| Frankfurt, den 20. August 2008
Liebe Freunde und Förderer von SOS LEBEN,
es ist erschütternd, zu welchem Grad an Heuchelei die Europapolitik fähig ist:
Die Europäische Kommission will das sog. Antidiskriminierungsgesetz erweitern, verliert dabei aber kein einziges Wort über die schlimmste Diskriminierung und Ungerechtigkeit unserer Zeiten:
Das systematische Töten von Hunderttausenden von ungeborenen Kindern in den Krankenhäusern.
Das sog. Antidiskriminierungsgesetz geht völlig an der Realität vorbei, weil es diese erschreckende Tatsache einfach nicht sehen will.
Das Grauen der Massenabtreibungen scheint derart groß zu sein, daß die linken Weltverbesserer dieses Massaker nicht sehen wollen.
Groteskerweise versuchen sie mit diesem Gesetz, Diskriminierungen von Behinderten im Alltagsleben zu beschränken und haben noch gar nicht gemerkt, dass Behinderte kaum noch auf die Welt kommen:
Während nämlich "Nicht-Behinderte" in Deutschland "nur" bis zum dritten Monat abgetrieben werden dürfen ...
... können behinderte Kinder bis zu einer Minute vor der natürlichen Geburt getötet werden.
Was auch immer mehr durch die sog. Spätabtreibungen geschieht.
Das ist nichts anderes als Selektion und Eliminierung von ungesunden Menschen, also ein grauenvolles Verbrechen.
Es ist absolut notwendig, daß wir den Europapolitikern, die das Antidiskriminierungsgesetz aufgesetzt haben und nun erweitern wollen, unsere Empörung über ihre Heuchelei und ihre Doppelmoral mitteilen.
Deshalb bitte ich Sie, Postkarten an Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier und an den Lebensrechtsexperten der Union im Bundestag, Hubert Hüppe, zu bestellen.
Gerade an den Behinderten läßt sich die Grausamkeit der Liberalisierung der Abtreibung in seiner vollen Dimension ermessen.
Bei einer Spätabtreibung spritzt ein Arzt der Mutter im Krankenhauszimmer ein wehenauslösendes Medikament ein.
Dann liegt die Frau im Bett, starrt auf die weißen Wände und wartet, bis ihr Baby "geboren" wird.
10 Stunden, vielleicht auch mehr.
Still ist es aber in der Zeit nur im Zimmer.
Das Kind im Mutterleib ahnt sein Schicksal, gerät in Todesangst und fängt an, zu toben. Es trampelt verzweifelt gegen die Bauchwand der Mutter, um sich gegen die Frühgeburt zu wehren.
Die Mutter erlebt dies alles mit, weil man sie nicht in Vollnarkose versetzen kann, denn sie muß bei Bewußtsein sein, um ihr Kind zu gebären. Die aufkommenden Schuldgefühle sind zum Verrücktwerden.
Reue ist zwecklos; die Mutter kann die Abtreibung nicht mehr rückgängig machen lassen.
Beruhigungsmittel sind notwendig, um die ohnmächtige Panik auszuhalten.
Wenn das Kind dann ausgestoßen wird, ist sein Todeskampf noch nicht abgeschlossen.
In Deutschland überleben 30% der Kinder die Spätabtreibung und schreien.
Auch dieses Grauen erlebt die Mutter.
Die meisten Kinder sterben dann rasch an den Folgen der gewaltsamen Abtreibung.
Andere überleben zwar, doch sie sterben, weil sie keine Hilfe durch das Krankenhauspersonal erhalten.
Sie werden entweder "liegengelassen" oder ersticken.
Diese unglaubliche Barbarei wurde in Deutschland durch die Novellierung der §§ 218 und 219 StGB im Jahr 1995 ausgelöst.
Und es liegt an uns, den Politikern in der Großen Koalition mitzuteilen, daß wir nicht bereit sind, eine makabre Friedhofsruhe diesbezüglich hinzunehmen.
Es liegt an uns, daß eine Protestwelle entsteht, die das Bewußtsein für das Recht auf Leben der Ungeborenen wieder in das Gedächtnis ruft.
Der Zeitpunkt ist nicht ungeeignet.
Die schlimmen Zahlen über die demographische Katastrophe, die auf uns zukommt und von der fast jeden Tag in den Medien berichtet wird, haben vielen die Augen für das Massaker der Abtreibungen geöffnet.
Würden in Deutschland nicht jährlich Hunderttausende unschuldige Kinder sinnlos getötet, hätten wir gar kein demographisches Problem.
Die Deutschen sterben schlichtweg aus, weil sie ihre eigenen Kinder töten.
Aber es ist möglich, gegen diesen Wahnsinn anzukämpfen.
Wortlaut der Postkarte
Sehr geehrter Herr Bundesminister,
Sehr geehrter Herr Abgeordneter,
die Europäische Kommission will das sog. Antidiskriminierungsgesetz (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz AGG) erweitern, verliert dabei aber kein einziges Wort über die schlimmste Diskriminierung und Ungerechtigkeit unserer Zeiten: Das systematische Töten von Hunderttausenden ungeborener Kinder in den Krankenhäusern durch die Abtreibung. Damit geht das geplante Gesetz völlig an der Realität vorbei. Man will versuchen, Diskriminierungen von Behinderten im Alltagsleben zu beschränken und berücksichtigt dabei gar nicht, dass Behinderte kaum noch auf die Welt kommen. In Deutschland darf man diese sogar bis unmittelbar vor der natürlichen Geburt abtreiben.
Ein solches Antidiskriminierungsgesetz ist eine Farce.
Deshalb möchte ich Sie bitten, mit Nachdruck auf diese Heuchelei und ideologische Verblendung in den Debatten um das Antidiskriminierungsgesetz hinzuweisen.
Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Bestellen Sie Postkarten hier oder per Post bei
Aktion SOS LEBEN
Emil-von-Behring-Str. 43
60437 Frankfurt |