus! Für unser Klima" und schaltet am 8. Dezember um 20 Uhr für fünf Minuten seine Aussenbeleuchtung ab, um damit zu mehr Klimaschutz aufzurufen. Die Klimaschutz-Aktion "Rettet unsere Erde" von BILD, BUND, Greenpeace und WWF ruft gemeinsam mit Google und ProSieben zu dieser deutschlandweiten Aktion auf. Am 8. Dezember sollen von 20 bis 20.05 Uhr für fünf Minuten im ganzen Land die Lichter ausgeschaltet werden als eine eindringliche Mahnung, national und international den Klimaschutz ernst zu nehmen. Mit der Aktion wollen die Kooperationspartner jeden Einzelnen zum Handeln auffordern. Zudem wollen sie ein Zeichen an den zeitgleich stattfindenden Weltklimagipfel auf Bali senden, sich konsequent für unsere Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen. Mitmachen kann jeder: Alle Privathaushalte in Deutschland, aber auch Städte, Gemeinden, Unternehmen, Vereine und Organisationen. Für Sicherheit notwendiges Licht, etwa Straßen- oder Notbeleuchtungen, bleibt natürlich eingeschaltet.

Information: www.lichtaus.info; www.koelner-dom.de

Stellungnahme: <Renate.Koellen@erzbistum-koeln.de>


Reaktion eines Lesers:

Sehr geehrte Redaktion im Presseamt des Kölner Erzbistums!

Daß sich ausgerechnet das Kölner Domkapitel von der veröffentlichten Klima-Hysterie anstecken läßt, hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten. S. dazu: Im Gegenzug hätte ich wenigstens von den beteiligten "Erde-Rettern" (BILD, BUND etc.) verlangt, daß sie wegen unterlassener Hilfeleistung am 28. Dezember 2007 von 20:00 - 20:05 die Lichter ausschalten, um der in 2007 
abgetriebenen Kinder zu gedenken und Abbitte zu leisten mit dem Vorsatz, sich dafür einzusetzen, daß im neuen Jahr 2008 vorgeburtliche Kindstötung wieder bestraft wird, weil die Scheinberatung nachweislich versagt hat, was von vornherein zu 
erwarten war.
Das wäre die Klima-Änderung, die es vorrangig gilt, herbeizuführen!
Man sollte sich doch nicht einbilden, Gott winke die Kultur des Todes ungesühnt einfach durch.
Er braucht doch nur die Sonne etwas deftiger scheinen zu lassen. Oder glaubt man etwa, er könne das nicht? Ja, dann könnten wir eigentlich 
auch sofort das Beten einstellen, oder etwa nicht?
Könnt Ihr eigentlich alle noch gut schlafen?,
fragt
Leonhard Hoffmann Dipl.-Ing.
Kösliner Str. 38
22147 Hamburg
040 - 64 23 26 56


Tag für das Leben

Die Kirche in Irland beging am Sonntag den „Tag für das Leben“

MAYNOOTH, 9. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Jedes menschliches Leben hat nach Worten der irischen Bischöfe „einen Zweck, eine Bedeutung und einen Wert an sich“.

In ihrer gemeinsamen Botschaft zum „Tag des Lebens“, der unter dem Motto „Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes“ am Sonntag landesweit begangen wurde, bekräftigen die Hirten die Unantastbarkeit und Heiligkeit des menschlichen Lebens in all seinen Phasen.

„Die Kirche glaubt, dass jedes Leben von Gott nach seinem eigenen Bild und Gleichnis geschaffen und alles Leben vom Moment der Empfängnis an bis zum Zeitpunkt des natürlichen Todes heilig ist“, heißt es in dem Hirtenbrief.

„Die Kirche stellt sich gegen Abtreibung, weil dadurch ein unschuldiges menschlichen Leben getötet wird“, erklären die Bischöfe. „Sich für das Leben zu entscheiden heißt, die Menschenwürde und die Entwicklung in jedem Lebensbereich zu fördern – zum Leben Ja sagen.“

In dem Dokument, dass für die 130.000 polnischen Einwanderer, die in Irland leben, eigens ins Polnische übersetzt wurde, wird klargestellt, dass sich die Kirche auch in Zukunft „allen direkten Angriffen gegen unschuldiges menschliches Leben entgegenstellen“ werde, denn jedes Leben besitze „einen Wert an sich hat“.

„Sonntag des Lebens“ in den USA

wird am 7. Oktober als „Dienst an der Wahrheit“ begangen

WASHINGTON D.C., 28. September 2007 (ZENIT.org).- Der Sonntag zur Förderung der Achtung vor dem menschlichen Leben, der am 7. Oktober als „Respect Life Sunday“ in allen Diözesen der USA begangen wird, soll nach Worten von Kardinal Justin Rigali vor allem Gelegenheit bieten, um die Wahrheit über die Würde des Menschen tiefer zu erfassen und zu verbreiten.

In den USA gehört der „Respect Life Sonntag“ jeweils am ersten Sonntag im Monat Oktober zur Tradition. An diesem Tag wird im ganzen Land besonders intensiv um die Ausbreitung einer Kultur des Lebens gebetet.

Wenn man die Problemstellungen, die mit der menschlichen Würde verbunden sind, nicht ernsthaft angehe, werde man „kaum den Tag erleben, an dem alles menschliche Leben respektiert und verteidigt wird“, betonte Kardinal Rigali, Vorsitzender der bischöflichen Lebensschutzkommission.

Mit Blick auf das diesjährige Motto „Das Kind in meinem Schoß hüpfte vor Freude“ machte der Erzbischof von Philadelphia auf die allgemeine Verwirrung aufmerksam, die hinsichtlich der Annerkennung der Personenwürde des Menschen vom Augenblick seiner Empfängnis an besteht. In diesem Zusammenhang bedauerte er die „jüngsten allgemeinen Widersprüche in der amerikanischen Gesellschaft, was das Leben angeht“. Sie hätten sich durch die unterschiedliche Rechtspraxis über die Materie der Tötung eines Kindes im Mutterleib in den einzelnen Bundesländern ergeben.

Auch wenn US-Präsident George Bush bei einer Gesetzesvorlage zur Finanzierung der Stammzellenforschung von seinem Vetorecht Gebrauch gemacht, bemühen sich nach Worten von Kardinal Rigali die Verfechter der embryonalen Stammzelleforschung weiterhin, „die Bedenken über die Zerstörung menschlicher Embryonen zu zerstreuen“.

Der 72 Jahre alte Kardinal nahm auch jene Position kritisch in den Blick, die bei Sterbenden zwischen menschlichem und vegetativem Leben unterscheiden will, um die künstliche Ernährung des Kranken einstellen zu können, was einer unterlassenen Hilfeleistung mit Todesfolge gleichkäme.

Ein explizites Plädoyer für das Leben entspricht, wie der Kardinal hervorhob, jenem Dienst an der Wahrheit, wie ihn Papst Benedikt XVI. am 8. September in Mariazell gefordert hat, als er sagte: „Wenn es Wahrheit für den Menschen nicht gibt, dann kann er auch nicht letztlich Gut und Böse unterscheiden. Und dann werden die großen und großartigen Erkenntnisse der Wissenschaft zweischneidig: Sie können bedeutende Möglichkeiten zum Guten, zum Heil des Menschen sein, aber auch – und wir sehen es – zu furchtbaren Bedrohungen, zur Zerstörung des Menschen und der Welt werden. Wir brauchen Wahrheit.“

Die Kirche kann Abtreibung nie gutheißen

Kardinal Schönborn: Aufruf zu breiter „Allianz für das Leben“

WIEN, 12. September 2007 (ZENIT.org).- Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Christoph Kardinal Schönborn, hat alle Teile der Gesellschaft dazu ermutigt, sich zu einer breiten „Allianz für das Leben“ zusammenzuschließen.

Angesichts der öffentlichen Debatte über die Aussagen von Papst Benedikt XVI. über die Abtreibung (vgl. Ansprache in der Hofburg) bekräftigte Kardinal Schönborn heute, Mittwoch, dass die Kirche Abtreibung nie gutheißen könne. Im Interview mit der Nachrichtenagentur „Kathpress“ sprach sich der Wiener Erzbischof dafür aus, in dieser Frage einen gesellschaftlichen Minimalkonsens zu erzielen.

Mit der Einführung der Fristenlösung unter der Regierung Kreisky im Jahr 1974 wurden nach Worten des Kardinals auch „flankierende Maßnahmen“ versprochen, die bislang nicht eingelöst worden seien.

Wie Papst Benedikt am Freitag vor den österreichischen Spitzenpolitikern, so wies Kardinal Schönborn darauf hin, dass Abtreibung nach der geltenden österreichischen Rechtsordnung Unrecht ist. „Das muss außer Streit stehen“, fügte er hinzu. „Es geht um die Tötung menschlichen Lebens. Das ist keine Bagatelle. Es gibt kein ‚Menschenrecht auf Abtreibung‘, wohl aber gibt es ein ‚Menschenrecht auf Leben‘. Das ist das grundlegendste aller Menschenrechte.“

Zugleich müsse Frauen in Not geholfen werden. Auch diesen Aspekt hatte Papst Benedikt XVI. in der Hofburg ausdrücklich angesprochen: „Ich verschließe nicht die Augen vor den Problemen und Konflikten vieler Frauen und bin mir dessen bewusst, dass die Glaubwürdigkeit unserer Rede auch davon abhängt, was die Kirche selbst zur Hilfe für betroffene Frauen tut.“

Eine der versprochenen „flankierenden Maßnahmen“ ist nach Worten Kardinal Schönborn die Erhebung der Motive für Abtreibungen. Auf dem Hintergrund einer solchen Motiverhebung könnten viel genauer Maßnahmen getroffen werden, die „die wirklichen Nöte betreffen“.

Besonders schmerzlich ist in den Augen des Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz die Tatsache, dass die Gesetzesregelung nicht nur eine Fristen-, sondern zudem eine Indikationenregelung ist, was unter anderem bedeutet, dass die Abtreibung von vermutlich behinderten Kindern praktisch bis zur Geburt möglich ist.

„Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass immer weniger Kinder mit Down-Syndrom geboren werden“, stellte der Wiener Erzbischof fest. „Ich hoffe, dass – auch im Interesse der erwachsenen Menschen mit Behinderung – Übereinstimmung herrscht, dass dies ein Zustand ist, der unseres Landes nicht würdig ist. Der Papst hat daran erinnert, dass ein Kind kein ‚Schadensfall‘ sein kann. Die Bibel sagt sehr deutlich: ‚Wähle das Leben‘.“

Abtreibungsmentalität

Erzbischof von Lima verweist auf Worte Benedikts XVI. in Österreich

LIMA, 11. September 2007 (ZENIT.org).- Der Primas von Peru, Kardinal Juan Luis Cipriani, hat in Anlehnung an die Ansprache von Papst Benedikt XVI. in der Wiener Hofburg darauf hingewiesen, dass die Abtreibung die „Feigheit der modernen Gesellschaft“ freilege.

Die „Egoisten in der Welt von heute“ verweigerten den ungeborenen Kindern den Lebensraum, auf den sie jedes Recht hätten, kritisierte der Erzbischof von Lima am Sonntag während der Eucharistiefeier, an der unter anderem der peruanische Gesundheitsminister Carlos Vallejos Sologuren teilnahm.

Angesichts der ungeheuerlichen Möglichkeit der heutigen Menschheit, über die Existenz von Millionen von Menschen zu entscheiden, verurteilte Kardinal Cipriani den Relativismus, der viele dazu verleite, die Legalisierung der Abtreibung nur deshalb gutzuheißen, weil sie ein ver4breitetes Übel sei. Eine solche Einstellung müsste aber nach Worten des Kardinals genauso dazu führen, jene kriminellen Delikte gutzuheißen und zu legalisieren, die in der peruanischen Gesellschaft immer wieder aufträten.

Das „große Problem“ des Relativismus besteht nach Worten des Kardinals darin, dass gut und böse relativ werden – wie es Papst Benedikt am Freitag vor den österreichischen Spitzenpolitikern und Vertretern des diplomatischen Corps dargelegt hatte. Ausdrücklich auf diese Rede Bezug nehmend, fuhr Kardinal Cipriani fort: „Wozu nützen mir enorme wissenschaftliche Errungenschaften, wenn sie eingesetzt werden, um Schaden anzurichten?“

Das menschliche Streben nach hervorragenden Leistungen und Exzellenz dürfe nicht seines geistigen Gehalts beraubt gehen, nämlich der Bemühung um ein tugendhaftes Leben. „Hervorragend ist nicht notwendigerweise der, der viel verdient oder viele Titel hat. Wie schwer fällt es einem doch so oft, ehrliche Frauen und Männer zu finden, die mit anderen zusammenarbeiten können, zuvorkommend sind, ihre Zeit großzügig zur Verfügung stellen und opferbereit sind – vor allem aber, die ehrlich sind“, erklärte der Hirte von Lima.

Die gegenwärtige Situation betrachte er als einen klaren Auftrag: das Wissen um die Ethik und den Menschen zu vertiefen. Und diesbezüglich hob der Kardinal hervor, dass mit Ethik „nicht Erfolg oder Scheitern“ gemeint sei, sondern vielmehr „das, was den Menschen glücklich macht“.

In diesem Sinn bezeichnete Kardinal Cipriani die „Eroberung der menschlichen Freiheit“ als die große Herausforderung der Gegenwart. Freiheit sei zwar in aller Munde, aber die Wirklichkeit sehe anders aus: „Im Namen der Freiheit wird die Freiheit von Interessensgruppen mit Füßen getreten.“



Geburtenzahl sinkt weiter:

 Durchschnittlich 1,33 Kinder pro Frau

Wiesbaden (dpa) - In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren. Im vergangenen Jahr kamen bundesweit rund 672 700 Mädchen und Jungen zur Welt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

2005 lag die Geburtenzahl noch um 13 100 höher. Im Durchschnitt bekommt damit jede Frau in Deutschland 1,33 Kinder. Im Jahr zuvor waren es durchschnittlich 1,34 Kinder pro Frau, zwei Jahre zuvor 1,36 Kinder. Dabei verringerten sich die Unterschiede zwischen West und Ost weiter. Im alten Bundesgebiet nahm die Kinderzahl (1,34 pro Frau, Vorjahr: 1,36) weiter ab, in den neuen Bundesländern (1,30) blieb sie konstant. Allerdings liegt das Durchschnittsalter der Mütter bei Geburt (30,3 Jahre) im Westen immer noch deutlich höher als im Osten (28,6 Jahre).

Im Westen setzte sich die Abnahme der vergangenen Jahre fort, bei der nur 2004 eine Ausnahme machte. Die durchschnittliche Kinderzahl in den alten Ländern erreichte 2006 den Stand von Mitte der 90er Jahre. Im Osten blieb sie in etwa auf dem Niveau von 2004.

Die durchschnittliche Kinderzahl gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr. 
GMX-Seite  10.09.2007


Katholiken verlassen "amnesty international"

Eine weitere prominente katholische Persönlichkeit hat ihre Mitgliedschaft bei "amnesty international" (ai) gekündigt. Der schottische Cardinal Keith O'Brien entschloss sich die Organisation nach 40 jähriger Mitgliedschaft zu verlassen. Grund sei die Abtreibungspolitik von ai.

Zusätzlich zum Boykottaufruf des Vatikans ai finanziell nicht mehr zu unterstützen, bringe die Entscheidung der Menschenechtsorganisation, Abtreibungen unter gewissen Bedingungen zu erlauben und zu unterstützen, auch noch interne Unstimmigkeiten.


Guatemala

Bischöfe attackieren Abtreibungskampagnen

Guatemala (24.08.2007, kna). Die katholische Kirche protestiert scharf gegen internationale Tendenzen zur Legalisierung von Abtreibung. „Abtreibung ist ein besonders schweres Verbrechen“, zitiert die Nachrichtenagentur Aciprensa aus einem Schreiben der guatemaltekischen Bischöfe. Wenn eine Gesellschaft Schwangerschaftsabbrüche „in ihrem Denken, ihren Traditionen und ihren Gesetzen akzeptiert“, sei das ein „offensichtliches Zeichen für eine sehr gefährliche Krise der Moral“. Vom Westen propagierte weltweite Kampagnen zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen bezeichnen die Bischöfe als „Krieg der Mächtigen gegen die Schwächsten“. Es entstehe der Eindruck, dass es allein darum gehe, Menschenleben zu retten, indem man die sanitären Verhältnisse bei einer Abtreibung verbessert. Die moralische Frage nach der Verantwortung gegenüber dem entstehenden Leben werde dabei ausgeblendet.

aus Pro-Lfe-Information vom 29.08.07 Jugend für das Leben, Österreich

s. auch unter Dokumentation


Vatikan: Protest gegen selektive Abtreibungen

Rom (27.08.2007, rv). Selektive Abtreibungen: Sie sind fast überall in der Welt an der Tagesordnung. Jetzt hat ein Fall in Italien die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregt: Bei einer Zwillingsschwangerschaft wurde bei einem der Embryonen Down-Syndrom diagnostiziert. Die Mutter bat, das behinderte Kind abzutreiben. Doch der Arzt tötete aus Versehen das gesunde Kind der Schwangeren.
Für die Kirche ist jedwede selektive Abtreibung indiskutabel, sagt der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia:

„Ja, in der Tat muss man beklagen, dass man überall auf der Welt immer weniger Gesichter von Kindern mit Down-Syndrom sieht. Das ist ein schlechtes Zeichen für die fortschrittlichen Gesellschaften. Selektive Abtreibungen nehmen immer mehr zu, auch bei anderen Krankheiten: In manchen Ländern wird abgetrieben, weil es ich um ein Mädchen handelt, in anderen, weil der Zeitpunkt der Geburt nicht in die Lebensplanung der Familien hineinpasst. Jedes Mal wenn solche Kriterien angelegt werden, wird ein Mensch getötet, aber nicht nur dies: die Gesellschaft wird beleidigt und letztlich die gesamte Menschheit.“

Sgreccia fordert von den Katholiken, sich politisch einzumischen: „Diese Dinge müssen uns wachrütteln, damit wir uns mit neuer Kraft einsetzen für den Schutz des Lebens vom Augenblick der Empfängnis an, denn diese Geschöpfe haben dieselbe Würde wie wir. Wenn sie eine Behinderung haben, ist das nur ein Grund mehr, ihnen zu helfen. Die Gesellschaft und die Kultur muss sich ändern, wir müssen uns dafür einsetzen, ohne polemisch zu werden, aber gleichwohl im Wissen um unsere Verantwortung.“

aus Pro-Life-Information am 29. August 2007 - Jugend für das Leben, Österreich


Erbischof Amato: Abtreibung ist Form von Terrorismus

Der Sekretär der vatikanischen Glaubenskongregation kritiserte den „Terrorismus mit menschlichem Antlitz“, der über die Medien verbreitet wird.

Rom (www.kath.net) Abtreibung, Euthanasie und die Abtreibungspille RU 486 sind nach Ansicht des Sekretärs der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Angelo Amato, eine Form eines zeitgenössischen „Terrorismus“.

Dieser „sogenannte Terrorismus mit menschlichem Antlitz“ werde über die Medien verbreitet, sagte Amato laut Bericht des „Corriere della Sera“; dabei werde die Sprache manipuliert, indem Begriffe verwendet werden, „welche die tragische Realität der Fakten verbergen“.

Der Erzbischof kritisierte „politisch korrekte“ Begriffe, mit denen die Abtreibung als „Schwangerschaftsunterbrechung“ und nicht als Tötung eines unschuldigen Kindes bezeichnet werde. Euthanasie werde als „Sterben in Würde“ propagiert


Abtreibung verboten

Aktion SOS LEBEN begrüßt
Entscheidung des US-Staates South Dakota

33 Jahre nach der Freigabe der Abtreibung in des USA verbietet damit ein amerikanischer Bundesstaat das Töten von Ungeborenen. Dies ist ein paradigmatischer Schritt in der Geschichte der Lebensrechtsbewegung. In South Dakota war dies Dank der jahrelangen Arbeit von Abtreibungsgegnern, die unermüdlich und mit vorbildlicher Ausdauer die Öffentliche Meinung für das Recht auf Leben der Ungeborenen sensibilisiert haben, bis die Politiker dieses Bundesstaates sich nicht mehr gegen ein Verbot versperren konnten.
Dieser Sieg des rechts auf Leben ist ein Ansporn für alle Lebensrechtler
weltzweit und zeigt, daß auch wenn man gegen die Wände der leichgültigkeit und der Stille anrennt, diese irgendwann bersten.
Was die Lebensrechter in South Dakota erreicht haben, kann auch Deutschland erreicht werden, wenn immer wieder die Menschen für die Rechte der ungeborenen Kinder sensibilisiert werden.


Ärzte verweigern geistig Behinderter Abtreibung

In der argentischen Satdt La Plata haben sich die Ärzte eines Krankenhauses nach fünfstündiger Beratung geweigert, an einer geistig behinderten Neunzehnjährigen, die im fünften Monat schwanger ist, eine Abtreibung vorzunehmen. Einen Tag zuvor hatte der Oberste Gerichtshof der Provinz Buenos Aires den Schwangerschaftsabbruch ausdrücklich genehmigt und das Urteil einer unteren Instanz widerrufen. Die Ärzte machten geltend, daß die Schwangerschaft bereits zu weit fortgeschritten sei. Die junge Frau war mutmaßlich von einem Familienangehörigen sexuell mißbraucht worden und hatte vor einem Monat in dem Hospital um den Abbruch der Schwangerschaft nachgesucht. Eine Jugendrichterin verbot die Abtreibung, der Rechtsstreit zog sich über Gebühr hin. Abtreibung ist nach argentinischen Gesetzen nur erlaubt, wenn Leben und Gesundheit der Mutter in Gefahtr sind oder die Schwangerschaft geistig behinderter Frauen auf einer Vergewaltigung beruht.Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes hat die Diskussion zwischen Befürworten und Gegnern einer straffreien Abtreibung neu entfacht. oe (s. FAZ 4.8.06 S.7)


Tim ist 10 Jahre alt

Am 5. Juli 2007 wurde der als Oldenburger Baby bekannte Tim 10 Jahre alt. Tim hatte seine eigene Abtreibung in der 25. Schwangerschaftswoche überlebt, obwohl er neun Stunden lang unversorgt liegen blieb, bis man ihm endlich half. Aus Anlass seines Geburtstages veranstalteten die "Stiftung Ja zum Leben" und die "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALfA) am 30 Juni 2007 auf der Kölner Domplatte eine Kundgebung mit anschließender Menschenkette um den Kölner Dom. Die Veranstaltung sollte auf den Skandal der unverändert andauernden und zeitlich nicht begrenzten Spätabtreibungen hinweisen und ein Zeichen für das Lebensrecht aller Menschen, egal ob gesund oder behindert, setzen. (Aus "Stiftungsbrief" der Stiftung Ja zum Leben, Juni 2007)


Tag des ungeborenen Lebens

In Lateinamerika wird der 25. März
auf besondere Weise begangen

Die lateinamerikanischen Länder bereiten sich auf die Feier des „Tag des ungeborenen Lebens“ am 25. März vor. In einigen Nationen wird dieser Tag im großen Rahmen und mit staatlicher Unterstützung begangen, in anderen zumindest im kirchlichen Rahmen.
Am 25. März feiert die Kirche das Hochfest der Verkündigung des Herrn. An diesem Tag wird an das einzigartige Ereignis des Besuches des Engels bei Maria, der Jungfrau, erinnert, als er ihr verkündete, daß sie zur Mutter des Messias, des Gottessohnes, erwählt worden war. Durch ihr „mir geschehe, wie du es gesagt hast“ wurde Maria zur Mutter Jesu, und der „Heilige Geist kam über sie und die Kraft des Höchsten überschattete sie“ (vgl. Lk 1,35-38). An diesem Tag gedenken die Länder Mittel- und Südamerikas nun auch den ungeborenen Menschen.
El Salvador war das erste Land, das diesen Tag im Jahre 1993 einführte. Es nannte ihn den „Tag des Rechts, geboren zu werden“. Im Zuge der Bemühung der Lebensschutz-Bewegung wurde dieser Tag vom Gesetzgeber staatlich eingeführt.
Im Dezember 1998 erklärte Argentinien den 25. März zum „Tag des Ungeborenen“. Der Papst verfaßte aus diesem Anlaß eine eigene Botschaft. Nicht nur Vertreter der katholischen Kirche, sondern auch viele von anderen christlichen und orthodoxen Kirchen, sowie Juden und Moslems hatten sich für diesen Tag eingesetzt. Spanien, Portugal, die Philippinen und andere Länder Lateinamerikas wurden dazu aufgefordert, der argentinischen Initiative zu folgen.
Eine Kampagne in Chile, die von Tausenden von Unterschriften und mehreren Bürgermeistern unterstützt wurde, führte zur Annahme eines ähnlichen Projekts durch den Senat im Mai 1999. Er legte dem damaligen Staatspräsidenten die Bitte vor, den 25. März zum „Tag des empfangenen und ungeborenen Kindes“ zu erklären.
Im Mai 1999 erklärte der guatemaltekische Kongreß den 25. März zum „Nationalfeiertag des Ungeborenen“. Das erklärte Ziel, das man unter anderem mit dieser Maßnahme erreichen wollte, war die Förderung „einer Kultur des Lebens und der Verteidigung des Lebens vom Moment der Empfängnis an“.
Ebenfalls 1999 verkündete der Staatspräsident von Costa Rica, Miguel Rodríguez, öffentlich, daß der 27. Juli künftig der „Nationalfeiertag des ungeborenen Lebens“ sei.
In Nicaragua erließ Präsident Arnold Alemán eine Verordnung, durch die im Jahr 2000 der 25. März zum „Tag des Ungeborenen“ wurde.
Ein Jahr später bejahte die Dominikanische Republik ein ähnliches Gesetz. Der 25. März wurde zu einem Tag, der dazu verhilft, das „Nachdenken über die wichtige Rolle der schwangeren Frau für das Schicksal der Menschheit zu fördern, sowie den Wert des menschlichen Lebens, das sie in ihrem Schoß trägt“.
Der peruanische Kongreß legte im Jahr 2002 den 25. März als „Tag des Ungeborenen“ fest. Die Familienkommission der peruanischen Bischofskonferenz hat kürzlich diesbezüglich eine Botschaft veröffentlicht, in der ein aktiveres Engagement zum Schutz des Lebens und der Würde des Ungeborenen verlangt wird.
Im Jahr 2003 erklärte Paraguay den 25. März zum offiziellen „Tag des Ungeborenen“, durch eine von Präsident Luis González Macchi unterzeichnete Verordnung.
In anderen spanisch sprechenden Ländern genießt der „Tag des Ungeborenen“ keine nationale Anerkennung, wird aber von der katholischen Kirche begangen und gefördert. Weil in diesem Jahr der 25. März auf den Karfreitag fällt, hat die kolumbianische Bischofskonferenz den „Tag des Ungeborenen“ auf den 4. April verschoben. Er wird zum Thema „Wir erwarten ein Kind“ abgehalten werden. (ZENIT)


Kommentar: Schadensfall Kind

Die perverse Idee, dass der Nachwuchs einen Schaden darstellt, ist nun vom Bundesgerichtshof vertreten worden. Der ärztliche Fehler muss wohl geahndet werden. Aber die Frage ist: Wie soll das Kind jetzt leben?

Von Konrad Adam

Das Kind als Schaden - diese perverse Vorstellung hat jetzt ihre Bestätigung durch eines der höchsten deutschen Gerichte erfahren. Der Bundesgerichtshof hat einen Gynäkologen, der einer Frau ein angeblich lang wirkendes Verhütungsmittel fehlerhaft eingesetzt hatte, dazu verurteilt, der "Geschädigten" und ihrem Partner die gesamten Unterhaltskosten für das unerwünschte Kind zu erstatten - lebenslang.

Das Urteil kann - und muss wohl auch - von zwei ganz unterschiedlichen Seiten aus betrachtet werden. Die eine nimmt die ärztliche Sorgfaltspflicht in den Blick und den Schadenersatz, den der Arzt für den Fall zu leisten hat, dass er seine Kunst fehlerhaft ausgeübt hat. Dass hier die Zügel angezogen worden sind und der Arzt denselben Maßstäben unterworfen wird, wie sie für jeden Klempner üblich sind, wird man angesichts der bekannten Schwierigkeiten, ärztliche Kunstfehler zu entdecken und gerichtsfest zu machen, durchaus begrüßen.

Der zweite Aspekt wiegt ungleich schwerer. Bei ihm geht es um die simple Frage, wie das bedauernswerte Kind, das Gegenstand des Verfahrens war, mit diesem Urteil fertig werden, also leben soll. Zusätzlich zu der vielleicht nur höchst privaten Ahnung, dass seine Eltern es nicht haben wollten, hat es jetzt auch noch die amtliche Bestätigung dafür, dass es unerwünscht ins Leben getreten ist.

Früher hatte man für solche Fälle das Attribut "lebensunwert" zur Hand. Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte allerdings gelernt, und deshalb sprechen sie nicht mehr von lebensunwert, sondern von "unerwünscht". Der BGH hat ein zeitgerechtes Urteil gesprochen: Die Eltern haben alle Rechte, das Kind hat keine. Es muss verhütet oder abgetrieben werden, als Schaden. Aus diesem Grunde ist das Urteil ein Skandal.

Artikel erschienen in DIE WELT am 15.11.2006

Bericht zum Thema      http://www.welt.de/data/2006/11/14/1110685.html


Organspende?

Früher war ich auch für die Organspende. Durch das Verhalten der Ärzte bin ich davon abgekommen. Meine Vorstellung ist, vielleicht unbegründet – früher: Ich komme zu 95 Prozent tot ins Krankenhaus, und man kämpft um mein Leben. Heute: Ich komme zu 70 Prozent verletzt ins Krankenhaus, man braucht ein Organ, und man entnimmt es. Als Belohnung bin ich tot, und man hat jemand anderes gerettet. Dies wird wohl auch andere davon abhalten.
Wolfgang Trantow, Leserbrief per E-Mail, in Die Welt vom 26.04.07


Weihe an Maria

Jugend für das Leben Österreich

vollzieht am 25. März 2007 die feierliche Weihe des Vereins und dessen Arbeit an die Gottesmutter Maria nach der Formel des hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort. Seit dem 20. Februar bereiten sich die Jugendlichen mit von dem Heiligen empfohlenen Gebetsübungen für die Weihe vor. Es sind 33 Tage zu Ehren der 33 Lebensjahre Unseres Herren Jesus Christus.

Unterstützen auch Sie diese eifrigen jungen Kämpfer für das Lebensrecht der Ungeborenen mit Ihrem Gebet.


§ 218: Jedes Jahr ein Tsunami - 9.000.000 Opfer schätzungsweise

Paradieslandschaften wurden plötzlich zur Hölle. Hunderttausende von Toten und Vermißten. Unter ihnen Tausende und Abertausende Kinder, die fröhlich am Strand oder zu Hause spielten. Weitere Zehntausende wurden plötzlich zu Waisen. Wer war da schon nicht gerührt beim Anblick der Verwüstungen, die der Tsunami an den Küsten des Indischen Ozeans hinterlassen hat. Weltweit entstand eine Solidarität und Hilfsbereitschaft ohne gleichen. Es zeigte, daß die Menschen noch mitfühlen können, wenn ihresgleichen in Not geraten. Wenigstens dann, wenn sie unter dem Schock der Bilder der Katastrophe stehen.

Und dennoch...

In Deutschland, in unserer Nähe, wird alle zwei Minuten ein ungeborenes Kind durch Abtreibung umgebracht. Abtreibung, die so viel Opfer pro Jahr fordert wie ein Tsunami. Genau so viel? Nein, das doppelte, denn die Mutter wird ebenfalls zum Opfer in der Folge.

Und das geht schon 30 Jahre so!

Doch das Fernsehen zeigt hiervon keine Bilder. Es weigert sich z.B. den „Stummen Schrei“ von Dr. Bernard Nathanson zu zeigen, in dem man auf Ultraschallaufnahmen sieht, wie das Kind im Mutterleib, nicht einer zwanzig Meter hohen Meereswelle, sondern den grausamen tödlichen Geräten des Abtreibers entfliehen will.

Die verborgene Wirklichkeit der Abtreibung

Frauen, die auch noch Jahre unter den psychischen Folgen einer Abtreibung leiden, die in den meisten Fällen ihnen von ihrer Umgebung aufgezwungen wurde, werden zu „Talkshows“ nicht eingeladen. Von dieser Gewalt hier bei uns wird nicht gesprochen. Zu den „Talkshows“ werden auch keine Mediziner oder Helfer eingeladen, die dem Abtreibungsgewerbe angehörten, die den Hintergrund des Systems kennengelernt haben, und dem Ganzen überdrüssig geworden und letztlich aus dem System ausgestiegen sind.

Den großen Medien fällt es gar nicht ein, Zeugnisse über die Grausamkeit der Katastrophe Abtreibung zu veröffentlichen. Da gibt es z.B. eine Arztassistentin in den USA, die berichtete kürzlich, was sie mit ihren eigenen Augen vier mal in der Woche ansehen mußte. Sie kündigte ihre Stelle an der „Ärztlichen Klinik für die Frau von heute“, eine private Abtreibungsklinik in Chula Vista in Kalifornien, wo sie seit 2002, als sie ihr Berufsdiplom erhielt, tätig war:

„In der 12. Schwangerschaft, schreibt sie, holt der Arzt das Baby mit der Geburtszange stückweise zerrissen aus dem Mutterleib. Er untersucht jedes Teil und legt es in eine Schale ab. Wenn er fertig war, mußte ich die Schale leeren. Wir trennten die Fleischstücke vom Blut. Die Fleischstücke wurden dann ins Labor gebracht.

Es ist erstaunlich wie diese Stückchen schon definierte Formen haben. Sie können gar nicht glauben, was Sie da sehen: Perfekte kleine Händchen, kleiner als die Hände einer Barbiepuppe. Sie können die Eingeweide sehen, kleine Schulterblätter, das kleine Gesichtchen und der völlig zerquetschte kleine Kopf. An den Stücken können Sie sagen ob das Baby ein Junge oder Mädchen war.

Der Anblick dieser Fleischstücke in der Schale machte mich sehr traurig. Es war sehr hart für mich, dies alles zu tun. Zu sehen wie Teile auch auf den Boden fielen oder ein Füßchen von einem Instrument loszulösen. Eine Frau, die hier arbeitete, erzählte mir, daß sie einmal zu Hause ankam und fand an ihrer Bluse ein kleines Füßchen, das am Schulterteil kleben geblieben ist. Sie hatte gar nichts gemerkt, bis ihr Mann sie darauf aufmerksam gemacht hatte.“

Dieser Bericht, den die junge Assistentin verfaßte, als sie noch in der Klinik tätig war, wurde in der Januarausgabe der katholischen Monatsschrift San Diego Notes veröffentlicht.

Dies sind Erfahrungen, die bekannt gemacht werden müssen. Doch die Medien stellen ihren Raum lieber den Vertretern der verantwortlichen Elternschaft zur Verfügung, die die Wirklichkeit verbergen.

Ja, es gibt eine Verschwörung des Schweigens über die Abtreibung, was der Mehrheit der Bevölkerung die Möglichkeit verwehrt, sich dieser menschlichen Katastrophe in unserer Gesellschaft bewußt zu werden und Anteilnahme zu zeigen. Hier geht es nicht um eine unvermeidbare Naturkatastrophe, wie ein Meeresbeben, sondern um eine künstlich und absichtlich hervorgebrachte Katastrophe, wie es die vorsätzliche Tötung eines ungeborenen Menschen ist.

Das Schweigen muß gebrochen werden

Es unbedingt notwendig, daß eine Bewegung des Mitleids und der Empörung die Tribünen der Parlamente und der Medien stürmt bis hin zu den Macht- und Entscheidungszentren. Dieses Massaker der Unschuldigen muß ein Ende haben.

9 000 000 Opfer belasten in Deutschland das Gewissen all derer, die aktiv und passiv, direkt und indirekt während 30 Jahre an dieser vorsätzlichen Tötung von Menschen beteiligt waren.

Zu diesen Opfern kommen noch hinzu die unzähligen Frauen, die von ihrer Umgebung zur Abtreibung gezwungen wurden: durch einen unverantwortlichen Partner, eine verständnislose Familie, eine „engagierte“ Sozialberaterin oder einen gewissenslosen Arzt.

Es sind Opfer in unsere Nähe, denen geholfen werden muß.

Begrüßen wir die enorme Hilfsbereitschaft gegenüber das tragische Schicksal der Opfer des Tsunamis.

Doch setzen wir uns engagiert ein in diesem Jahr 2005, damit Deutschland sich bewußt wird, daß hierzulande eine viel mörderische Springflut und außerdem empörende, weil absichtlich verursacht, uns tagtäglich auf Tropfenzählerart trifft:

Ein Opfer alle zwei Minuten.

(Aus „Les nouvelles de Droit de naître“ Februar 2005, Übers. BH)


Offener Brief

von P. Lothar Groppe SJ

An unsere demokratischen Parteien
Die von unseren demokratischen Parteien geäußerte Kritik an der Hinrichtung des irakischen Präsidenten Saddam Hussein hat nicht geringes Befremden und Verwunderung erregt, zumal im gleichen Atemzug erklärt wurde, er habe sich schwerster Verbrechen schuldig gemacht. Der exzessive Mißbrauch der Todesstrafe in den verschiedenen Diktaturen des vergangenen Jahrhunderts dürfte eine ganze Reihe von Staaten bewogen haben, die Todesstrafe abzuschaffen.

Im merkwürdigen Gegensatz zur Kritik an der Exekution von Saddam Hussein steht die weit verbreitete Forderung des „Rechts auf den eigenen Bauch“, dem allein in Deutschland seit 1975 nach amtlicher Statistik 4, 2 Millionen ungeborener Kinder zum Opfer fielen. Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation werden Jahr für Jahr weltweit 50 Millionen Kinder abgetrieben. Mit großer Mehrheit beschloß der Bundestag 1995 das Recht auf Abtreibung mit Beratungsschein, die zwar „rechtswidrig, aber straffrei“ sein solle. Eine führende Politikerin erklärte larmoyant, wir hätten noch immer keine flächendeckenden Abtreibungskliniken. Der Fuldaer Bischof Dyba bezeichnet die Neufassung des § 218 in seiner prägnanten Ausdrucksweise als „Tötungslizenz“. Das II. Vatikanische Konzil erklärte in seiner Pastoralkonstitution „Die Kirche in der Welt von heute“, die gern zitiert wird, wenn sie die eigene Meinung begünstigt:

„Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuungswürdige Verbrechen.“ (Nr. 51) Papst Johannes Paul II. schrieb den nordamerikanischen Bischöfen, er werde sich mit dem noch immer fortwährenden Baby-Holocaust nicht abfinden.

In meinen Vorlesungen und Podiumsdiskussionen habe ich stets betont, die logische und konsequente Fortsetzung der Abtreibung sei die Euthanasie. Wegen der ständig wachsenden Zahl von Pflegebedürftigen werde die „Entsorgungspille für Opa und Oma“ nicht lange auf sich warten lassen. Wer soll denn die Kosten für sie übernehmen, wenn wir diejenigen (unseren Nachwuchs! swg) „wegmachen“, die hierzu ihren Beitrag leisten würden? Die Generation, die ihre Nachkommen im Mutterleib ermordet hat, wird spätestens im Rentenalter die Folgen tragen. Alle Parteien bekennen sich in ihrem Programm zum Schutz von Menschenrechten und Menschenwürde, das selbst Schwerstverbrecher vor der Todesstrafe bewahrt. Aber ungeborene Kinder sind vogelfrei. Jedoch auch sie haben ein Recht auf Leben und Menschenwürde.

In der Präambel unseres Grundgesetzes heißt es: „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen „

Unsere demokratischen Parteien sollten sich dieser Verantwortung bewußt sein und sich mit aller Kraft dafür einsetzen, daß menschliches Leben vom Beginn der Empfängnis bis zum natürlichen Tod unantastbar ist.

P. Lothar Groppe SJ
14195 Berlin,
den 8.1.07



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