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Aktion SOS LEBEN
für eine Kultur des Lebens

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Umfrage: Die meisten Frauen in Deutschland betrachten Kinder als ein Glück

Posted by Benno at 09:05 AM on July 11, 2005 Comments comments (0)

Hamburg - Die meisten deutschen Frauen betrachten einer Umfrage zufolge Kinder als Glück. Für 69 Prozent der Frauen sind sie ?sehr wichtig? und für weitere 20 Prozent ?eher wichtig? für die Erfüllung des eigenen Lebens, wie aus einer Forsa Umfrage der Zeitschrift "Woman" hervorgeht. Danach halten nur neun Prozent der Frauen Kinder weniger oder überhaupt nicht wichtig für ihr persönliches Glück.
Laut Umfrage messen Frauen mit Hauptschulabschluß (73 %) und mittleren Bildungsabschluß (78 %) Kindern mehr Bedeutung zu als Frauen mit Abitur (59 %).
Auch zwischen Ost und West gibt es Unterschiede: Ostdeutsche Frauen halten Nachwuchs zu 85 % für wichriger als westdeutsche (66 %). In Westdeutschland sagen 66 % Frauen, daß eigene Kinder sehr wichtig für das persönliche Glück sind, in Ostdeutschland sind dies mit 85 % deutlich mehr.
Befragt wurden 1002 Frauen zwischen 19 und 59 Jahren.(KNA, Die Welt, SOS LEBEN 11.07.05)

Studie: Früher Schulbeginn macht Teenager zu schlechten Schülern

Posted by Benno at 09:06 AM on June 07, 2005 Comments comments (0)

New York - Der frühe Schulbeginn raubt Teenagern den Schlaf und macht sie zu schlechteren Schülern. Ursache ist ein biologisch verankerter Tagesrythmus bei Heranwachsenden, der sie erst im Laufe des Tages zu voller Form anlaufen läßt, wie US-Forscher im Fachjournal ?Pediatrics? berichten.
Generell brauchen junge Leute zwischen 13 und 22 Jahren mehr Schalf, im Durchschnitt neun bis zehn Stunden pro Nacht, betonten die Wissenschaftler von der Northwestern University in Evanston bei Chicago. Der übliche Schulbeginn gegen acht Uhr koste Teenager jedoch bis zu zwei Stunden Schlaf pro Nacht. Das Gemeinschaftsprojekt mit der örtlichen High-School stützt sich auf Daten von Schülern, die Leistungstests am Compu-ter machten sowie Stimmung und Vitalität über den Tag hinweg in Tagebüchern vermerkten.
In den Morgenstunden berichteten die Schüler, müder und weniger aufmerksam zu sein und sich mehr anstrengen zu müs-sen als am Nachmittag. Die Forscher schlagen vor, den Schulbeginn zu verle-gen sowie Prüfungen und Klassenarbei-ten erst später am Tag schreiben zu lassen. (dpa Die Welt 7.6.05)

Mangelnde Lebensqualität:

Posted by Benno at 02:20 PM on April 29, 2005 Comments comments (0)
Belgiens Kinderärzte für Früheuthanasie bei
lebensunwerten Kindern

Brüssel (dub 29.4.05) - Die meisten Kinderärzte im belgischen Flandern, die mit schwerkranken und Kleinkindern konfrontiert wurden, befürworten deren Tötung. Das berichtet die medizinische Fachzeitschrift ?The Lancet? in ihrer aktuellen Ausgabe.
Wie die Zeitschrift berichtet, seien laut einer Studie 95 der 121 befragten Ärzte (79 Prozent) der Meinung, dass es zur Erfüllung ihrer Pflicht gehören könne, Leiden durch die Herbeiführung des Todes zu verhindern. 58 Prozent unterstützten gar eine Legalisierung einer Sterbehilfe in speziellen Fällen.
Für die Studie analysierten Professor Luc Deliens von der Freien Universität Brüssel und seine Kollegen die Todesscheine aller Neugeborenen und Kinder in ganz Flandern, die zwischen August1999 und Juli 2000 gestorben waren. Innerhalb des Beobachtungszeitraums seien 292 Kinder zwar lebend geboren, aber im Verlauf des ersten Lebensjahres gestorben. Dabei seien 175 verantwortliche Ärzte herausgefunden worden, denen dann anonyme Fragebogen zugeschickt worden seien. 121 der 175 involvierten Ärzte hätten daraufhin die Fragen zu ihrem Verhalten in solchen Fällen beantwortet
?Wir stellten fest, daß etwa drei von vier Ärzten, die mit schwerkranken Neugeborenen und Kindern konfrontiert werden, bereit sind, an bestimmten Formen zur Sterbehilfe teilzuhaben. Die Hauptgründe für eine Verkürzung des Lebens der Neugeborenen sind das Fehlen reeller Überlebenschancen und, wenn das Baby überlebte, eine zu erwartende sehr niedrige Lebensqualität?, wird Deliens zitiert.

Zuschauer imitieren Krankheiten aus TV-Soaps

Posted by Benno at 09:07 AM on April 21, 2005 Comments comments (0)

Patienten eignen sich Wissen aus den Medien an und erstellen Selbstdiagnosen

London (pte/21.04.2005) - Jeder dritte Patient imitiert die Krankheiten, die er aus seiner Lieblings-Soap kennt. Neun von zehn Ärzten berichten, daß ihre Patienten über Symptome klagen, die sie aus dem Fernsehen, Zeitungen und Magazinen erfahren. Dadurch sei bei den Patienten eine gewisse Paranoia erkennbar, die darin endet, dass die Patienten bereits eine Selbstdiagnose gestellt haben, noch bevor sie überhaupt vom Arzt untersucht wurden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Norwich Union Healthcare Centers. Darüber hinaus sucht ein Drittel der Patienten ärztlichen Rat bei Bekannten und Familienmitgliedern.
Von den 1.000 befragten Personen gab ein Drittel an, dass sie bei Beschwerden ihre Symptome vor allem mit Freunden und der Familie besprechen, in medizinischen Büchern Rat suchen und Informationen über Hotlines und das Internet einholen. Doch vor allem das Fernsehen und die Printmedien tragen wesentlich zur medizinischen ?Bildung? bei. ?Die detaillierte Darstellung von Krankheiten in den Medien ermuntert die Patienten zur Selbstdiagnose. Programmverantwortliche und Journalis-ten haben dadurch eine immense Verantwortung und sollten eine möglichst realistische, authentische und vor allen Dingen wahre Aufbereitung von medizinischen Themen sicherstellen?, erklärte Studienleiter Doug Wright. ?Für die Ärzte mögen diese Ergebnisse nicht erfreulich sein. Doch sie zeigen auch, daß Soaps ein enormes Einflußpotenzial besitzen und das Gesundheitsbewußtsein ihrer Zuseher positiv beeinflussen können", resümierte Wright.
Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Evelyn Lengauer 

§ 218: Jedes Jahr ein Tsunami - 9.000.000 Opfer schätzungsweise

Posted by Benno at 02:14 PM on February 28, 2005 Comments comments (0)

Paradieslandschaften wurden plötzlich zur Hölle. Hunderttausende von Toten und Vermißten. Unter ihnen Tausende und Abertausende Kinder, die fröhlich am Strand oder zu Hause spielten. Weitere Zehntausende wurden plötzlich zu Waisen. Wer war da schon nicht gerührt beim Anblick der Verwüstungen, die der Tsunami an den Küsten des Indischen Ozeans hinterlassen hat. Weltweit entstand eine Solidarität und Hilfsbereitschaft ohne gleichen. Es zeigte, daß die Menschen noch mitfühlen können, wenn ihresgleichen in Not geraten. Wenigstens dann, wenn sie unter dem Schock der Bilder der Katastrophe stehen.

Und dennoch...

In Deutschland, in unserer Nähe, wird alle zwei Minuten ein ungeborenes Kind durch Abtreibung umgebracht. Abtreibung, die so viel Opfer pro Jahr fordert wie ein Tsunami. Genau so viel? Nein, das doppelte, denn die Mutter wird ebenfalls zum Opfer in der Folge.

Und das geht schon 30 Jahre so!

Doch das Fernsehen zeigt hiervon keine Bilder. Es weigert sich z.B. den ?Stummen Schrei? von Dr. Bernard Nathanson zu zeigen, in dem man auf Ultraschallaufnahmen sieht, wie das Kind im Mutterleib, nicht einer zwanzig Meter hohen Meereswelle, sondern den grausamen tödlichen Geräten des Abtreibers entfliehen will.

Die verborgene Wirklichkeit der Abtreibung

Frauen, die auch noch Jahre unter den psychischen Folgen einer Abtreibung leiden, die in den meisten Fällen ihnen von ihrer Umgebung aufgezwungen wurde, werden zu ?Talkshows? nicht eingeladen. Von dieser Gewalt hier bei uns wird nicht gesprochen. Zu den ?Talkshows? werden auch keine Mediziner oder Helfer eingeladen, die dem Abtreibungsgewerbe angehörten, die den Hintergrund des Systems kennengelernt haben, und dem Ganzen überdrüssig geworden und letztlich aus dem System ausgestiegen sind.

Den großen Medien fällt es gar nicht ein, Zeugnisse über die Grausamkeit der Katastrophe Abtreibung zu veröffentlichen. Da gibt es z.B. eine Arztassistentin in den USA, die berichtete kürzlich, was sie mit ihren eigenen Augen vier mal in der Woche ansehen mußte. Sie kündigte ihre Stelle an der ?Ärztlichen Klinik für die Frau von heute?, eine private Abtreibungsklinik in Chula Vista in Kalifornien, wo sie seit 2002, als sie ihr Berufsdiplom erhielt, tätig war:

?In der 12. Schwangerschaft, schreibt sie, holt der Arzt das Baby mit der Geburtszange stückweise zerrissen aus dem Mutterleib. Er untersucht jedes Teil und legt es in eine Schale ab. Wenn er fertig war, mußte ich die Schale leeren. Wir trennten die Fleischstücke vom Blut. Die Fleischstücke wurden dann ins Labor gebracht.

Es ist erstaunlich wie diese Stückchen schon definierte Formen haben. Sie können gar nicht glauben, was Sie da sehen: Perfekte kleine Händchen, kleiner als die Hände einer Barbiepuppe. Sie können die Eingeweide sehen, kleine Schulterblätter, das kleine Gesichtchen und der völlig zerquetschte kleine Kopf. An den Stücken können Sie sagen ob das Baby ein Junge oder Mädchen war.

Der Anblick dieser Fleischstücke in der Schale machte mich sehr traurig. Es war sehr hart für mich, dies alles zu tun. Zu sehen wie Teile auch auf den Boden fielen oder ein Füßchen von einem Instrument loszulösen. Eine Frau, die hier arbeitete, erzählte mir, daß sie einmal zu Hause ankam und fand an ihrer Bluse ein kleines Füßchen, das am Schulterteil kleben geblieben ist. Sie hatte gar nichts gemerkt, bis ihr Mann sie darauf aufmerksam gemacht hatte.?

Dieser Bericht, den die junge Assistentin verfaßte, als sie noch in der Klinik tätig war, wurde in der Januarausgabe der katholischen Monatsschrift San Diego Notes veröffentlicht.

Dies sind Erfahrungen, die bekannt gemacht werden müssen. Doch die Medien stellen ihren Raum lieber den Vertretern der verantwortlichen Elternschaft zur Verfügung, die die Wirklichkeit verbergen.

Ja, es gibt eine Verschwörung des Schweigens über die Abtreibung, was der Mehrheit der Bevölkerung die Möglichkeit verwehrt, sich dieser menschlichen Katastrophe in unserer Gesellschaft bewußt zu werden und Anteilnahme zu zeigen. Hier geht es nicht um eine unvermeidbare Naturkatastrophe, wie ein Meeresbeben, sondern um eine künstlich und absichtlich hervorgebrachte Katastrophe, wie es die vorsätzliche Tötung eines ungeborenen Menschen ist.

Das Schweigen muß gebrochen werden

Es unbedingt notwendig, daß eine Bewegung des Mitleids und der Empörung die Tribünen der Parlamente und der Medien stürmt bis hin zu den Macht- und Entscheidungszentren. Dieses Massaker der Unschuldigen muß ein Ende haben.

9 000 000 Opfer belasten in Deutschland das Gewissen all derer, die aktiv und passiv, direkt und indirekt während 30 Jahre an dieser vorsätzlichen Tötung von Menschen beteiligt waren.

Zu diesen Opfern kommen noch hinzu die unzähligen Frauen, die von ihrer Umgebung zur Abtreibung gezwungen wurden: durch einen unverantwortlichen Partner, eine verständnislose Familie, eine ?engagierte? Sozialberaterin oder einen gewissenslosen Arzt.

Es sind Opfer in unsere Nähe, denen geholfen werden muß.

Begrüßen wir die enorme Hilfsbereitschaft gegenüber das tragische Schicksal der Opfer des Tsunamis.

Doch setzen wir uns engagiert ein in diesem Jahr 2005, damit Deutschland sich bewußt wird, daß hierzulande eine viel mörderische Springflut und außerdem empörende, weil absichtlich verursacht, uns tagtäglich auf Tropfenzählerart trifft:

Ein Opfer alle zwei Minuten.

(Aus ?Les nouvelles de Droit de naître? Februar 2005, Übers. BH)

Römisches Manifest für das Leben

Posted by Benno at 09:21 AM on October 04, 2003 Comments comments (0)

Dritter Weltkongreß der ?Bewegungen für das Leben?

vom 2. bis 4. Oktober 1995 in Rom

 

Vorwort

 Für den 2. bis 4. Oktober 1995 lud der Päpstliche Rat für die Familie zum 3. Kongreß der Lebensrechtsbewegungen nach Rom, um der in aller Welt sich immer mehr ausbreitenden ?Kultur des Todes? entgegenzuwirken. Vertreter von über 100 Pro-Life-Gruppen aus ca. 80 Ländern waren der Einladung der Organisatoren gefolgt. Das Treffen der annähernd 1300 Teilnehmer aus den verschiedensten Teilen der Welt erfolgte in einer ermutigend lebhaften Stimmung für den Kampf um das Lebensrecht der ungeborenen Kinder, zumal im Lichte der hervorragenden Enzyklika EVANGELIUM VITAE von Papst Johannes Paul II.

Grundthemen des Treffens waren: 1. Die Anerkennung der Enzyklika EVANGELIUM VITAE als unabdingbare Voraussetzung für jede Tätigkeit von katholischen wie nichtkatholischen Bewegungen zum Schutze des Lebens und der Familie und 2. die Ausarbeitung von Strategien zur Förderung der Kultur des Lebens auf allen Ebenen.

Die Teilnehmer des Kongresses wurden in verschiedensprachige Arbeitsgruppen ? Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch ? eingeteilt mit der Aufgabe zur Lösung der Frage engerer Zusammenarbeit der Lebensrechtsbewegungen untereinander und mit der örtlichen Kirche in den jeweiligen Ländern. Hierfür sei ein Papier zu erarbeiten. Es wurde im Osservatore Romano vom 12. Januar 1996 veröffentlicht.

Der hier wiedergegebene Text ist dieser Ausgabe des OR entnommen.

 

* * *

 

Als Verantwortliche der ?Bewegungen für das Leben? aus allen Erdteilen vertreten wir Millionen von Männern und Frauen verschiedener Rassen, Kulturen und Religionen, die aktiv für die Sache des menschlichen Lebens eintreten. Eingedenk unserer großen Verantwortung bekräftigen wir zunächst unsere Überzeugungen und wenden uns schließlich mit einer dringenden Warnung und einem Aufruf zum Handeln an die Menschheit.

l. Wir glauben an das Leben!

1.1. Gemeinsam mit Papst Johannes Paul II. feiern wir die in der Enzyklika Evangelium vitae verkündete Frohbotschaft vom Leben. Mit ihm bekräftigen wir freudig, daß ?das Leben immer ein Gut ist? (EV, 34). Wir sind überzeugt von der angeborenen Würde aller Menschen. Jede Person besitzt einzigartigen Wert und daher das Recht auf Leben.

1.2. Wir haben es zu unserer Aufgabe gemacht, dieses Recht auf Leben und den Wert und die Würde der menschlichen Person von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu verteidigen und zu fördern.

1.3. Wir bekräftigen daher das Recht jedes Menschen auf:

* natürliche Zeugung;

* die eigene Identität und Erbanlage, die weder durch Manipulation noch durch Experimente, welche gegen die Menschenrechte verstoßen, verändert werden dürfen;

* Erziehung in einer gefestigten Familie durch die eigenen Eltern;

* einen natürlichen Tod, ohne die Bedrohung der Euthanasie.

1.4. Wir sind überzeugt, daß die Verletzung des Rechts auf Leben, angefangen von der Tötung des ungeborenen Kindes, zu jener gewalttätigen Gesellschaft führt, in der die Mächtigen gegen die Schwachen Krieg führen (vgl. EV, 12).

1.5. Wir sind überzeugt, daß die Frauen erst dann wirklich frei sein werden, wenn sie ihre Würde und Aufgabe als Vermittlerinnen des Lebens, die für die Schwächsten und Schutzlosesten sorgen, neu erkennen (vgl. EV, 99). Wir bekräftigen die Rolle der Frauen als Erzieherinnen zu Frieden, Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit.

1.6. Durch unsere Verpflichtung gegenüber dem Leben sind wir in einen umfassenden und tiefgreifenden Kampf verstrickt, der durch die menschliche Geschichte hindurchgeht: den Kampf zwischen der ?Kultur des Lebens? und der ?Kultur des Todes?.

2. Die drohende Gefahr
der "Kultur des Todes"

2.1. Während wir uns dem dritten Jahrtausend nähern, werden wir Zeugen einer beginnenden Krise im Kampf zwischen Leben und Tod. Solidarisch mit Papst Johannes Paul II. warnen wir alle Menschen vor dem, was er als ?Kultur des Todes? bezeichnet hat.

2.2. Überall um uns her führt diese ?Kultur des Todes? einen erbarmungslosen Krieg gegen die menschliche Rasse. Ihre Vertreter sind reich und mächtig; sie sind in Regierungen, internationalen Organisationen, den Medien, im Bildungswesen und der Industrie aktiv tätig. Die Opfer ihrer ?Verschwörung gegen das Leben? sind die hilflosesten und unschuldigsten menschlichen Wesen ? die Ungeborenen, die Armen, die Kranken, die Behinderten. und die alten Menschen (vgl. EV, 12).

2.3. Die ?Kultur des Todes? ist Ausdruck eines absoluten Mißverständnisses hinsichtlich der wahren Natur der menschlichen Person, ist Ablehnung der angeborenen Würde dieser Person.

Die Wahrheit über den Menschen wird im christlichen, jüdischen, islamischen Glauben wie auch in anderen Religionen eindeutig aufrechterhalten. Papst Johannes Paul II. verkündet sie in Evangelium vitae. Die Verleugnung dieser Wahrheit verursacht einen ethischen Konflikt. Selbstsüchtiger Individualismus und eine irrige Vorstellung von Freiheit führen zu Spaltungen in der Familie und der Gesellschaft und ebnen den Weg für weitere Verbrechen an der Menschheit.

2.4. Zur Warnung der Menschheit verurteilen wir mit größter Dringlichkeit die Aktivitäten der ?Kultur des Todes?.

* Das Recht jedes Menschen auf Leben wird praktisch in vielen Ländern verweigert. Ohne dieses grundlegende Recht sind Menschen?Rechte? lediglich das, was die Staatsbehörden gewähren.

* Das unveräußerliche Recht der Ehegatten zur Weitergabe des Lebens wird mißbraucht und ignoriert (vgl. Charta der Familienrechte, Artikel 3).

* Auf den internationalen Konferenzen der Vereinten Nationen in Kairo (1994), Kopenhagen und Peking (1995) haben einige Nationen versucht, eine Art internationales ?Abtreibungsrecht? durchzusetzen (vgl. die Vorbehalte des Hl. Stuhls bei diesen Konferenzen).

* Für die Geburtenkontrolle zuständige Organisationen, die mit der Verhütungsmittel- und Abtreibungsindustrie in enger Verbindung stehen, arbeiten beharrlich auf einer Verminderung der Bevölkerung hin, anstatt das Problem der Armut durch Entwicklungsförderung zu lösen...

* Die Sterilisierung von Frauen und Männern setzt sich in zunehmendem Maße durch und wird oft von Einrichtungen der staatlichen Gesundheitsfürsorge ausgeführt. Diese Eingriffe werden verschiedentlich durch bewußte Täuschung gefördert und in erster Linie an den Armen und geistig Behinderten vorgenommen.

* Chemische Abtreibungsmethoden ? wie RU486 und die sogenannten ?anti-pregnancy vaccines? (Impfung gegen Schwangerschaft) beseitigen stillschweigend Millionen von unschuldigen Menschenwesen und haben unbekannte Langzeit-Auswirkungen auf die Mütter. Das ist in der Tat ein ?chemischer Krieg? gegen das ungeborene Leben (vgl. Centesimus annus, 39). Chemische Abtreibung ?absolviert? den Menschen auch von der Verantwortung bei diesem Verbrechen gegen die Menschheit.

* Die ?Entscheidung? über die Abtreibung ausschließlich der Frau zu überlassen bedeutet jedoch vielfach, das Vaterschaftsrecht des Mannes zu mißachten.

* Es ist fast unmöglich, zwischen gewissen Verhütungsmethoden und eigentlicher Abtreibung zu unterscheiden (vgl. EV, 13). Frauen und Männer haben das Recht zu wissen, ob sie Gefahr laufen, ihr ungeborenes Kind zu töten oder nicht, und das Recht, über schädigende ?Nebenwirkungen? von Verhütungsmitteln informiert zu werden.

* Experimente mit Embryonen und gewisse künstliche Befruchtungsmethoden zerstören ungeborene Menschenwesen und untergraben die Achtung vor dem neuen Leben.

* Vorgeburtliche Diagnostik wird oft als Rechtfertigung für Abtreibungen mißbraucht (vgl. EV, 63).

* Die Mißachtung des Wertes des ungeborenen Lebens erleichtert oder verursacht Kindestötung. In einigen Ländern ist sie weitgehend verbreitet und richtet sich insbesondere gegen Mädchen und behinderte Kinder.

* In Schulen und Medien sind junge Menschen oft Ziel systematischer lebensfeindlicher Sexualerziehung, die Sexualität von Liebe und Familie trennt. Die Rechte und die Verantwortlichkeiten der Eltern werden vielfach ignoriert, und einige Länder bieten sogar Abtreibungsmöglichkeiten in schulisch integrierten Kliniken an.

* Nachdem sie die Abtreibung in aller Welt verbreitet haben, arbeiten die Vertreter der ?Kultur des Todes? nun systematisch an der Legalisierung der Euthanasie (vgl. EV, 64).

* Dieselben Vertreter der ?Kultur des Todes? betreiben auf aktive Weise eugenische Geburtenkontrolle: durch selektive Abtreibung, Kindestötung, Euthanasie und bald auch durch Eingriffe in die menschlichen Erbanlagen. * Personen im Gesundheitsdienst, die an Abtreibung und Euthanasie beteiligt sind, werden zu Agenten des Todes, statt Heilende und Pflegende zu sein.

3. Das Evangelium vom Leben:
ein Aufruf zum Handeln

3.1. Angesichts dieser konvergierenden Gefahren wenden wir uns an all diejenigen, die das menschliche Leben lieben, und rufen sie auf, sich in diesem entscheidenden Kampf zwischen Leben und Tod einzusetzen.

3.2. Unser Aufruf zum Handeln bezieht sich insbesondere auf folgendes:

* Wir müssen die Wahrheit über die menschliche Person, die wahre Anthropologie über die angeborene Würde und die Rechte aller Menschen lehren.

* Wir müssen uns um die Wiederherstellung eines starken und unmißverständlichen Rechtsschutzes in aller Welt bemühen, um das Recht auf Leben der Ungeborenen, der Behinderten und der alten Menschen zu gewährleisten. * Wir müssen den Müttern größere Solidarität entgegenbringen, nämlich vorbeugende Hilfe für Frauen, die sich zur Abtreibung gedrängt sehen, Hilfe für Schwangere und mitfühlende Sorge für Frauen, die Abtreibungen gehabt haben.

* Man muß die Väter zur Übernahme ihrer Verantwortung bei der Unterstützung der werdenden Mutter erziehen. * Man muß den Eltern helfen, ihre Recht auszuüben, die Kinder in der Familie in reiner und gläubiger Liebe zu erziehen.

* Kinder und Jugendliche sollen systematisch von klein auf in Familie, Schule, Universität und Jugendbewegungen zur Achtung des Lebens erzogen werden.

* Frauen und Männer gilt es vor gewissen Empfängnis-Verhütungsmethoden zu warnen, die in Wirklichkeit zu Abtreibungen im Frühstadium führen.

* Die Sterbenden sind in der Familie oder in Heimen mit liebevoller Sorge zu umgeben, um sie vor Euthanasie zu schützen.

* Die genetische Identität aller Menschen muß gesetzlich geschützt werden.

* In der Gesundheitsfürsorge Tätige, Apotheker und andere, die in Übereinstimmung mit der hippokratischen Ethik dem Leben Vorrang vor dem Tod geben, bedürfen eines gesetzlichen Schutzes für ihre Gewissenshaltung.

* Alle im Bereich der Gesundheitsfürsorge Tätigen sollten ebenso wie Medizinstudenten eine bioethische Ausbildung erhalten, Experten ?für das Leben? müssen Zugang zu bioethischen Ausschüssen und Kommissionen haben.

* Auf Basisebene müssen die natürlichen Methoden zur Regelung der Fruchtbarkeit verbreitet werden. Eine angemessene Finanzierung für die weitere Forschung über diese wissenschaftlich erprobten Methoden muß gefördert werden.

* Programme zur Förderung einer Kultur ?für das Leben? im demokratischen Prozeß sollten nachdrücklicher unterstützt werden.

* Auch Bewegungen ?für das Leben? sollen berechtigten Zugang zu den Medien haben. Lügen, Vorurteilen und Verfälschungen ist ein Ende zu setzen.

* Junge Menschen sollten für ihre Tätigkeiten im Dienst des Lebens und ihre Erziehungsprojekte intensiver unterstützt werden.

* Wir brauchen Aufklärung über finanzielle Interessen, die von der ?Kultur des Todes? profitieren.

* Die Trugschlüsse der Bevölkerungsideologien und die Identität und Tätigkeit von Organisationen, welche die ?Kultur des Todes? fördern, müssen aufgedeckt werden.

3.3. Bevölkerungsfragen und -strategien können durch wahre Gerechtigkeit, internationale Solidarität und Entwicklung in Verbindung mit natürlichen Methoden zur Regelung der Fruchtbarkeit gelöst werden, wenn sie ernsthaft genutzt werden. Wenn wir auch in einigen Regionen das Problem eines beschleunigten Bevölkerungswachstums ohne entsprechende Ressourcen vor Augen haben, so dürfen wir dennoch nicht die Gefahr des ?demographischen Winters? außer acht lassen, von dem jene Nationen bedroht sind, in denen die Zahl der Sterbefälle die der Neugeburten übersteigt.

3.4. Wir fordern alle auf, die in die ?Kultur des Todes? verwickelt sind, sich daraus zu lösen! Wir rufen euch auf, über die totalitären Ideologien unseres Jahrhunderts nachzudenken, die Millionen von Menschen den Tod gebracht haben, und über die neue ?Kultur des Todes?, der ihr angehört (vgl. EV, 20). Wir wenden uns an euch mit der dringenden Aufforderung: entscheidet euch für das Leben!

3.5. Wir rufen alle Frauen auf, die ihnen eigene Würde zu erkennen und das ungeborene Leben zu schützen und zu umsorgen. Gemeinsam mit dem Mann ist die Frau die wahre Vermittlerin von Leben und Frieden.

3.6. Wir appellieren an die Politiker, die Juristen und die Gesetzgeber, sich mutig für gerechte gesetzliche Regelungen einzusetzen, die allen Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod das Recht auf Leben sichern.

3.7. Wir rufen alle Menschen auf, gemeinsam mit uns eine neue Kultur des menschlichen Lebens aufzubauen. ?Das Evangelium vom Leben ist für die Gesellschaft der Menschen da. Für das Leben eintreten heißt zur Erneuerung der Gesellschaft durch den Aufbau des Gemeinwohls beitragen? (EV, 101).

3.8. Wir danken Papst Johannes Paul II. für seine insbesondere in Evangelium vitae zum Ausdruck gebrachte Lehre, die die Menschen aller Religionen inspiriert. Wir sind sicher, daß Bischofskonferenzen und Diözesen auf unseren Aufruf eingehen werden. Ebenso hoffen wir, daß alle Christen und die Anhänger anderer Religionen ermuntert werden, mit erneuter Einsatzbereitschaft für das menschliche Leben einzutreten.

3.9. Wir danken allen, die unermüdlich für dieses wichtige Anliegen ? den Schutz des menschlichen Lebens ? eintreten. Insbesondere danken wir dem Päpstlichen Rat für die Familie, der uns zu diesem historischen Weltkongreß zum Schutz des menschlichen Lebens zusammengeführt hat. Möge diese Initiative wiederum zu nationalen, regionalen und lokalen Begegnungen führen und die verschiedenartigen und sich gegenseitig ergänzenden Bemühungen aller für das Leben eintretenden Bewegungen stärken.

3.10. Wir empfehlen unsere Arbeit dem Allmächtigen Gott, dem Herrn, der das Leben liebt und schenkt, denn ohne das Gebet kann dieser geistige Kampf nicht gewonnen werden.

3.11. Mit großer Freude erneuern wir unsere Verpflichtung gegenüber dem wunderbaren und freimachenden Evangelium vom Leben. In dieser schwierigen Zeit richten wir an alle Menschen die Aufforderung, gemeinsam mit uns dieses wertvolle Geschenk Gottes ? das menschliche Leben ? zu verteidigen und zu fördern.

Rom, den 4. Oktober 1995

Die Teilnehmer am dritten
Weltkongreß der Bewegungen für das Leben


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